StartImpulse01. September: Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung

01. September: Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung

Mit eindringlichen Worten hat Weihbischof Rolf Lohmann kurz vor dem Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung am 1. September zu verstärktem Klima- und Umweltschutz aufgerufen. Als Umweltbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz und Vorsitzender der entsprechenden Arbeitsgruppe betonte Lohmann am Donnerstag die Verantwortung der Kirche, angesichts wachsender ökologischer Krisen sowohl durch konkrete Maßnahmen als auch durch spirituelle Impulse aktiv zu werden.

Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung: Hoffnung und Verantwortung in Zeiten der Krise

Der diesjährige Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung steht unter dem von Papst Franziskus vorgegebenen Motto „Samen des Friedens und der Hoffnung“. Wie wichtig der Einsatz für die Umwelt ist, zeigt die Botschaft zum Weltgebetstag von Papst Leo XIV., der anmahnt, „dass unsere Erde im Verfall begriffen ist“. „Umso bedauerlicher ist es, dass der Versuch, ein internationales Abkommen zur Beschränkung der weltweiten Plastikproduktion zu verabschieden, im August zum wiederholten Male gescheitert ist“, kritisierte Weihbischof Lohmann. Dabei seien die negativen Folgen von Plastik für Mensch und Umwelt längst wissenschaftlich belegt, betonte er. „Ein ambitioniertes Abkommen tut not.“

In einer solchen Zeit der Krisen könnte man versucht sein zu glauben, dass ein einzelner Samen des Friedens und der Hoffnung zu klein erscheint, um etwas zu bewirken. Doch Papst Leo XIV. erinnere an die kraftvolle Symbolik des Samens im Neuen Testament, betont Lohmann. Jesus vergleicht das Reich Gottes mit einem kleinen Samen, der auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, aber dennoch Großes hervorbringen kann. Mit Geduld und Ausdauer wächst dieser Samen heran und trägt reiche Früchte – manchmal sogar dreißig-, sechzig- oder hundertfach (Mk 4,8).

Wichtig nicht zu verzagen, sondern zu handeln

„Möglichkeiten zum Klima- und Umweltschutz gibt es genug – im Kleinen wie im Großen.“ Zu diesem Zweck veröffentlichte Papst Franziskus vor zehn Jahren die Umweltenzyklika „Laudato Si“. Anlässlich dieses Jubiläums werben zahlreiche Engagierte in den (Erz-)Diözesen für den Schutz und die Bewahrung der Schöpfung. Diese Stimmen seien wichtig, da sie auf das bereits Umgesetzte aufmerksam machen und zeigen, „wie einfach Klima- und Umweltschutz teilweise sein kann“, so der Weihbischof weiter. Zudem betonte er, dass der Fokus über individuelle Maßnahmen hinausgehen müsse und große Herausforderungen von umweltfreundlichem Gebäudemanagement über klimafreundliche Mobilität bis hin zu nachhaltigen Wirtschaftsweisen in kirchlichen Einrichtungen anstünden.

In seiner Botschaft nahm der Umweltbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz auch das von Papst Leo XIV. eingeführte Messformular „Für die Bewahrung der Schöpfung“ in den Blick. Dieses eröffne „gerade in Zeiten, in denen in Politik und Öffentlichkeit die Bewahrung der Schöpfung an Wert zu verlieren scheint“, die Möglichkeit, „zusammenzukommen und in der Gemeinschaft Kraft zu tanken“. Weihbischof Lohmann gibt sich hoffnungsvoll, dass in der Vergangenheit international verbindliche Abkommen zum Klima- und Umweltschutz erzielt wurden. Diese Erfolge müssen auch künftig der Weltgemeinschaft gelingen. Angesichts der sich immer weiter zuspitzenden globalen Klima- und Umweltkrise sei es entscheidend, nicht zu resignieren, sondern aktiv zu werden.

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