Vatikan

40 Jahre Blumentradition im Vatikan: „Bloemenpracht“ auf dem Petersplatz

Mit einem Meer aus Tulpen, Narzissen und Rosen verwandelt sich der Petersplatz in diesem Jahr erneut in ein farbenprächtiges Osterparadies: Seit 40 Jahren stiften die Niederlande den Blumenschmuck für das

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Andreas Nachbar
3 min Lesezeit
40 Jahre Blumentradition im Vatikan: „Bloemenpracht“ auf dem Petersplatz
(c) Bildnachweis: Beitragsbild @ ChiemSeherin - pixabay user_id:1425977

Mit einem Meer aus Tulpen, Narzissen und Rosen verwandelt sich der Petersplatz in diesem Jahr erneut in ein farbenprächtiges Osterparadies: Seit 40 Jahren stiften die Niederlande den Blumenschmuck für das päpstliche Osterfest – eine Tradition, die in diesem Jahr unter Beteiligung internationaler Floristik-Experten aus Slowenien fortgeführt wird. Tausende bunte Blumen und kunstvoll geflochtene Palmzweige werden in den kommenden Tagen die Basilika und den Vorplatz schmücken und die Kar- und Ostertage im Vatikan zu einem blühenden Erlebnis machen.

Feierliche Messe am Palmsonntag in Rom

Am Samstag besuchte Papst Leo XIV. das Fürstentum Monaco, wo er vom monegassischen Fürstenpaar Albert II. und Charlène empfangen wurde. Dort mahnte er, sich nicht von den Götzen des Reichtums und der Macht verführen zu lassen, und betonte, dass Wohlstand stets dem Dienst an Recht und Gerechtigkeit dienen müsse. Noch am Abend kehrte der Pontifex per Hubschrauber nach Rom zurück und landete gegen 19.00 Uhr im Vatikan. Am Sonntag eröffnete er auf dem Petersplatz mit einer feierlichen Messe zum Palmsonntag die Kar- und Osterwoche. Wie in den vergangenen Jahren wird der Platz auch in diesem Jahr wieder in einer prächtigen Blumenpracht erstrahlen, die den Petersdom und den Vorplatz zum Osterfest farbenfroh schmückt.

Für die Palmsonntagsprozession und die Gläubigen stellt die „Associazione Nazionale Città dell’Olio“ aus Umbrien 120 Palmen sowie 120.000 Olivenzweige zur Verfügung. Eine Delegation unter Leitung von Verbandspräsident Michele Sonnessa wird die Feierlichkeiten in Rom begleiten. Ergänzend werden sogenannte „Phoenix-Palmen“ als Spende des Neokatechumenalen Weges sowie die traditionellen, kunstvoll geflochtenen „Palmurelli“ aus Sanremo verteilt. Letztere waren bereits am 24. März in der Kathedrale von San Siro in Ventimiglia gesegnet und bringen so den Gläubigen ein Stück gelebte Ostertradition nach Rom.

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40 Jahre niederländische Blumentradition

Der diesjährige Ostersonntag am 5. April markiert ein besonderes Jubiläum, denn genau seit 40 Jahren schenken die Niederlande der Vatikanstadt den Blumenschmuck für das Osterfest. Getragen wird diese Tradition von Freiwilligen, der Niederländischen Bischofskonferenz und der Stiftung „Bloemenpracht Rome“.

Unter der Leitung des Chefdekorateurs Piet van der Burg werden riesige Mengen an Pflanzen verarbeitet: 65.000 Blumenzwiebeln – darunter Tulpen, Narzissen und Hyazinthen –, 7.800 Schnittblumen wie Rosen, Rittersporn (Delphiniums) und Gerbera, 80 Azaleen sowie hunderte Zweige von Weidenkätzchen und Eukalyptus. Bevor die Fracht ihre Reise nach Rom antritt, wird sie am 31. März im berühmten Blumenpark „Keukenhof“ in Lisse vom Bischof von Rotterdam, Johannes van den Hende, gesegnet.

Für die Gestaltung der prachtvollen Blumendekoration in der Osternacht ist traditionell der vatikanische Garten- und Umweltdienst verantwortlich. In diesem Jahr erhalten die Fachkräfte zusätzliche Unterstützung von Floristik-Experten aus Slowenien, darunter Spezialisten der Biotechnologie-Zentren in Naklo und Novo Mesto, die ihr Know-how in die Gestaltung einbringen.

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