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Pilger der Hoffnung: Das Heilige Jahr 2025 im Zeichen von Abschied und Neubeginn

Das Heilige Jahr führte Millionen Pilger aus aller Welt nach Rom, die von einer lebendigen Kirche zeugen – und doch stand das Jubeljahr zunächst im Zeichen eines tiefen Einschnitts: dem Tod von Papst Franziskus. Aus der Trauer heraus entstand jedoch mit der Wahl von Papst Leo XIV. eine Aufbruchsstimmung, die dem Jubiläum neue Dynamik verlieh.

Ein Jubiläum im Zeichen von Trauer und Neubeginn

Bis Mitte Dezember hatten nach Angaben der Veranstalter rund 32 Millionen Menschen die Heilige Pforte durchschritten. Mit deren Schließung am 6. Januar dürfte die Zahl auf etwa 35 Millionen angewachsen sein. Auch an den verschiedenen öffentlichen Terminen und Botschaften des Papstes nahmen im Verlauf des Jahres 3.176.620 Gläubige teil, darunter Generalaudienzen, Jubiläums- und Sonderaudienzen, liturgische Feiern sowie das sonntägliche Angelusgebet.

Dennoch prägte ein tieftrauriges Ereignis das „Jubeljahr“ 2025: der Tod von Papst Franziskus am 21. April. Eine solche Zäsur hatte es zuletzt im Heiligen Jahr 1700 gegeben, das von Innozenz XII. eröffnet und von Clemens XI. abgeschlossen worden war. Zugleich erwies sich dieser Tiefpunkt als Wendepunkt. In den ersten vier Monaten des Jahres, die noch in das Pontifikat von Franziskus fielen, registrierte der Vatikan insgesamt 262.820 Teilnehmer an päpstlichen Terminen. Nach der Wahl von Papst Leo XIV. am 8. Mai stiegen die Besucherzahlen sprunghaft an: Seit seiner Wahl wurden 2.913.800 Teilnehmer gezählt.

Auch das Heilig-Jahr-Jubiläum der Jugend erreichte eine beeindruckende Größe. Anfang August kamen nach Angaben von Erzbischof Rino Fisichella rund 1,2 Millionen junge Menschen auf dem Veranstaltungsgelände von Tor Vergata zusammen.

Pilger der Hoffnung – Auftrag über das Jubiläum hinaus

Angesichts der Pilgerströme aus aller Welt sprach Erzbischof Rino Fisichella, päpstlicher Beauftragter für das Heilige Jahr, von einer lebendigen Kirche auf dem Weg. Christen seien aufgerufen, als „Pilger der Hoffnung“ Zeugnis zu geben in einer Welt, die von derzeit 56 Kriegen geprägt sei – eine Anspielung auf das Leitwort des Jubiläums.

Mit Blick auf den Abschluss des Jubiläums bezeichnete Papst Leo XIV. Weihnachten als Zeit der Dankbarkeit und der Sendung. Es gehe darum, die empfangene Gabe anzunehmen und sie in die Welt hinauszutragen, betonte Leo in seiner Ansprache am Heiligen Abend.

Doch die „Arbeit“ höre für die Christen mit dem Ende des Heiligen Jahres nicht auf. Im Gegenteil: Sie fange gerade erst an. Das, was im Heiligen Jahr erlebt wurde, soll nun in den Alltag getragen werden. Das bedeute, Hoffnung zu verbreiten, wo Hass, Verzweiflung, Desinformation, Ungerechtigkeit und Zukunftsangst regieren.

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