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Papst Leo XIV. empfängt die Jugend Roms: „Wir können eine Welt des Friedens schaffen“

Mit eindringlichen Worten über Hoffnung, Zusammenhalt und Verantwortung hat Papst Leo XIV. am Samstagabend die Jugend seiner Diözese empfangen. In der voll besetzten vatikanischen Audienzhalle sprach der Bischof von Rom offen über Einsamkeit, Glauben und den Weg zum Frieden – und gedachte dabei auch der 40 jungen Menschen, die beim Neujahrsunglück im schweizerischen Crans-Montana ums Leben kamen.

Herzlicher Empfang und spontaner Austausch mit der Jugend

Papst Leo XIV. richtete an die Jugend ein bewegendes Gedenken an die 40 jungen Menschen, die beim Brand in Crans-Montana ums Leben kamen: „Wir alle haben diese Trauer und diesen Schmerz wahrhaftig gespürt. Das Leben ist so wertvoll, dass wir diejenigen, die leiden, niemals vergessen dürfen.“ Er betonte, wie wichtig Gebet und Zusammenhalt seien, um den Schmerz der betroffenen Familien zu lindern.

Doch das Gedenken war nur ein Teil des Abends. Der 70-jährige Papst unterbrach immer wieder seine vorbereitete Rede, um frei zu sprechen. Schon beim Betreten der prall gefüllten Audienzhalle wurde er mit Applaus und Rufen begrüßt. Auch zuvor hatte er auf dem Petersplatz spontan noch weitere Jugendliche willkommen geheißen und zahlreiche Hände geschüttelt. Besonders bewegend war der Moment, als der 25-jährige Matteo stellvertretend für die Jugend Roms sagte: „Lieber Papst Leo, wir haben dich lieb, du bist nicht allein.“

Papst Leo XIV. griff in seiner Rede auch die emotionale Botschaft des Jugendlichen auf, indem er von einer persönlichen Erfahrung erzählte. Eine seiner Nichten, ebenfalls Jugendliche, habe ihn kurz vor der Veranstaltung gefragt, wie er angesichts der vielen Sorgen der Welt weitermache und ob er sich nicht manchmal allein fühle. „Und die Antwort – in großen Teilen: Seid ihr! Denn wir sind nicht allein“, betonte der Papst.

Er machte deutlich, dass Glaube und Gemeinschaft Kraft geben: „Dieser Glaube, tief im Herzen verwurzelt, zeigt uns auch in schwierigen Momenten, dass wir nie wirklich allein sind. Wenn wir uns an die Freude des Glaubens erinnern, an das Zusammensein, an die gemeinsame Suche nach Sinn und Schönheit, spüren wir, dass Jesus bei uns ist.“

Aus Glauben Kraft für Frieden schöpfen

Anknüpfend an die Bedeutung von Gemeinschaft und Zusammenhalt wandten sich zwei Jugendliche, die Zwillinge Francesca und Michela, mit einer zentralen Frage an Papst Leo XIV.: Wie könne man in einer Welt voller Gewalt, Konflikte und Kriege etwas bewegen und durch den Glauben sowie das Leben nach dem Evangelium die Gesellschaft verändern?

Der Papst betonte, dass die Begegnung mit Jesus die Quelle der Kraft sei, um das eigene Leben und die Gemeinschaft zu transformieren. Unter Applaus erklärte er in freier Rede:
„Der Friede ist die Frucht der Liebe, die Gott in uns sät: Indem wir sie spüren, können wir sie teilen und uns hingeben für jene, die sich nicht geliebt fühlen, für all die Kleinen, die besondere Aufmerksamkeit brauchen, für all jene, die sich von uns eine Geste der Vergebung erwarten. Liebe junge Leute, möge euer Einsatz in der Gesellschaft, in der Politik, in der Familie und Schule sowie in der Kirche von Herzen kommen – so wird er Frucht bringen. Möge euer Einsatz von Gott ausgehen, so wird er heilig sein.“

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