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Papst Leo XIV.: „Ihr seid das Salz der Erde“ – mit stiller Freude und tätiger Nächstenliebe

Beim Angelus am fünften Sonntag im Jahreskreis hat Papst Leo XIV. die Gläubigen dazu aufgerufen, sich aus der Gemeinschaft mit Jesus nähren und erleuchten zu lassen. Ausgehend von der Bergpredigt erinnerte er daran, dass Christen als „Salz der Erde“ und „Licht der Welt“ berufen sind, der Welt durch konkrete Taten der Nächstenliebe Geschmack, Hoffnung und Heilung zu schenken. Dies geschehe jedoch nicht durch Glanz und Macht, sondern durch eine stille Lebensweise in tätiger Nächstenliebe.

Licht und Verlust – getragen vom Evangelium

Papst Leo XIV. betonte, dass Menschen, die sich an den Seligpreisungen orientieren, die Welt spürbar verändern. Durch sie verliere die Dunkelheit ihre Macht, denn es sei die „wahre Freude“, die dem Leben Tiefe und Richtung gebe und Verborgenes sichtbar mache. Diese Freude, so der Papst, erwachse nicht zufällig, sondern aus einem „Lebensstil, einer Art, die Erde zu bewohnen und miteinander zu leben“, die man wollen und für die man sich entscheiden müsse.

Der Prophet Jesaja lebe diese innere Haltung, führte der Pontifex weiter aus. Glaube zeige sich im Teilen des Brotes, im Aufnehmen von Obdachlosen, im Bekleiden der Nackten und im Einsatz für die Menschen in der eigenen Nähe. Wo Ungerechtigkeit auf diese Weise überwunden werde, dort breche – wie der Prophet sagt – das Licht „wie das Morgenrot“ hervor, und selbst tiefe Wunden begännen zu heilen.

Zugleich wies Papst Leo XIV. auf die Gefahr des Verlustes hin, die auch Jesus kenne. Salz könne seinen Geschmack verlieren und Licht verdeckt werden, mahnte der Papst. Hier erinnerte Jesus daran, dass Salz, das fade geworden sei, zu nichts mehr tauge, außer „weggeworfen und zertreten“ zu werden.

Dieser Verlust sei schmerzhaft und gehe oft mit dem Gefühl einher, die Freude am Leben verloren zu haben, räumte Leo ein. Viele Menschen fühlten sich „zum Wegwerfen“ – so, als sei ihr inneres Licht verdreckt. Dem setzte der Papst die Botschaft Jesu entgegen: Gott verwerfe keinen Menschen. Er sei ein Vater, der jeden beim Namen kenne und die Einzigartigkeit eines jeden bewahre. Selbst tiefe Verletzungen könnten heilen, betonte Leo, wenn man sich erneut an den Seligpreisungen orientiere und den Weg des Evangeliums wieder aufnehme.

Die stille Kraft unscheinbarer Gesten

Diese innere Erneuerung, so Papst Leo XIV., vollziehe sich nicht durch spektakuläre Zeichen, sondern durch einfache und oft kaum beachtete Gesten der Aufmerksamkeit und Offenheit. Gerade darin liege jedoch die Herausforderung, denn ein solcher Lebensstil bedeute häufig, sich bewusst gegen den Strom zu stellen. Auch Jesus selbst habe diese Versuchung gekannt, erinnerte der Papst: In der Wüste sei er aufgefordert gewesen, seine Identität zur Schau zu stellen, Macht auszuüben und sich Anerkennung zu verschaffen. Jesus habe diesen Weg jedoch abgelehnt und sei dem „geschenkten Leben“ treu geblieben – einer Liebe, die nicht laut auftrete, sondern im Verborgenen wirke.

Zum Abschluss rief der Pontifex die Gläubigen dazu auf, sich immer wieder aus der Gemeinschaft mit Jesus nähren und erleuchten zu lassen. Wer ohne Selbstinszenierung lebe, werde wie eine Stadt auf dem Berg: sichtbar, aber zugleich offen, einladend und gastfreundlich. Eine solche Gemeinschaft könne zu einem Ort werden, an dem Menschen Heimat finden und letztlich den Frieden suchen, den Gott verheißen hat.

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1 Kommentar

  1. Ich finde es unglaublich schön wie in unserer Gemeinde die Kirchengemeinde zusammenhält.

    Hier findet man immer einen Raum um sich selbst zu begegnen aber auch um Begegnungen mit anderen Menschen zu haben.

    Wir sollten einander immer ehren und vorallem zuhören.
    Einer alleine kann nicht die Welt verändern. Zusammen können wir alles schaffen.
    Das miteinander ist das a und o.

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