„Papst Leo XIV. hat das „Päpstliche Komitee für den Weltkindertag“ aufgelöst und die Zuständigkeit für die Organisation des Weltkindertags dem Dikasterium für Laien, Familie und Leben übertragen. Das Gremium war im Dezember 2024 von seinem Vorgänger Papst Franziskus gegründet worden, um die organisatorische Umsetzung des von ihm 2023 eingerichteten Weltkindertags sicherzustellen. In einem am 12. Februar unterzeichneten Chirographen begründete Leo seine Entscheidung mit dem Ziel, „Synergien zu fördern“ und die Arbeit effektiver zu gestalten. Zugleich betonte er, die Sorge seines Vorgängers zu teilen, den Kindern in der Kirche besondere Aufmerksamkeit zu widmen.“
Auflösung des Weltkindertag-Komitees und Neuorganisation des Weltkindertags
Mit dem verbindlichen Dokument hebt Papst Leo XIV. die erst im November 2024 geschaffenen Strukturen vollständig auf. Das „Päpstliche Komitee für den Weltkindertag“ wird aufgelöst, und die Ämter von Präsident, Vizepräsident sowie Mitgliedern enden umgehend. Zugleich verlieren sämtliche Statuten und Regelungen ihre kirchen- wie zivilrechtliche Gültigkeit.
Trotz früher Vorbehalte aus Teilen des Vatikans führte Papst Franziskus das Gremium im Dezember 2024 nur wenige Monate vor seinem Tod ein. Zum Vorsitzenden bestimmte er den früheren Pressesprecher des Franziskaner-Konvents in Assisi, Pater Fortunato, der beim ersten katholischen Weltkindertag im Mai 2024 als prägende Figur auftrat.
Das erste Weltkindertags-Treffen blieb allerdings vorwiegend aufgrund schwacher internationaler Beteiligung hinter den Erwartungen zurück. Im Vergleich zum seit Jahrzehnten etablierten Weltjugendtag der römisch-katholischen Kirche, der sowohl in Seoul als auch zuletzt beim Heiligen Jahr über eine Million Teilnehmer registrierte, erreichte der Weltkindertag bislang nur begrenzte Aufmerksamkeit.
In dem am 12. Februar unterzeichneten Chirographen erklärt Papst Leo XIV., dass er die Sorge seines Vorgängers Papst Franziskus teilt, Kindern in der Kirche besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Zugleich begründet er die Auflösung des Komitees mit dem Ziel, „Synergien zu fördern“ und die Arbeit effizienter zu gestalten. Die Verantwortung für die Organisation des Weltkindertags liegt nun beim Dikasterium für Laien, Familie und Leben. Dessen Präfekt wurde beauftragt, die laufenden Geschäfte des aufgelösten Komitees abzuschließen und dem Wirtschaftssekretariat eine Abschlussbilanz zur Genehmigung vorzulegen.
Beständigkeit in neuen Strukturen
Trotz der Auflösung des Komitees bleibt das Anliegen des Weltkindertags unverändert. Papst Leo XIV. kündigt an, die „noble Initiative“ künftig dauerhaft in der ordentlichen Struktur der römischen Kurie zu verankern, statt sie durch ein eigenständiges Gremium verwalten zu lassen. Die Neuregelung tritt mit der Veröffentlichung im L’Osservatore Romano sofort in Kraft. Nach den ersten beiden katholischen Weltkindertagen 2024 und im vergangenen Heiligen Jahr kündigte Papst Leo den nächsten Termin bereits für September 2026 an.
Mit der Auflösung des Kinder-Komitees korrigiert Papst Leo XIV. zum zweiten Mal öffentlich und rechtswirksam eine Entscheidung seines Vorgängers. Bereits im November hatte er die radikale Strukturreform der Diözese Rom zurückgenommen, die Papst Franziskus im Herbst 2024 angeordnet hatte: Das Zentrum Roms sollte als eigener Seelsorgebezirk aufgelöst und unter die Vorstadtregionen aufgeteilt werden – ein Schritt, den Leo XIV. wieder rückgängig machte.
