StartRegionalFrühjahrsvollversammlung steht vor der Tür: Deutsche Bischöfe wählen neuen Vorsitzenden

Frühjahrsvollversammlung steht vor der Tür: Deutsche Bischöfe wählen neuen Vorsitzenden

Vom 23. bis 26. Februar 2026 treffen sich die 56 Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz im Burkardushaus in Würzburg zu ihrer Frühjahrsvollversammlung. Im Mittelpunkt steht die Wahl eines neuen Vorsitzenden. Zugleich beraten die Bischöfe über zentrale Themen wie die Synodalkonferenz, die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs und die Lage christlicher Minderheiten im Nahen Osten. Auch der Dialog zwischen Christen und Muslimen sowie das Selbstverständnis Europas in einer sich wandelnden Weltordnung wird in Gesprächen aufgearbeitet.

Deutsche Bischofskonferenz: Vermittler gesucht

Ein großes Thema der Frühjahrsvollversammlung in Würzburg ist die Wahl eines neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz. Zu den zentralen Aufgaben des künftigen Vorsitzenden gehört es, die Spannungen innerhalb der Bischofskonferenz und mit dem Vatikan rund um den Synodalen Weg zu überwinden. Innerhalb der Kirche in Deutschland haben sich die Bischöfe von Köln, Regensburg, Passau und Eichstätt aus dem Reformprozess zurückgezogen.

Vermitteln muss der neue Vorsitzende nicht nur zwischen den Lagern in Deutschland, sondern auch mit Rom. Die Spannungen hatten zuletzt zugenommen, nachdem der Heilige Stuhl Bedenken zu einzelnen Elementen der geplanten Synodalkonferenz von Bischöfen und Laien auf Bundesebene geäußert hatte.

Der Publizist und Kritiker des Synodalen Wegs, Bernhard Meuser, äußerte im Namen der Katholiken-Initiative „Neuer Anfang“ die Erwartung, dass der künftige Vorsitzende die innerkirchliche Spaltung überwinden möge. Rückblickend auf die Amtszeit von Georg Bätzing sagte Meuser, die Kirche sei in den vergangenen sechs Jahren auseinandergefallen. Ohne Unterstützung „von ganz oben“ werde es seiner Ansicht nach Jahrzehnte dauern, bis die Kirche wieder „an das Evangelium erinnert und nicht an einen zerstrittenen Hühnerhaufen“.

Als aussichtsreiche Kandidaten auf die Nachfolge Bätzings gelten Erzbischof Udo Bentz (Paderborn) sowie die Bischöfe Heiner Wilmer (Hildesheim), Peter Kohlgraf (Mainz), Stephan Ackermann (Trier) und Franz Jung (Würzburg). Der neue Vorsitzende wird von der Vollversammlung gewählt, der neben den Ortsbischöfen auch die Weihbischöfe angehören. Von den fast 60 Wahlberechtigten stellen die Weihbischöfe derzeit die Mehrheit. In den ersten beiden Wahlgängen ist eine Zweidrittel-Mehrheit erforderlich, ab dem dritten Wahlgang reicht die einfache Mehrheit.

Schwerpunkte der Frühjahrsvollversammlung: Synodalkonferenz, Missbrauchsaufarbeitung und globale Themen

Neben der Wahl des neuen Vorsitzenden beraten die deutschen Bischöfe bei ihrer Frühjahrsvollversammlung unter anderem über die Satzung der geplanten Synodalkonferenz, die im November ihre Arbeit aufnehmen soll. Weitere Schwerpunkte sind die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs, die Situation christlicher Minderheiten im Nahen Osten sowie der interreligiöse Dialog zwischen Christen und Muslimen.

Zudem reflektieren die Bischöfe über die zurückliegende sechste Synodalversammlung, die Entwicklung von Ehrenamt und Engagement in der Kirche, das Heilige Jahr 2025 sowie das Selbstverständnis Europas in einer sich wandelnden Weltordnung. Diskussionsrunden mit Gästen, unter anderem zum Thema Islam, runden das Programm ab.

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1 Kommentar

  1. Jemand zu 100% passenden zu finden der dieses Amt übernehmen kann ist wahrscheinlich super schwierig.

    Keiner wird die Dinge immer so machen können bzw die Entscheidungen so treffen das alle zufrieden sind.

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