StartVaticanAbschied aus dem Libanon: Papst Leo XIV. mit erneutem Friedensappell

Abschied aus dem Libanon: Papst Leo XIV. mit erneutem Friedensappell

Nach seiner ersten Apostolischen Reise hat Papst Leo XIV. am Dienstag vom Libanon aus einen eindringlichen Appell für Frieden und Versöhnung im Nahen Osten erneuert. Vor seiner Heimkehr in den Vatikan betonte der Pontifex, dass Gewalt keine Lösungen bringe, und rief zu Verhandlung, Vermittlung und Dialog auf. Während seines Besuchs hatte er u. a. das Grab des heiligen Charbel besucht, für die Opfer der Explosionskatastrophe von Beirut gebetet und die tiefe spirituelle Verbundenheit des libanesischen Volkes mit der Jungfrau Maria gewürdigt.

„Die Angriffe und Feindseligkeiten müssen aufhören“

Kurz vor seiner Rückkehr in den Vatikan appellierte Papst Leo XIV. eindringlich, die Angriffe und Feindseligkeiten im Nahen Osten zu beenden. „Bewaffnete Kämpfe bringen nichts Gutes. Waffen töten, Verhandlung, Vermittlung und Dialog hingegen bauen auf. Lasst uns alle den Frieden als Weg wählen, nicht nur als Ziel!“, ermutigte der Pontifex, den Frieden nicht nur als Ziel, sondern als Weg zu wählen.

Der Papst blickte dabei auf seine Tage im Libanon zurück und würdigte die tiefe religiöse Verbundenheit des Landes. Besonders beeindruckt zeigte er sich von der Verehrung der Jungfrau Maria, die Christen wie Muslimen gleichermaßen am Herzen liege. Beim Gebet am Grab des heiligen Charbel habe er die starken geistlichen Wurzeln des Landes gespürt, die den Menschen Halt auf ihrem schwierigen Weg in die Zukunft geben könnten.

Der Besuch im Hafen von Beirut, wo die Explosion 2020 zahlreiche Leben zerstört hatte, habe ihn tief bewegt. Damals fing ein Lager für Feuerwerkskörper durch Schweißarbeiten Feuer. Die darauffolgende Explosion der gelagerten Feuerwerkskörper brachte 2.750 Tonnen Ammoniumnitrat zur Explosion, die nebenan gelagert waren. „Ich habe für alle Opfer gebetet und trage den Schmerz und den Durst nach Wahrheit und Gerechtigkeit so vieler Familien, eines ganzen Landes, in meinem Herzen.“

Abschied mit Dankbarkeit aus dem Libanon

Papst Leo XIV. beschrieb den Libanon als ein Land, das Begegnung schätze. Er habe ein Volk angetroffen, das nicht Isolation, sondern Begegnung liebe. „Wenn also anzukommen bedeutete, behutsam in eure Kultur einzutreten, dann bedeutet dieses Land zu verlassen, euch im Herzen mitzunehmen“, erklärte er und betonte die Hoffnung, den gesamten Nahen Osten in einem Geist der Geschwisterlichkeit und des Friedens einzubeziehen – selbst diejenigen, die derzeit als Gegner gelten.

Papst Leo XIV. landete am Dienstagnachmittag um 15:57 Uhr am Flughafen Fiumicino in Rom; sein Flugzeug hatte Beirut um 13:48 Uhr Ortszeit verlassen. Unmittelbar nach seiner Rückkehr in den Vatikan richtete er ein Dankestelegramm an den libanesischen Präsidenten Joseph Aoun. Darin würdigte er die herzliche Aufnahme und Gastfreundschaft während seines Besuchs und sicherte seine Gebete für Frieden, Einheit und Wohlstand des Landes zu.

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3 Kommentare

  1. Ich glaube die Kommunikation ist immer relativ einfach dort, aber an der Umsetzung und der Glaubwürdigkeit scheitert es meistens.
    Ich bin mir nicht sicher inwieweit man glauben kann wenn einem Frieden zugesichert wird.

  2. Ich verfolge aktuell nurnoch die Streitigkeiten im Libanon, Ukraine Russland habe ich aktuell keine Kraft dafür, da ich selbst bekannte dort habe und dieses Unheil mir aktuell zuviel ist.

    Ich verstehe nicht wieso Menschen Krieg führen, was hat man denn davon?
    Es ist doch für alle Beteiligten einfach nur Blöd.
    Diese Ganzen Bomben , Raketen ect. Man bekommt einfach nurnoch Angst, wenn man mitbekommt, dass das eigene Land sich mit einmischt.

  3. Ich wünsche mir für all die Menschen die dort Leben das es ein Weihnachtswunder gibt, und dieser Krieg bald ein Ende hat.
    Keiner hat Verdient so Leben zu müssen.

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