StartFamilieAktion Lebensrecht für Alle warnt: „Leihmutterschaft verletzt Würde von Frau und Kind“

Aktion Lebensrecht für Alle warnt: „Leihmutterschaft verletzt Würde von Frau und Kind“

Die Bundesvorsitzende der Lebensrechtsorganisation „Aktion Lebensrecht für Alle“ (ALfA), Cornelia Kaminski, hat die Praxis der Leihmutterschaft als „himmelschreiendes Unrecht“ verurteilt. Am 6. März 2026 lädt die Organisation zu einem internationalen Kongress in Berlin, bei dem unter anderem die UN-Sonderberichterstatterin Reem Alsalem erwartet wird. Ziel der Veranstaltung ist es, die Leihmutterschaft als menschenrechtlich problematisch darzustellen und sowohl die Würde von Frauen als auch von Kindern in den Mittelpunkt der Debatte zu rücken.

Wenn Kinder und Frauen zu Objekten werden

Cornelia Kaminski betonte im Gespräch mit der katholischen Wochenzeitung Die Tagespost, dass sich die ALfA schon seit längerem intensiv mit der Praxis der Leihmutterschaft auseinandersetzt. Die Organisation versteht sich als Menschenrechtsvertreterin, die das Wohl von Frauen und Kindern in den Mittelpunkt stellt. Kaminski kritisierte, dass Leihmütter häufig vertraglich dazu verpflichtet werden, einer Abtreibung zuzustimmen, falls die Auftraggeber dies verlangen.

Unterstützt wird diese Kritik durch die UN-Sonderberichterstatterin Reem Alsalem, die Leihmutterschaft als Praxis beschreibt, die von Ausbeutung und Gewalt gegen Frauen und Kinder geprägt ist. Ihrer Einschätzung nach stärkt sie patriarchale Strukturen, instrumentalisiert Frauenkörper und behandelt den Kinderwunsch wie ein käufliches Gut auf einem Markt.

Alsalem wird persönlich am Kongress in Berlin teilnehmen. Kaminski betonte, man habe bewusst „eine unabhängige UN-Expertenstimme“ eingeladen, „die zeigt, dass die Kritik an Leihmutterschaft kein ‚Sonderweg‘ der Lebensrechtsbewegung, sondern Teil einer breiten menschenrechtlichen Debatte ist.“

Katholische Kirche lehnt Leihmutterschaft ab

Die katholische Kirche lehnt die Leihmutterschaft entschieden ab. In der 2024 veröffentlichten Erklärung Dignitas infinita des Dikasteriums für die Glaubenslehre, genehmigt von Papst Franziskus, heißt es, die Praxis verwandle „das unermesslich wertvolle Kind zu einem bloßen Objekt“.

Das Dokument betont, dass vor allem die Würde des Kindes verletzt werde. „Jedes Kind besitzt vom Moment der Empfängnis über die Geburt bis zum Erwachsenwerden eine unantastbare Würde, die sich in jeder Lebensphase auf einzigartige Weise zeigt“, heißt es weiter. Diese unveräußerliche Würde gebe dem Kind das Recht auf eine natürliche, menschliche Herkunft und auf ein Leben, das zugleich die Würde von Gebendem und Empfangendem respektiert.

Zudem hebt der Vatikan hervor, dass die Würde des Menschen untrennbar mit der Würde der ehelichen Gemeinschaft und der natürlichen Fortpflanzung verbunden ist. Daraus folge, dass der legitime Wunsch, ein Kind zu bekommen, nicht zu einem „Recht auf ein Kind“ werden dürfe, wenn dadurch die Würde des Kindes als Empfänger des Lebens nicht gewahrt bleibe.

Leihmutterschaft verletzt die Würde von Frauen und Kindern

Auf die Frage nach dem Ziel des Kongresses erklärte Cornelia Kaminski, dass es keine „Leihmutterschaft light“ gebe – ähnlich wie es nie eine „Sklaverei light“ für besonders bemitleidenswerte Plantagenbesitzer gegeben habe. Entscheidend sei nicht, ob es der Betroffenen schlecht gehe, sondern dass sie der Verfügung anderer vollständig unterworfen sei. „So geht es den Leihmüttern“, so Kaminski, und betonte, dass diese Einschätzung von einer breiten, internationalen Fachgemeinschaft geteilt werde.

Das Dikasterium für die Glaubenslehre kritisiert die Praxis scharf: Leihmutterschaft verletze die Würde der Frau, die entweder gezwungen werde oder sich freiwillig unterwerfe. Durch Leihmutterschaft werde die Frau von dem Kind getrennt, das in ihr heranwächst, und zu einem bloßen Mittel für Profit oder die Wünsche anderer gemacht. Dies ist ein Widerspruch zur grundlegenden Würde jedes Menschen.

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1 Kommentar

  1. Kinderwunsch ist ein extrem Sensibles Thema. Ich bin Zum Glück nie in diese Situation gekommen und kann mir die Emotionen nicht vorstellen die ein Jahrelanger Kinderwunsch auslöst.

    Trotzdem bin ich auch gegen Leihmutterschaft, ich bin aber im Gegensatz zu anderen für künstliche Befruchtungen.
    Daran ist rein garnichts verwerflich und die Medizin ist mittlerweile einfach Wahnsinn.

    Jeder sollte dieses Glück erfahren können und Kinder sind etwas so wertvolles.

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