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Aufwendiges Bauvorhaben: Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem wird restauriert

Die Geburtsgrotte Jesu unter der Geburtskirche in Bethlehem steht vor einer umfassenden Restaurierung. Das gaben die Franziskanerkustodie des Heiligen Landes und das griechisch-orthodoxe Patriarchat von Jerusalem gemeinsam bekannt. An dem

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Andreas Nachbar
3 min Lesezeit
Aufwendiges Bauvorhaben: Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem wird restauriert
(c) Bildnachweis: Beitragsbild @ Neil Ward - Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0)

Die Geburtsgrotte Jesu unter der Geburtskirche in Bethlehem steht vor einer umfassenden Restaurierung. Das gaben die Franziskanerkustodie des Heiligen Landes und das griechisch-orthodoxe Patriarchat von Jerusalem gemeinsam bekannt. An dem Projekt beteiligen sich auch das armenische Patriarchat sowie die palästinensischen Behörden.

Restaurierung der Geburtsgrotte Jesu

Mit dem Projekt soll das geistliche wie kulturelle Erbe der Geburtsgrotte langfristig gesichert werden. Nach Angaben der beteiligten Kirchen sind die Vorbereitungen abgeschlossen, sodass die Arbeiten in Kürze starten können. Mit der Restaurierung wurde die italienische Fachfirma Piacenti beauftragt, die bereits in den vergangenen Jahren an der Geburtsbasilika tätig war.

Die Geburtskirche im Zentrum Bethlehems zählt zu den bedeutendsten Heiligtümern des Christentums und steht seit 2012 auf der Unesco-Welterbeliste. Bereits seit 2013 wird das Bauwerk schrittweise instand gesetzt. An dem Ort, an dem der Überlieferung zufolge Maria Jesus in einer Höhle zur Welt brachte, ließ Kaiser Konstantin im Jahr 326 einen ersten Kirchenbau errichten. Der heutige Hauptaltar der im sechsten Jahrhundert entstandenen Basilika erhebt sich über einer etwa zwölf mal zehn Meter großen Grotte. Der als Geburtsort Jesu verehrte Platz ist durch einen 14-zackigen Stern im Boden gekennzeichnet. Zugang zur Kirche erhalten Besucher seit dem 16. Jahrhundert durch die lediglich 1,20 Meter hohe sogenannte „Tür der Demut“.

Die Geburtskirche ist eingebettet in einen rund 12.000 Quadratmeter großen Gebäudekomplex mit Kreuzgängen, Klöstern, Grotten und weiteren Sakralbauten. Direkt angeschlossen ist die katholische Katharinenkirche. Zudem gehören ein lateinischer, ein griechisch-orthodoxer sowie ein armenischer Konvent zu dem Areal. Die Geburtsbasilika wird bis heute gemeinschaftlich von diesen drei Konfessionen verwaltet. Seit über 1.600 Jahren ist der Ort ununterbrochen von Mönchen bewohnt.

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Heiliger Ort mit bewegter Geschichte

Im Verlauf der Jahrhunderte war die Geburtskirche als eine der ältesten vollständig erhaltenen Kirchen der Welt immer wieder Schauplatz von Konflikten. So geriet sie unter anderem in Auseinandersetzungen zwischen muslimischen Herrschern und christlichen Kreuzrittern. Nach der islamischen Expansion im siebten Jahrhundert erklärte der Kalif Omar die Stätte per Erlass zu einem Gebetsort für Christen sowie für einzelne Muslime.

Während der Zeit der Kreuzfahrer wurde der Gebäudekomplex erheblich erweitert, was auch der wirtschaftlichen Entwicklung Bethlehems zugutekam. Im 12. Jahrhundert erhielten die Wände der fünfschiffigen Basilika ihren reichen Mosaikschmuck. Diese zählen ebenso wie 36 Säulen und kunstvoll gearbeitete Bodenmosaiken aus dem Vorgängerbau des vierten Jahrhunderts zu den herausragenden Kunstschätzen der Geburtskirche.

Bis heute gilt das Gotteshaus als eines der wichtigsten Pilgerziele der Christenheit. In Phasen relativer Stabilität besuchten jährlich rund ein- bis zwei Millionen Gläubige und Touristen Bethlehem, viele von ihnen, um in der Geburtsgrotte zu beten. Besonders zur Weihnachtszeit strömten Zehntausende Pilger aus aller Welt zur Krippe. Die anhaltenden politischen Spannungen und der Krieg zwischen Israel und Palästina führten jedoch zuletzt zu einem massiven Einbruch des Tourismus, wodurch auch Pilgerreisen weitgehend zum Erliegen kamen.

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Redakteur / Autor bei GodMag.

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