Anlässlich der feierlichen Eröffnung des liechtensteinischen Landtags hat Bischof Benno Elbs die Politiker zu einer Politik im christlichen Sinne aufgerufen. In der Kathedrale von Vaduz mahnte der Apostolische Administrator der Erzdiözese, dass politisches Handeln von moralischer Verantwortung geprägt sein müsse. Eine Politik im christlichen Verständnis sei davon geprägt, „Jesus auf die Finger zu schauen und sein Handeln nachzuahmen“. Im Mittelpunkt seiner Predigt stand die soziale Verantwortung gegenüber den Ausgegrenzten und Schwächsten der Gesellschaft.
Soziale Verantwortung als Maßstab politischer Arbeit
Beim traditionellen Heilig-Geist-Amt in Vaduz, zu dem neben den frisch gewählten Abgeordneten und Regierungsmitgliedern auch Spitzenvertreter des Fürstentums wie Erbprinz Alois erschienen, richtete Bischof Benno Elbs den Blick auf die soziale Dimension politischer Verantwortung. Der Apostolische Administrator der Erzdiözese Vaduz, der die Region seit über zwei Jahren als Übergangsverwalter leitet, mahnte in seiner Predigt, dass politisches Handeln sich an den Schwächsten der Gesellschaft orientieren müsse.
Elbs griff dafür das Bild aus dem Matthäusevangelium auf, in dem Jesus einem Aussätzigen begegnet. Für ihn sei dies ein zeitloser Maßstab für verantwortungsvolles Handeln in Politik und Kirche. So müsse man sich stets fragen: „Sehe ich die Ausgegrenzten unserer Zeit – die Übersehenen, Sprachlosen, Schwachen?“, appellierte der Bischof an die Anwesenden. Ziel müsse es sein, niemanden zurückzulassen und aktiv Verantwortung dort zu übernehmen, wo Menschen nach Hilfe und Würde suchen.
Mut, dem „Programm Jesu“ zu folgen
In seiner Predigt betonte Bischof Benno Elbs die universelle Bedeutung der Menschenwürde und griff dabei auf Worte von Papst Leo zurück. Verantwortung gelte jedem Einzelnen – „vom ungeborenen Kind bis zu den alten Menschen, vom Kranken bis zum Arbeitslosen, ob Bürger oder Einwanderer“. Niemand dürfe von dieser Pflicht ausgenommen werden, sich für die Schwächsten einzusetzen.
Die feierliche Eröffnung des Landtags in Liechtenstein wird traditionell von diesem Gottesdienst begleitet, der den Beistand des Heiligen Geistes für die politischen Entscheidungen des Jahres erbitten soll. Für Elbs liefert das „Programm Jesu“ die beste Leitlinie. Nun liege es an den Politikern, den Mut aufzubringen, diese Prinzipien in konkrete politische Praxis umzusetzen.

Ich finde es unglaublich wichtig sich für Schwache und vorallem alte Menschen einzusetzen.
In Unserer Nachbarschaft wohnt ein Herr 97 Jahre alt, der leider sehr Krank ist. Keine Kinder, nicht Mobil.
Ich fühle mich dazu verpflichtet diesem Menschen zu helfen. Ich wohne zwar erst seit 2 Jahren in unserer Siedlung, aber trotzdem schaue ich das ich ihm beim Einkaufen unterstützen kann oder bei generelen Botengängen.
Helft den Menschen in eurer Umgebung, irgendwann sind wir froh wenn wir ebenfalls Hilfe bekommen.
Wir stehen alle in der Verantwortung den Glauben weiterzutragen und den Sozial schwachen zu Helfen.
Wir sollten nie vergessen wo wir herkommen.
Jeder Mensch ist irgendwo dazu verpflichtet anderen Menschen zu helfen.
Ich bin aktuell selbst in einer Situation, in der ich heilfroh bin wenn mir jemand im Alltag zur Hilfe kommt. Leider ist das nicht immer möglich und ich hoffe das die Gesellschaft einfach etwas wachsamer und vorallem Hilfsbereiter wird.