Christenverfolgung

Koordinator zur Bekämpfung antichristlichen Hasses von Europäischen Bischöfen gefordert

In der vergangenen Woche fand der Berater der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (COMECE), Alessandro Calcagno, klare Worte zum vermehrten antichristlichen Hass. So forderte er die EU-Institutionen dazu auf,

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Andreas Nachbar
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Koordinator zur Bekämpfung antichristlichen Hasses von Europäischen Bischöfen gefordert
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In der vergangenen Woche fand der Berater der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (COMECE), Alessandro Calcagno, klare Worte zum vermehrten antichristlichen Hass. So forderte er die EU-Institutionen dazu auf, einen Koordinator zur Bekämpfung antichristlichen Hasses zu ernennen. „Wir glauben, dass es an der Zeit ist, diesen Schritt zu tun, ohne die Besonderheit der jüdischen und muslimischen Gemeinschaften in Frage zu stellen, die bereits ähnliche Koordinatoren haben“, verwies Calcagno auf die Funktionäre in jüdischen und muslimischen Gemeinschaften. Es gehe nicht um Viktimisierung, sondern darum, den „gleichen Zugang zu Schutzinstrumenten“ zu bekommen, so Calcagno beim Europäischen Gebetsfrühstück.

Koordinator zur Bekämpfung antichristlichen Hasses zum Schutz des grundlegenden Grundrechts

So dürfe die Bestimmung zur Bekämpfung der Diskriminierung aus religiösen Gründen nicht nur als Bestimmung für religiöse Minderheiten gelten, mahnte Calcagno. Denn es sei notwendig, „die Dynamik ‚Mehrheit gegen Minderheit‘ zu durchbrechen“. Diese liege stets unter dem „Ansatz bestimmter Akteure und politischer Entscheidungsträger“, führte er aus. Mit Blick auf die Ausübung der Religionsfreiheit auf EU-Ebene sieht Calcagno als Vertreter der Europäischen Bischöfe die Schaffung einer solchen Position als eine der Prioritäten an. Diese ginge zweifellos mit der „Notwendigkeit, den gleichen Schutz für alle Dimensionen dieses grundlegenden Grundrechts zu gewährleisten, einschließlich der institutionellen Dimension“, einher.

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Religionsfreiheit ein „problematisches Recht“

Religionsfreiheit ist ein fundamentales Menschenrecht. Dennoch wird die Religionsfreiheit „zu oft als ein ‚problematisches‘ Recht dargestellt“, sagte Calcagno. Weiter verdeutlichte er, dass die kollektive Dimension der Religionsfreiheit „im Vergleich zu ihrer individuellen Dimension vernachlässigt“ wird. So dürfe die Toleranz nicht zum Ersatz für den Schutz des Grundrechts auf Religionsfreiheit werden, warnte der Vertreter der Europäischen Bischöfe. Zudem verwies er auf die Notwendigkeit, den Schutz der Religionsfreiheit besser in der EU-Politik zu verankern. Hierbei müsse das Augenmerk besonders auf den Schutz von Gebetsstätten und religiösen personenbezogenen Daten liegen. Der religiösen Bildung misst Calcagno eine große Bedeutung bei. Denn diese sei wichtig, „um die Religionsfreiheit zu fördern und zu schützen und um Diskriminierung aus Gründen der Religion zu bekämpfen“.

Vor allem die Christen in Frankreich litten mit knapp 1.000 Fällen unter den Folgen des Hasses. Auch im Vereinigte Königreich wurden mehr als 700 Fälle registriert. In Deutschland verdoppelte sich die Zahl der festgestellten Fälle von 135 (im Jahr 2022) auf 277 (2023). Zudem wurde von der Polizei mehr als 2.000 Fälle von Vandalismus in und an Kirchen aufgenommen.

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