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Deutsche Kapuzinerprovinz kehrt in die Niederlande zurück

Die Deutsche Kapuzinerprovinz gab bekannt, ihren traditionsreichen Standort in Velp, Niederlande, nach Jahren der Abwesenheit mit einer internationalen Gemeinschaft wieder zu besiedeln. Sechs Kapuziner aus fünf verschiedenen Ländern werden das

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Andreas Nachbar
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Deutsche Kapuzinerprovinz kehrt in die Niederlande zurück
(c) Bildnachweis: Beitragsbild @ makarovmaximwork - Depositphotos - ID - 366624356

Die Deutsche Kapuzinerprovinz gab bekannt, ihren traditionsreichen Standort in Velp, Niederlande, nach Jahren der Abwesenheit mit einer internationalen Gemeinschaft wieder zu besiedeln. Sechs Kapuziner aus fünf verschiedenen Ländern werden das von 1645 bis 2014 bestehende Emmauskloster „zu einem Ort der Stille, des Gebets und der Gastfreundschaft machen“, teilte die Kapuzinerprovinz mit Sitz in München mit. Neben den Niederlanden gehören auch Belgien und Westösterreich zu der Provinz. Die niederländische Kapuzinerprovinz war bis in die 1960er-Jahre mit etwa 660 Ordensbrüdern eine der größten weltweit. Die meisten der verbliebenen einheimischen 20 Kapuziner leben in Breda an der Grenze zu Belgien. Der jüngste von ihnen ist 67 Jahre alt.

Deutsche Kapuzinerprovinz: Neuaufbruch im San Lorenzo Projekt

Die Deutsche Kapuzinerprovinz mit Sitz in München erklärte, dass bereits sechs Ordensmänner aus fünf verschiedenen Ländern das Kloster bezogen haben. Schon zuvor lebten einige Kapuziner dort und setzten sich das Ziel, Velp erneut zu einem Ort der Stille, des Gebets und der Gastfreundschaft zu machen. Das Kloster ist einer der historisch bedeutendsten Standorte für den Kapuzinerorden. Mit der Rückkehr kehren die Kapuziner nach 2014 in ihre alte Heimat zurück. Schon 2021 arbeitete der Orden im Rahmen des „San Lorenzo Projects“ an einer Rückkehr in die Niederlande. Hierfür stellten sie eine internationale Gruppe zusammen, die in europäischen Ländern mit rückläufigem klösterlichem Leben einen Neuanfang starten sollte. Das Projekt ist nach dem heiligen Laurentius von Brindisi benannt, der einen großen Anteil an der Verbreitung des Kapuzinerordens in Europa hat.

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Internationale Bewohner im historischen Kloster nahe der deutschen Grenze

Das Kloster in Velp, das nur rund 25 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt liegt, trägt den Namen Emmaus. Damit wird der biblische Ort, an dem Jesus seinen Jüngern nach der Auferstehung begegnete, eine besondere Würdigung dargebracht. Die sechs Ordensbrüder, die das Kloster als internationale Gemeinschaft bezogen, stammen aus den Niederlanden, Deutschland, Indien, Tansania sowie Indonesien. Bruder Christophorus Goedereis bezeichnet das Emmauskloster als einen wunderbaren franziskanischen Ort, „an dem wir neue Angebote für spirituelle Sinnsucher sowie Interessierte am franziskanischen Leben schaffen werden“. Bereits seit 2022 lebt er in Velp und leitet die „Delegation Belgien und Niederlande“, die zur Deutschen Kapuzinerprovinz gehört. Der Delegationssitz wurde im Rahmen der Wiederbesiedlung von Tilburg nach Velp verlegt. Neben dem Kloster wurde 1997 ein Gästehaus errichtet, das auch Seminarräume für Kurse und Schulungen umfasst.

Der Kapuzinerorden ist ein katholischer Bettelorden und ist von der charakteristischen Kapuze der Ordenstracht abgeleitet. Die Deutsche Kapuzinerprovinz umfasst neben Deutschland auch die Niederlande, den flämischen Teil Belgiens sowie Westösterreich und zählt rund 180 Mitglieder.

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