Der Vatikan hat den Liturgieplan für die Kar- und Osterfeiern 2026 veröffentlicht. Demnach wird Papst Leo XIV. am Ostersonntag eine feierliche Messe auf dem Petersplatz zelebrieren und alle üblichen Termine der Karwoche wahrnehmen, darunter den Kreuzweg am Karfreitag vor dem Kolosseum und die Palmsonntagsmesse. Gleichzeitig gibt der Vatikan die Februar-Gebetsintention des Papstes bekannt: Kinder mit unheilbaren Krankheiten stehen in diesem Monat im Mittelpunkt.
Liturgisches Programm bis Ostern bekannt gegeben
Der Vatikan hat das Programm der liturgischen Feiern bis zum Ostersonntag, 5. April, veröffentlicht. Demnach wird Papst Leo XIV. alle üblichen Termine der Kar- und Ostertage wahrnehmen, darunter den Kreuzweg am Karfreitagabend vor dem Kolosseum. Die Gründonnerstagsmesse findet diesmal in der Basilika San Giovanni in Laterano statt, nicht mehr wie Papst Franziskus in Gefängnissen oder Sozialeinrichtungen.
Während der Fastenzeit setzt Leo XIV. die Tradition der sonntäglichen Pfarreibesuche im Bistum Rom fort; den Auftakt macht am 15. Februar Ostia. Vom 22. bis 27. Februar unterbricht der Papst die Besuche für Fastenexerzitien mit der römischen Kurie, deren genaue Form noch nicht bekannt ist.
Am Aschermittwoch, 18. Februar, nimmt Leo XIV. abends an einem Gottesdienst in der Basilika Sant’Anselmo auf dem Aventin teil und feiert anschließend die Messe in der nahegelegenen Basilika Santa Sabina. Höhepunkte der Karwoche sind die Palmsonntagsmesse auf dem Petersplatz am 29. März, zwei Messen am Gründonnerstag, die Karfreitagsliturgie im Petersdom, der Kreuzweg am Abend, die Osternacht und die Ostersonntagsmesse. Den Abschluss bildet der feierliche Segen Urbi et Orbi am Ostersonntag um 12 Uhr.
Februar-Gebetsintention: Papst Leo XIV. richtet Fokus auf kranke Kinder
Neben dem Liturgieplan hat der Vatikan auch die Gebetsintention von Papst Leo XIV. für den Monat Februar veröffentlicht. Sie richtet sich an Kinder mit unheilbaren Krankheiten. In einem heute veröffentlichten Video auf der Website des Worldwide Prayer Network betet Papst Leo XIV. für diese Kinder und spricht dabei das eigens für diese Monatsintention verfasste Gebet. Er ruft die Gläubigen dazu auf, zu erkennen, dass das Lächeln dieser Kinder – selbst inmitten von Schmerz – ein Zeugnis von Gottes Reich ist.
Das Gebet im Wortlaut:
Herr Jesus,
du hast die Kleinen in deine Arme aufgenommen und sie zärtlich gesegnet.
Heute bringen wir dir die Kinder, die mit unheilbaren Krankheiten leben.
Ihre zerbrechlichen Körper sind ein Zeichen deiner Gegenwart,
und ihr Lächeln – selbst inmitten von Schmerz – ein Zeugnis deines Reiches.
Wir bitten dich, Herr, dass ihnen niemals die notwendige medizinische Versorgung fehlt,
dass sie menschliche und mitfühlende Aufmerksamkeit erfahren
und die Unterstützung einer Gemeinschaft, die sie mit Liebe begleitet.
Stärke ihre Familien in Hoffnung,
mitten in Müdigkeit und Unsicherheit,
und mache sie zu Zeugen eines Glaubens, der durch Prüfungen gestärkt wird.
Segne die Hände von Ärzten, Krankenschwestern und Betreuern,
damit ihre Arbeit stets ein Ausdruck aktiven Mitgefühls ist.
Möge dein Geist sie in jeder schwierigen Entscheidung leiten
und ihnen Geduld und Zärtlichkeit schenken, um würdevoll zu dienen.
Herr, lehre uns, dein Angesicht in jedem leidenden Kind wiederzuerkennen.
Möge ihre Verletzlichkeit unser Mitgefühl wecken
und uns dazu bewegen, uns zu kümmern, zu begleiten und zu lieben
durch konkrete Gesten der Solidarität.
Mache aus uns eine Kirche, die,
belebt von den Gefühlen deines Herzens
und bewegt durch Gebet und Dienst,
weiß, wie man Zerbrechlichkeit trägt
und mitten im Leiden zu einer Quelle des Trostes wird –
ein Same der Hoffnung und ein Zeugnis neuen Lebens.
Amen.
