StartVaticanNachhaltigkeit im Blick: Vatikan gründet Globale Allianz für integrale Ökologie

Nachhaltigkeit im Blick: Vatikan gründet Globale Allianz für integrale Ökologie

Der Vatikan treibt seine Nachhaltigkeitsagenda weiter voran: Er holt sich beim Thema Nachhaltigkeit wissenschaftliche Expertise aus aller Welt an Bord. In den Päpstlichen Gärten von Castel Gandolfo wird dazu am 9. und 10. März eine Globale Allianz für Integrale Ökologie gegründet. Ziel des Netzwerks ist es, Wissenschaft, Glaube und soziale Verantwortung zu verbinden, um konkrete Maßnahmen für den Klimaschutz zu entwickeln und die Schwächsten zu schützen. Träger der Initiative sind das Päpstliche Bildungszentrum „Laudato Si“ und die katholische Universität Notre Dame (Indiana, USA), unterstützt von mehr als 60 Universitäten und internationalen Organisationen.

Im Zeichen von Laudato Si: Globale Allianz für Integrale Ökologie

Bei der zweitägigen Auftaktveranstaltung werden über 60 Universitäten aus Europa, Asien, Amerika und Afrika sowie Vertreterinnen und Vertreter internationaler Organisationen erwartet. Die Globale Allianz hat sich zum Ziel gesetzt, konkrete Maßnahmen für den Klimaschutz zu entwickeln. Als Orientierung dienen dabei die 2015 veröffentlichte Umweltenzyklika „Laudato Si“ von Papst Franziskus und die Prinzipien der katholischen Soziallehre.

Geplant ist unter anderem die Einrichtung thematischer Arbeitsgruppen, die Forschungsagenden und Bildungsangebote erarbeiten sollen. Zudem soll die Rolle der katholischen Kirche im internationalen Nachhaltigkeitsdialog gestärkt werden. Durch die enge Verbindung von Glaube, Wissenschaft und sozialer Gerechtigkeit will die Allianz zugleich Umweltzerstörung eindämmen und ökologische Ungleichheiten bekämpfen.

Kardinal Fabio Baggio, Generaldirektor des „Laudato Si“-Zentrums und Mitgründer der Allianz, beschrieb die Initiative als „gemeinsamen Weg der Hoffnung“, der Wissenschaft, Gemeinschaften und Glauben vereine, um die Schöpfung zu bewahren. Die Allianz setze darauf, die Schwächsten zu schützen und gemeinsam eine nachhaltige und gerechte Zukunft zu gestalten, in der die Würde jedes Menschen geachtet wird.

Borgo Laudato Si: Bildung, Nachhaltigkeit und soziales Engagement

Schon mit dem Nachhaltigkeitsprojekt Borgo Laudato Si setzte Papst Leo die Vision seines Vorgängers in die Praxis um. Inmitten der sanften Hügel außerhalb Roms erstreckt sich auf 55 Hektar das Gelände der Päpstlichen Sommerresidenz, das Bildung, Natur und spirituelle Erneuerung vereint. Auf dem früher zu den Päpstlichen Villen gehörenden Areal wurde ein neues Bildungszentrum errichtet, das ein breites Publikum anspricht: von Grund- und weiterführenden Schülern über internationale Studierende bis hin zu Führungskräften großer Unternehmen sind alle eingeladen, hier über Nachhaltigkeit, Menschenwürde und gesellschaftliche Verantwortung zu lernen.

Ein Teil des Projekts ist eine Berufsschule, die gezielt Menschen aus sozial benachteiligten Verhältnissen ausbilden soll. Nach vollständiger Aufnahme des Lehrbetriebs sollen jährlich rund 2.000 Lernende von den Angeboten profitieren. Das gesamte Areal besticht durch seine außergewöhnliche Umgebung: 35 Hektar der früheren Apostolischen Gärten zeugen noch von Spuren des römischen Kaisers Domitian, weitere Flächen werden für Landwirtschaft und Tierhaltung genutzt. Auf dem päpstlichen Bauernhof werden zudem Lebensmittel produziert, die in das Bildungs- und Nachhaltigkeitskonzept des Projekts eingebunden sind.

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