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Papst Leo XIV. besucht Quarticciolo: Ein Zeichen der Nähe und Hoffnung in Roms Ostviertel

Papst Leo XIV. besuchte am zweiten Fastensonntag das römische Problemviertel Quarticciolo und setzte damit ein starkes Signal der Solidarität in einer der sozialen Peripherien der Ewigen Stadt. Bei den Begegnungen mit Kindern, Jugendlichen sowie älteren Bewohnern betonte der Pontifex die Bedeutung von Gemeinschaft, Nächstenliebe und Frieden – gerade in einem Viertel, das unter wirtschaftlicher Not, Arbeitslosigkeit und sozialen Problemen leidet. Für die Bewohner des Viertels war der Besuch ein Zeichen, dass ihre Sorgen gehört werden.

Papst besucht Quarticciolo: einstige Arbeitersiedlung mit großen Herausforderungen

Papst Johannes XXIII. im Jahr 1963, Johannes Paul II. 1980 und nun auch Papst Leo XIV.: Der Besuch des Papstes war für die Bewohner des römischen Viertels Quarticciolo ein seltener Moment der Hoffnung. Das östlich gelegene Quarticciolo entstand 1939/40 als Arbeitersiedlung und ist heute von in die Jahre gekommenen Sozialwohnblöcken geprägt. Die Pfarrei „Ascensione di Nostro Signore Gesù Cristo“ betreut rund 10.000 Gläubige.

Trotz der historischen Bedeutung leidet das Viertel unter wirtschaftlichem Niedergang, Arbeitslosigkeit und sozialer Unsicherheit. Viele Geschäfte mussten schließen, junge Familien ziehen weg. Drogenhandel und Prostitution prägen den Alltag; erst kürzlich nahm die Polizei mehrere mutmaßliche Dealer fest. Der Besuch des Papstes soll den Menschen in dieser schwierigen Lage Hoffnung und neue Perspektiven geben. Dennoch versteht sich die Gemeinde nicht als resignierte Randzone, sondern als ein Ort der gelebten Gemeinschaft im Widerstand gegen die Hoffnungslosigkeit. Verschiedene Jugend- und Familienangebote, Gebetsgruppen und Sozialhilfe bilden ein wichtiges Fundament für die Menschen vor Ort.

Botschaft von Frieden, Gemeinschaft und Verantwortung

Mit einem herzlichen Empfang begrüßten zahlreiche Gläubige den Pontifex, der nach seiner Ankunft in seiner Ansprache auf dem Platz vor dem Oratorium zunächst die Kinder und Jugendlichen in den Blick nahm. Papst Leo XIV. äußerte seine Besorgnis über das erneute Aufflammen von Konflikten im Nahen Osten und betonte, dass Gottes Wille der Frieden für alle Menschen sei. Er rief dazu auf, inständig für den Frieden zu beten, in Eintracht miteinander zu leben und jeglicher Gewalt zu widerstehen.

Die Kinder erinnerte er daran, dass ihre Pfarrei ein Ort des Lichts und der Liebe sei. Trotz des Leidens und der Herausforderungen in der Welt habe jeder Mensch die Freiheit, sich für das Gute zu entscheiden. Besonders junge Menschen ermutigte er, bewusst „Ja“ zum Guten, zum Frieden und zu Jesus zu sagen, um so die Welt positiv zu gestalten.

Zudem sprach der Papst das weit verbreitete Drogenproblem im Viertel an und appellierte an die Kinder und Jugendlichen, alles abzulehnen, was schadet, und stattdessen bewusst „Ja“ zur Gesundheit und zu allem, was gut tut, zu sagen. „Immer ‚Nein‘ zu Drogen, aber stets ‚Ja‘ zu dem, was gut ist“, lautete seine Botschaft.

Im Anschluss daran wandte er sich den älteren und kranken Bewohnern des Viertels zu und erinnerte sie daran, eine Gemeinschaft zum Wohl aller aufzubauen. Wörtlich sagte der Pontifex: „Wenn wir uns als Gemeinschaft zusammenfinden, erfahren wir eine Kraft, die größer ist als wir. Es ist die Kraft, die aus der Liebe Gottes kommt und uns wirklich zu einer Familie macht.“

Angelehnt an seine Botschaft rief er alle dazu auf, durch Zusammenarbeit mit staatlichen Behörden der Kriminalität ein Ende zu setzen und die Gemeinschaft zu stärken.

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