Vatikan

Papst Leo XIV. empfängt Mahmud Abbas im Vatikan – Appell für Frieden und Zwei-Staaten-Lösung

Papst Leo XIV. hat am Donnerstag den palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas im Vatikan empfangen – rund einen Monat nach Inkrafttreten des Waffenstillstands im Gazastreifen. Bei dem ersten Treffen zwischen dem

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Andreas Nachbar
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Papst Leo XIV. empfängt Mahmud Abbas im Vatikan – Appell für Frieden und Zwei-Staaten-Lösung
(c) Bildnachweis: Screenshot | YouTube | Vatican News

Papst Leo XIV. hat am Donnerstag den palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas im Vatikan empfangen – rund einen Monat nach Inkrafttreten des Waffenstillstands im Gazastreifen. Bei dem ersten Treffen zwischen dem neuen Papst und dem 90-jährigen Abbas stand die humanitäre Lage in Gaza im Mittelpunkt. Beide Seiten betonten die Dringlichkeit, der Zivilbevölkerung zu helfen und den Friedensprozess auf Grundlage einer Zwei-Staaten-Lösung wiederzubeleben.

Ziel: Zwei-Staaten-Lösung – Diplomatische Bemühungen im Nahostkonflikt

Zuletzt empfing Papst Franziskus im Dezember 2024 Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Zwischen Papst Leo und dem 90-Jährigen war es die erste Begegnung. Allerdings telefonierten sie bereits im Juli über die Lage im Gazastreifen und die zunehmende Gewalt im Westjordanland. Das aktuelle Gespräch im Vatikan fiel nun in eine Zeit reger diplomatischer Bemühungen um eine Lösung des Nahostkonflikts. Zugleich fand es am zehnten Jahrestag des Abkommens zwischen dem Vatikan und Palästina statt, das 2015 die bilateralen Beziehungen formal begründete und die Rechte sowie die Tätigkeit der katholischen Kirche in den palästinensischen Gebieten regelte.

Der Heilige Stuhl, der Palästina bereits seit 2015 offiziell anerkennt, bekräftigte erneut seine Unterstützung für eine Zwei-Staaten-Lösung auf der Grundlage des Völkerrechts. Diese solle sowohl die Sicherheit Israels als auch die Würde des palästinensischen Volkes gewährleisten. Papst Leo XIV. zeigte sich einmal mehr besorgt über die humanitäre Lage in Gaza, wo die Zivilbevölkerung weiterhin unter den Folgen des Konflikts leidet.

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Nach mehr als zwei Jahren Krieg im Gazastreifen und wachsender Instabilität im Westjordanland hat die Frage der internationalen Anerkennung Palästinas neue Dynamik erhalten – zuletzt durch entsprechende Schritte Frankreichs und mehrerer weiterer europäischer Staaten.

Palästinenserpräsident besucht Grab von Papst Franziskus

Noch vor dem Treffen mit Papst Leo besuchte Präsident Abbas am Mittwoch das Grab von Papst Franziskus in der Basilika Santa Maria Maggiore. Nach Angaben des Presseamtes betrat Abbas in Begleitung von Pater Ibrahim Faltas OFM, dem ehemaligen Vikar der Kustodie des Heiligen Landes, sowie seiner Entourage die Basilika gegen Abend und legte bei seinem fünfzehnminütigen Besuch eine weiße Rose nieder.

Er sei gekommen, um Papst Franziskus zu sehen, so Abbas. Er könne nicht vergessen, „was er für Palästina und das palästinensische Volk getan hat“ und „dass er Palästina anerkannt hat, ohne dass ihn jemand darum gebeten hat“, erklärte Abbas gegenüber Journalisten.

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