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Papst Leo XIV.: Katholische Soziallehre als Schlüssel zu Frieden und Zusammenhalt in Europa

Papst Leo XIV. hat die katholische Soziallehre als wichtigen Wegweiser für friedliche Koexistenz und authentischen gesellschaftlichen Respekt hervorgehoben. In einer Botschaft an die Konferenz „Peace Building in Europe“, die an diesem Freitag von der Stiftung Centesimus Annus Pro Pontifice in Luxemburg veranstaltet wurde, warnte er vor Relativismus und dem Verlust gemeinsamer Wahrheiten und betonte die Bedeutung christlicher Werte für den Aufbau eines gerechten und friedlichen Europas.

Warnung vor Relativismus und Verlust gemeinsamer Werte

Anlässlich der Konferenz „Peace Building in Europe: What Role for Catholic Social Thought and Universal Values?“ hob Papst Leo XIV. die katholische Soziallehre als wichtigen Orientierungsrahmen für gesellschaftlichen Respekt und ein friedliches Zusammenleben hervor. Damit griff der Papst die Leitfrage der von der Stiftung Centesimus Annus Pro Pontifice in Luxemburg ausgerichteten Konferenz auf, die nach der Bedeutung der katholischen Soziallehre und universeller Werte für den Frieden in Europa fragte.

In seinem Schreiben an die Teilnehmenden der Konferenz unterstreicht Papst Leo XIV., dass die Fragestellung angesichts der aktuellen weltpolitischen und gesellschaftlichen Entwicklungen von besonderer Aktualität sei. Zunehmend weigerten sich Gesellschaften, über universelle Werte religiöser Prägung und deren Bedeutung für das Gemeinwohl zu sprechen. Die eigentliche Ursache dieses Widerstands liege in der Ausbreitung des Relativismus und in einer Sichtweise, die Wahrheit auf bloße Meinungen reduziere, heißt es in der von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichneten Botschaft. Ohne gemeinsame Wahrheiten, die Normen und Werte formten, könne weder ein Kontinent noch eine Gemeinschaft dauerhaft in Frieden leben und sich entfalten.

Katholische Soziallehre als Fundament für ein gerechtes Europa

Papst Leo XIV. zeigte sich zuversichtlich, dass die Konferenz in Luxemburg einen Beitrag dazu leisten könne, Europa seine tief verankerten christlichen Wurzeln erneut bewusst zu machen und die Bedeutung katholischer Werte für den Aufbau eines friedlicheren und gerechteren Kontinents zu stärken. Die katholische Soziallehre, so der Papst in seiner Botschaft, gründe in den Worten und im Handeln Jesu Christi, der sich selbst als Weg, Wahrheit und Leben offenbart habe. Gerade darin liege ihre besondere Kraft: Sie überschreite Grenzen, biete Raum für gemeinsame Interessen und unterschiedliche Lebensweisen und ermögliche so ein friedliches Zusammenleben.

Zugleich erinnerte Papst Leo daran, dass der Mensch nach dem Bild und Gleichnis Gottes geschaffen sei. In diesem Zusammenhang verwies er auf Papst Johannes Paul II. und dessen Enzyklika Centesimus Annus, in der er betont, dass echter Fortschritt nur dort möglich sei, wo man das grundlegende Recht des Menschen beachte, die Wahrheit zu erkennen und nach ihr zu leben.

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