StartVaticanPapst Leo XIV. schloss die letzte Heilige Pforte – Heiliges Jahr ist...

Papst Leo XIV. schloss die letzte Heilige Pforte – Heiliges Jahr ist zu Ende

Mit einem stillen, feierlichen Akt hat Papst Leo XIV. am Dienstagmorgen die Heilige Pforte des Petersdoms geschlossen und damit das „Heilige Jahr der Hoffnung“ offiziell beendet. Vor zahlreichen Gläubigen und Pilgern kniete der Papst auf der Schwelle, sprach ein Gebet und zog anschließend die schweren Bronzetüren zu, die sein Vorgänger Franziskus am Heiligabend 2024 geöffnet hatte. Über 33 Millionen Menschen hatten während des Jahres die Gelegenheit, als Pilger durch die Heiligen Pforten Roms zu treten.

Abschluss eines außergewöhnlichen Jahres

Schweigend zog ein sichtlich bewegter Papst Leo XIV. die schweren Bronzetüren der Heiligen Pforte zu, die sein Vorgänger Franziskus am Heiligabend 2024 geöffnet hatte. Zuvor kniete er auf der Schwelle und betete still. Am Vorabend hatten freiwillige Helfer des Heiligen Jahres als letzte Pilger die Schwelle der Basilika überschritten. In den kommenden Tagen werden die Doppelflügel der Porta Sancta von den Mitarbeitern der Dombauhütte zugemauert. Dabei wird traditionell eine Metallkapsel mit einer Urkunde, den Schlüsseln der Tür und Münzen eingemauert.

Die rechte Bronzeportaltür des Petersdoms wird nur zu sogenannten Jubeljahren (giubilei) geöffnet, die in der Regel alle 25 Jahre stattfinden. Das nächste Jubeljahr, das außerordentliche Heilige Jahr zum 2000. Jahrestag des Kreuzestods Jesu, ist für 2033 angedacht. Wie der Vatikan mitteilte, durchschritten im Laufe des Jahres 2025 über 33 Millionen Menschen eine der insgesamt fünf Heiligen Pforten in Rom.

Papstmesse zum Hochfest der Erscheinung des Herrn mit Blick auf das Heilige Jahr

Nach der Schließung der Heiligen Pforte zog der Papst durch das Mittelportal in die Basilika, um die Messe zum Hochfest der Erscheinung des Herrn (Epiphanie) zu feiern. Dort blickte er in seiner Predigt auf das Heilige Jahr zurück. „Die Heilige Pforte dieser Basilika, die heute als letzte geschlossen wurde, hat den Strom unzähliger Männer und Frauen gesehen, die als Pilger der Hoffnung auf dem Weg zu der Stadt mit den immer offenen Toren, dem neuen Jerusalem (vgl. Offb 21,25), waren“, betonte der Pontifex.

Papst Leo XIV. richtete den Blick in seiner Predigt auf die Pilger des Heiligen Jahres und fragte nach deren Beweggründen. „Wer waren sie, und was treibt sie an?“, fragte der Heilige Vater. Er betonte, dass die geistliche Suche der Menschen unserer Zeit oft tiefer und vielfältiger sei, als man es vielleicht erfasse. Millionen Gläubige hätten die Schwelle der Kirche überschritten – doch was habe jeder Einzelne auf dieser Reise gefunden? „Gibt es Raum für das, was entsteht? Lieben und verkünden wir einen Gott, der Menschen wieder auf den Weg zurückbringt?“

Der Papst forderte die Gläubigen auf, über die Erfahrungen des Heiligen Jahres nachzudenken: Habe es ihnen geholfen, der modernen Effizienz zu entkommen, die alles nur noch als Produkt sieht und den Menschen auf einen Konsumenten reduziert? „Werden wir nach diesem Jahr besser in der Lage sein, im Besucher einen Pilger, im Unbekannten einen Suchenden, im Fernen einen Nächsten, im Anderen einen Weggefährten zu erkennen?“, fragte Leo.

VERWANDTE ARTIKEL

2 Kommentare

  1. Es war ein sehr schönes Heiliges Jahr mit ganz tollen Messeerfahrungen.
    Hoffentlich behalten alle in Erinnerung wie das Leben laufen soll.
    Das man nicht immer nur in einer egoistischen Blase sein sollte.

  2. Ich freue mich sehr auf meine erste Pilgerreise dieses Jahr.
    Das Heilige Jahr war etwas sehr besonderes für meine Familie und ich empfand es als sehr angenehm die Wertschätzung für verschiedene Dinge wieder zu erleben.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

- Advertisment -

Beliebteste

Neue Kommentare

GodMag

Kostenfrei
Ansehen