Mit einer zehntägigen Afrikareise und mehreren Stationen in Europa nimmt Papst Leo XIV. im Frühjahr 2026 seine internationalen Pilgerreisen wieder auf. Wie das Presseamt des Heiliger Stuhl am Mittwoch mitteilte, führen ihn die ersten Auslandsbesuche nach Monaco, Spanien und auf die Kanarische Inseln, bevor er vom 13. bis 23. April Algerien, Kamerun, Angola und Äquatorialguinea bereist. Im Mittelpunkt stehen das Gedenken an den heiligen Augustinus, der Einsatz für Frieden – insbesondere in Kameruns Konfliktregionen – sowie die Solidarität mit den Ärmsten.
Afrikareise auf den Spuren des heiligen Augustinus
Die längste Auslandsreise von Papst Leo XIV. im Jahr 2026 führt ihn vom 13. bis 23. April nach Nord- und Zentralafrika. Beginnend in Algerien besucht er auf den Spuren des Hl. Augustinus die Städte Algier und Annaba. Danach stehen mehrere Stationen in Zentralafrika auf dem Programm: Kamerun (Yaoundé, Bamenda und Douala), Angola (Luanda, Muxima und Saurimo) und schließlich Äquatorialguinea (Malabo, Mongomo und Bata), dem einzigen spanischsprachigen Staat Afrikas.
Die Reise vereint zwei Schwerpunkte: das Gedenken an den Bischof von Hippo, dem Papst Leo besonders verbunden ist, und Begegnungen mit den ärmsten Bevölkerungsgruppen sowie jenen, die sich für sie einsetzen. Ein zentrales Anliegen ist zudem der Einsatz für Frieden – insbesondere in der anglophonen Region im Norden Kameruns, die seit zehn Jahren vom Bürgerkrieg zwischen Regierungstruppen und Unabhängigkeitsbewegungen geprägt ist.
Kurzbesuch in Monaco und Spanienreise mit Inselstationen
Den Auftakt seiner Auslandsreisen 2026 macht Papst Leo XIV. wenige Tage vor Beginn der Karwoche am 28. März mit einer eintägigen Visite im Fürstentum Monaco. Damit folgt er wiederholten Einladungen der monegassischen Behörden, die zuvor auch Papst Franziskus adressiert hatten. In Monaco, wo der Katholizismus Staatsreligion ist, spielen der Dialog zwischen Kirche und Staat sowie das Engagement des Landes für Frieden eine wichtige Rolle.
Vom 6. bis 12. Juni reist der Papst dann nach Spanien, wo er zunächst die Hauptstadt Madrid besucht. Anschließend führt ihn die Reise nach Barcelona, wo er den neuen und höchsten Turm der Sagrada Familia weiht. Der Besuch fällt mit dem hundertsten Todesjahr des Architekten Antoni Gaudí zusammen, der die monumentale Basilika entwarf und mit ihrem Bau begann; im vergangenen Jahr wurde er zum ehrwürdigen Diener Gottes erklärt. Im Anschluss geht es auf die Kanarischen Inseln, mit Stationen auf Teneriffa und Gran Canaria. Kardinal José Cobo Cano betonte dazu, dass die Reise bereits Papst Franziskus besonders am Herzen lag.
Auch innerhalb Italiens kündigte der Vatikan einige Reiseziele an. So bilden die Besuche von Neapel und Pompeji am 8. Mai, dem ersten Jahrestag seiner Wahl, den Auftakt. Weitere Stationen in der ersten Jahreshälfte 2026 sind Acerra am 23. Mai und Pavia am 20. Juni.
Zudem besucht er am 4. Juli die Mittelmeerinsel Lampedusa, einen wichtigen Anlaufpunkt für Migranten aus Nordafrika. Am 6. August nimmt er in Assisi an den Feierlichkeiten zum 800. Todestag des heiligen Franziskus teil, bevor er am 22. August in Rimini bei einem großen Katholikentreffen spricht.
