Im Erzbistum Dublin wollen zu Ostern so viele Erwachsene wie nie zuvor in die katholische Kirche eintreten: 129 Frauen und Männer stellten sich am ersten Fastensonntag im Rahmen des Wahlritus in der St. Mary’s Pro-Cathedral dem Erzbischof von Dublin, Dermot Farrell, vor. Mit dem Empfang der Initiationssakramente Taufe, Firmung und Eucharistie werden sie in der Osternacht in die katholische Kirche aufgenommen.
Konvertiten in Dublin: Rekordteilnahme beim Wahlritus
Wie die Zeitung „Irish Times“ berichtet, gab es im Erzbistum Dublin eine Rekordzahl an Konvertiten, die im sogenannten Wahlritus in der St. Mary’s Pro-Cathedral vorgestellt wurden. Am ersten Fastensonntag präsentierte sich dort unter der Leitung von Erzbischof Dermot Farrell die größte Gruppe von Übertrittswilligen, die es an diesem Ort je gegeben hat.
Farrell erinnerte in seiner Predigt an den heiligen Augustinus und bezeichnete dessen Lebensgeschichte als einen der bedeutendsten Bekehrungsberichte der Kirchengeschichte. Im Rahmen des Ritus wird die Entscheidung der Katechumenen und Kandidaten öffentlich anerkannt, katholisch zu werden. Die Taufbewerber nannte der Erzbischof „von Gott Erwählte“, die sich mit ihrer Unterschrift im „Buch der Auserwählten“ sichtbar zur Nachfolge Christi bekennen. Die Eintragung stehe für die Verpflichtung, dem Evangelium zu folgen und „für das Reich Gottes in der Welt zu arbeiten“.
Nach Angaben der Zeitung gehörte rund die Hälfte der diesjährigen Konvertiten zuvor anderen christlichen Konfessionen an. Diese sogenannten „Kandidaten“ sind bereits getauft. Die übrigen – die „Katechumenen“ – stammen aus anderen Religionen oder waren bislang konfessionslos. Die Zahl der Übertritte variiert im Erzbistum stark: Während in diesem Jahr ein neuer Rekord erreicht wurde, entschieden sich im Jahr 2022 lediglich 14 Menschen für den Eintritt in die katholische Kirche.
Mehrjähriger Prozess vor Aufnahme in die katholische Gemeinschaft
Wie die „Irish Times“ weiter berichtet, geht der Aufnahme in die katholische Kirche ein rund dreijähriger Vorbereitungsweg voraus, der in der jeweiligen Heimatpfarrei beginnt. Konversionswillige wenden sich zunächst an ihren örtlichen Pfarrer und werden schrittweise in das Gemeindeleben eingeführt.
Im Ritus der Erwählung werden die Bewerber schließlich dem Erzbischof des Erzbistums Dublin vorgestellt. Begleitet werden sie dabei von Paten, Angehörigen, Freunden sowie von Priestern und Gemeindemitgliedern ihrer Pfarren. Die sogenannten „Auserwählten“ vertiefen in den Wochen danach ihr geistliches Leben, bevor sie in der Osternacht die Sakramente der Initiation empfangen. Während der Feier der Ostervigil am Karsamstag erhalten die ungetauften Bewerber Taufe, Firmung und Eucharistie und werden damit vollständig in die katholische Kirche aufgenommen. Bereits getaufte Kandidaten aus anderen christlichen Gemeinschaften empfangen in dieser Nacht die Firmung und die Eucharistie.

Ich finde es so unfassbar schön auch bei uns in Deutschland, das vorallem junge Erwachsene wieder in die Kirche finden.