Vatikan

Syriens Leiter der Übergangsregierung zeigt tiefste Anerkennung für Papst Franziskus

Syriens Leiter der Übergangsregierung, HTS-Chef Mohammed al-Golani, bezeichnete Papst Franziskus bei einem Treffen mit den christlichen Religionsführern während der Silvesterbegegnung als „wahren Mann des Friedens“. Davon berichtete nach Meldung von

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Andreas Nachbar
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Syriens Leiter der Übergangsregierung zeigt tiefste Anerkennung für Papst Franziskus
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Syriens Leiter der Übergangsregierung, HTS-Chef Mohammed al-Golani, bezeichnete Papst Franziskus bei einem Treffen mit den christlichen Religionsführern während der Silvesterbegegnung als „wahren Mann des Friedens“. Davon berichtete nach Meldung von „Vatikan News“ der Vikar der Kustodie des Heiligen Landes, Ibrahim Faltas, in der Vatikanzeitung L’Osservatore Romano. Syriens Christen stehen nach dem Regierungswechsel vor einer unsicheren Zukunft, erhielten jedoch eine Zusicherung der Sicherheit durch die neuen Machthaber.

Syriens Leiter der Übergangsregierung von Papst beeindruckt

Bei der Silvesterbegegnung mit den Bischöfen und Priestern überbrachte Syriens Leiter der Übergangsregierung den anwesenden Religionsführern eine gute Nachricht. So soll aus Syrien ein „Syrien für alle werden“. Dies beinhalte auch, dass Christen ihren Glauben frei ausleben können. Ein solches Ereignis wäre bis vor drei Wochen noch undenkbar gewesen, erklärte der päpstliche Nuntius in Damaskus, Kardinal Mario Zenari. Der neue Chef Syriens, ein ehemaliger Islamist und Anhänger der Terrororganisation Al-Qaida, ist in den USA weiterhin als Terrorist eingestuft, obwohl er sich von der Terrorgruppe losgesagt hat. Kardinal Zenari blickt dennoch vorsichtig optimistisch in die Zukunft der Christen in Syrien. So berichtet er von einem Treffen mit dem neuen Außenminister. Dabei sei man sich auf der „Chef-Ebene“ in den Grundwerten und Prinzipien einig, so Zenari. Al-Golani zeigte bei dem Silvestertreffen auch große Anerkennung für das katholische Oberhaupt und seinen Einsatz für den Frieden.

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Die Aufrufe und Taten „zugunsten des Friedens und der notleidenden Völker“ haben den syrischen Machthaber „tief beeindruckt“. Al-Golani, der sich lieber mit seinem bürgerlichen Namen Ahmad al-Sharaa vorstellt, brachte seine Hochachtung für den Papst zum Ausdruck, schreibt Faltas. Die Gespräche zwischen al-Golani und den Vertretern der christlichen Kirchen, einschließlich Faltas, fanden im Präsidentschaftspalast von Damaskus statt, aus dem der langjährige Präsident Baschar al-Assad am 8. Dezember geflüchtet war. Al-Sharaa, auch bekannt als al-Golani, ist ein ehemaliger Islamist, der seit seiner Ernennung als Leiter der Übergangsregierung Zeichen der Versöhnung gegenüber Minderheiten und der internationalen Gemeinschaft setzt. Bei dem Treffen mit den christlichen Führern hob er die bedeutende Rolle der Christen im Wiederaufbau des Landes hervor. „Die syrischen Christen sind eine wichtige und untrennbare Komponente der Geschichte unseres Volkes“, erklärte al-Golani.

Franziskaner mit großem Engagement für den Frieden in Syrien

Das Ziel der neuen Regierung sei es, syrische Flüchtlinge zu einer Rückkehr in ihr Land zu bewegen. So arbeitet Syriens Leiter der Übergangsregierung daran, demokratische Strukturen aufzubauen und die Rechte aller Bewohner zu wahren. „Wir arbeiten für Einheit und Frieden“, zitiert Faltas al-Golani. Diese Vorhaben benötigten Zeit, dennoch sei der neue Machthaber zuversichtlich, „politische und soziale Stabilität“ zu erreichen. Faltas betonte gegenüber al-Golani die Bereitschaft der Franziskaner, am Frieden für die syrische Bevölkerung mitzuwirken. So wolle die Franziskaner-Gemeinschaft die Rechte aller religiösen Minderheiten schützen. Während des Treffens überreichte Pater Faltas als Gastgeschenk die Medaille der Damaskus-Märtyrer und die schriftliche Bitte, den Frieden und die Einheit für die Christen in Syrien zuzusichern. Franz von Assisi sei ebenfalls im Zeichen des Friedens vor 800 Jahren, in den Zeiten der Kreuzzüge, nach Ägypten gereist, um Versöhnung zu stiften.

Der Besuch in Syrien begann für Pater Faltas und seine franziskanischen Mitbrüder am 29. Dezember 2024, dem Tag der Eröffnung des Heiligen Jahres der Hoffnung in den Bistümern der Weltkirche. Wie das Motto des Heiligen Jahres sagt, reisten sie als „Pilger der Hoffnung“ von Jordanien über den Libanon nach Syrien. Dort zeigten sie den von Herausforderungen geplagten Gemeinden Solidarität und Unterstützung. Die gesamte franziskanische Gemeinschaft setzte sich während der gesamten Krise in Syrien für die Unterstützung der Menschen vor Ort ein. Pater Loai Bsharat, Pater Hanna Jallouf und viele andere Franziskaner arbeiten seit Jahren in den Gebieten von Idlib, Aleppo und anderen Regionen unermüdlich daran, die vom Krieg geprägten Gemeinschaften zu unterstützen. Ein großer Schwerpunkt liegt in Idlib. In dieser Region herrscht besonders große Armut und Unsicherheit. Hier setzen sie sich für die christliche Präsenz und den interreligiösen Dialog ein.

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