Wirtschaft & Politik

Requiem: Trump und Selenskyj sprechen über Friedensgespräche

Auch wenn Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vor zu großen Erwartungen an diplomatische Gespräche während des Requiems warnte, bot sich den Politikern eine kurze Gelegenheit zur Unterhaltung. So zeigte das italienische Fernsehen

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Andreas Nachbar
3 min Lesezeit
Requiem: Trump und Selenskyj sprechen über Friedensgespräche
(c) Bildnachweis: Screenshot | YouTube | CNN

Auch wenn Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vor zu großen Erwartungen an diplomatische Gespräche während des Requiems warnte, bot sich den Politikern eine kurze Gelegenheit zur Unterhaltung. So zeigte das italienische Fernsehen Bilder der gegenübersitzenden Staatsmänner Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj. An den Gesprächen beteiligten sich auch der französische Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer. Wie die Staatschefs mitteilten, einigten sie sich am Rande der Totenmesse auf die Fortführung der Friedensgespräche.

Nach Eklat im Oval Office: Friedensgespräche in Rom

Kurz vor der Beerdigungsmesse von Papst Franziskus trafen sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Donald Trump im Petersdom. Ob das im Vorfeld angekündigte Kurztreffen tatsächlich stattfinden würde, war aufgrund der eventuellen Abwesenheit Selenskyjs fraglich. Das 15-minütige Treffen, bei dem sich die Präsidenten gegenüber saßen und intensiv austauschten, sei laut Mitteilung des Weißen Hauses „sehr produktiv“ gewesen. Ähnlich lautete Selenskyjs Fazit, der das Treffen als „sehr symbolisch“ bezeichnete. Nach Angaben des Ukrainers habe das Treffen „Potenzial, historisch zu werden“, sollte man „gemeinsame Ziele erreichen“.

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Noch am Tag zuvor berichtete Donald Trump von Gesprächen zwischen seinem Gesandten Steve Witkoff und Russlands Präsident Wladimir Putin. Nach Aussagen des US-Präsidenten stünden Russland und die Ukraine „sehr kurz vor einer Einigung“. Das Treffen im Petersdom war die erste Begegnung seit dem Gespräch der beiden Regierungschefs im Oval Office des Weißen Hauses, das in einem Eklat endete. Für US-Außenminister Rubio ist diese Woche eine entscheidende. „Diese Woche wird eine sehr wichtige Woche sein, in der wir entscheiden müssen, ob wir uns weiterhin an diesem Projekt beteiligen wollen oder ob es an der Zeit ist, sich auf andere Themen zu konzentrieren, die genauso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger sind“, erhöhte er im US-Fernsehen den Druck auf Russland und die Ukraine. Dennoch gebe es gute Gründe, optimistisch zu sein, so Rubio. „Wir haben echte Fortschritte gemacht, aber die letzten paar Schritte auf diesem Weg werden immer die schwierigsten sein.“

Kurztreffen „sehr produktiv“

Laut dem Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, Steve Cheung, war der Austausch am Rande des Requiems „sehr produktiv“. Der ukrainische Präsident bestätigte dies mit einem weiteren Foto, auf dem auch der britische Premierminister Keir Starmer und der französische Präsident Emmanuel Macron zu sehen waren. Der Sprecher des ukrainischen Präsidenten, Serhii Nikiforov, erklärte, dass Trump und Selenskyj entschieden hätten, die Friedensgespräche fortzusetzen. Auf seinem „X“-Account sprach Selenskyj von einem „guten Treffen“, das „historisch werden könnte, wenn gemeinsame Ergebnisse erzielt werden“. Hier fordert der ukrainische Präsident „einen vollständigen und bedingungslosen Waffenstillstand“ sowie „einen verlässlichen und dauerhaften Frieden, der den Ausbruch eines neuen Krieges verhindert“.

Nach einem Bericht der New York Times war ein Gegenvorschlag der Ukraine zum Vorschlag des Weißen Hauses zur Beendigung des Krieges Teil des kurzen Treffens. Demzufolge sei ein Plan verhandelt worden, der den Einsatz eines „europäischen Sicherheitskontingents“ vorsieht. Dieses wird von den USA unterstützt, ohne jedoch die vollständige Rückgabe der von Russland besetzten Gebiete oder den NATO-Beitritt Kyivs zu erwähnen. Diese zwei Punkte gelten für den ukrainischen Präsidenten seit Langem als „nicht verhandelbar“.

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