StartGlaubenDeutsche bewerten den Synodalen Weg häufiger negativ als positiv

Deutsche bewerten den Synodalen Weg häufiger negativ als positiv

Der Synodale Weg der katholischen Kirche stößt in Deutschland auf breite Skepsis. In einer Umfrage der INSA hält die Bevölkerung den Synodalen Weg mehr für falsch als für richtig. Zugleich ergab die Umfrage, dass junge Menschen mehrheitlich an Gott glauben. Allerdings geht ebenso hervor, dass dieser Glaube nicht nur christlich verortet ist.

Mehrheit junger Erwachsener glaubt an Gott

Die aktuelle INSA-Umfrage unter 2.006 Erwachsenen im September 2025 liefert ein Bild, das dem erwarteten negativen Trend widerspricht. In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen geben 53 Prozent an, an Gott zu glauben. Im Gegensatz dazu verneinen nur 34 Prozent diese Frage. Doch die Umfrage zeigt zugleich, dass dieser Glaube nicht automatisch zu einer starken christlichen Identität führt. Denn nur 38 Prozent der jungen Erwachsenen sehen sich selbst laut Umfrageergebnissen als Christen, 49 Prozent sprechen sich dagegen aus. In der Gesamtgesellschaft ist das Verhältnis ausgeglichener, mit jeweils 44 Prozent Zustimmung und Ablehnung. Auch beim Synodalen Weg zeigt sich eine ambivalente Haltung: Insgesamt halten ihn 16 Prozent für „richtig“, während 19 Prozent ihn für „falsch“ ansehen.

Christliche Prägung bleibt, Mitgliedschaft sinkt

Deutschland ist nach wie vor stark christlich geprägt, doch die Bindung an Kirche und Gemeinschaft nimmt ab. Während 73 Prozent der Befragten angeben, getauft zu sein, gehören nur 45 Prozent noch einer christlichen Kirche an. Besonders deutlich wird diese Lücke bei den Konfessionen: 31 Prozent sind katholisch getauft, aber nur 23,7 Prozent Mitglieder der katholischen Kirche. Bei den Evangelischen sind es 36 Prozent Getaufte gegenüber 21,5 Prozent Mitgliedern.

Der Druck auf die Kirchen zeigt sich auch beim Austritt: 22 Prozent planen in den nächsten zwei Jahren einen Kirchenaustritt, 58 Prozent lehnen ihn ab. Innerhalb der Befragten denken rund ein Drittel der jüngeren Menschen (unter 40 Jahren) häufiger über einen Austritt nach. Selbst wenn ältere Mitglieder bleiben, wird die institutionelle Bindung allein durch den Generationswechsel weiter sinken.

Zugleich zeigt sich jedoch auch ein größeres Interesse bei jungen Menschen, die keiner Kirche angehören. Hier können sich acht Prozent der Befragten vorstellen, in eine christliche Kirche zurückzukehren oder neu einzutreten. Besonders junge Menschen unter 30 Jahren zeigen in der Umfrage mit 16 Prozent großes Interesse am Eintritt in eine christliche Kirche.

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