Bischof Rudolf Voderholzer von Regensburg hat bei einer Audienz bei Papst Leo XIV. Zuspruch für seine Arbeit erhalten. Wie das Bistum Regensburg am Samstag mitteilte, habe der Papst ihn ermutigt, besonders die Gläubigen zu stärken, die der überlieferten Lehre treu bleiben, und sie in Gebet und Nächstenliebe zu fördern. Zudem rief er Voderholzer auf, seine pastoralen Bemühungen in der Evangelisierung fortzuführen.
Evangelisierung Gesprächsthema beim Papst
Bischof Rudolf Voderholzer von Regensburg ist seit 2012 im Amt. 2014 ernannte ihn Papst Franziskus zum Mitglied der Vatikanbehörde für die Glaubenslehre, 2019 wurde er für weitere fünf Jahre bestätigt. Nach seiner Audienz bei Papst Leo XIV. am Samstag gab das Bistum Regensburg einige Details des Gesprächs bekannt: Demnach ermutigte der Papst Voderholzer, besonders die Gläubigen zu stärken, die der überlieferten Lehre treu bleiben, und sie in Gebet und Nächstenliebe zu fördern. Außerdem rief er den Bischof dazu auf, seine pastoralen Bemühungen zur Evangelisierung fortzusetzen.
Inzwischen haben bereits mehrere deutsche Bischöfe persönliche Gespräche mit Papst Leo geführt. Wie die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) berichtet, gehörten in den vergangenen vier Monaten unter anderem Konferenzvorsitzender Georg Bätzing (Limburg), die Erzbischöfe Udo Bentz (Paderborn), Stefan Heße (Hamburg), Reinhard Marx (München und Freising) sowie die Bischöfe Stephan Ackermann (Trier), Bertram Meier (Augsburg), Stefan Oster (Passau) und Heiner Wilmer (Hildesheim) dazu.
Bischof Voderholzer – Kritiker des Synodalen Wegs
Die Diskussionen um den Synodalen Weg spalten die katholische Kirche in Deutschland zunehmend, insbesondere bei Themen wie Frauenordination und Fragen der Homosexualität. Bischof Rudolf Voderholzer zählt innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz zu den Kritikern wesentlicher Reformbeschlüsse. Auch am gemeinsamen Synodalen Ausschuss von Bischöfen und Laienvertretern hat er sich nicht beteiligt. Neben ihm hatten nach mehreren vatikanischen Ermahnungen auch die Bischöfe Stefan Oster, Kardinal Rainer Maria Woelki (Köln) und Gregor Maria Hanke OSB (Eichstätt) den Prozess verlassen.
Nach der Audienz bei Papst Leo XIV. überbrachte Voderholzer Grüße des Bistums Regensburg, stellte die Arbeit des Instituts Papst Benedikt XVI. vor und überreichte aktuelle Publikationen. Der Bischof dankte dem Papst für dessen hohe Wertschätzung für das theologische Werk von Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. Im Gespräch erörterten beide zudem aktuelle theologische Herausforderungen, insbesondere Fragen nach dem Menschenbild im Licht der christlichen Offenbarung. Dabei verglich der Papst die heutige Diskussion um die Anthropologie mit der Christologie des 4. Jahrhunderts als zentralem Ort, an dem sich das Schicksal von Glauben und Kirche entscheidet.
