StartVaticanBarmherzigkeitssonntag: Glaube muss genährt werden – Sonntägliche Eucharistie „unverzichtbar“

Barmherzigkeitssonntag: Glaube muss genährt werden – Sonntägliche Eucharistie „unverzichtbar“

Am Barmherzigkeitssonntag hob Papst Leo XIV. die zentrale Bedeutung der Eucharistie für das christliche Leben hervor. Vor Tausenden Gläubigen auf dem Petersplatz betonte er, dass Glaube nicht selbstverständlich sei, sondern „genährt und gestärkt“ werden müsse. Dies sei insbesondere durch die gemeinsame Feier der sonntäglichen Messe möglich, die die Begegnung mit Christus und der Gemeinschaft ermögliche. Aus diesem Grund sei die sonntägliche Eucharistie unverzichtbar.

Glaube braucht Gemeinschaft und Stärkung

Papst Leo XIV. knüpft in seinen Überlegungen an das Tagesevangelium an, das die Begegnung des auferstandenen Jesus mit dem Apostel Thomas schildert. Acht Tage nach Ostern fordert Jesus ihn darin auf, seine Wunden zu berühren und zum Glauben zu finden (vgl. Joh 20,19–31). Die Szene lade dazu ein, über die eigene Beziehung zum Auferstandenen nachzudenken, erklärte der Papst. Zugleich räumte er ein, dass Glauben nicht immer leicht falle – weder damals für Thomas noch heute für die Gläubigen. Umso wichtiger sei es, den Glauben zu nähren und zu stärken.

Vor rund 18.000 Gläubigen auf dem Petersplatz betonte Leo XIV., die Kirche lade – wie in der biblischen Szene „am achten Tag“, also an jedem Sonntag – dazu ein, gemeinsam die Eucharistie zu feiern. In der Messe, so der Papst, hörten die Gläubigen das Wort Jesu, beteten, bekannten ihren Glauben und teilten die Gaben Gottes in der Gemeinschaft. Zugleich würden sie ihr Leben mit dem Opfer Christi verbinden und durch die Kommunion gestärkt, um als Zeugen der Auferstehung in die Welt gesandt zu werden. Die Messe sei daher immer auch „Aussendung“ und „Mission“, wie es der Katechismus der Katholischen Kirche beschreibt.

Papst an Barmherzigkeitssonntag: Eucharistie als Quelle des Glaubens

Papst Leo XIV. bezeichnete die sonntägliche Eucharistie als „unverzichtbar“ für das christliche Leben. Mit Blick auf seine bevorstehende Afrikareise erinnerte er an die Märtyrer von Abitina, die trotz Todesdrohung an der Feier der Eucharistie festhielten und erklärten, ohne den „Tag des Herrn“ nicht leben zu können. Aus der Eucharistie, so der Papst, schöpften die Gläubigen die Kraft für ihren Glauben. In ihr würden sich menschliche Anstrengungen durch Gottes Gnade zu einem gemeinsamen Wirken vereinen – als Glieder des einen Leibes Christi im Dienst eines Heilsplans, der die gesamte Menschheit umfasse.

Wie der Pontifex weiter ausführte, würden die Gläubigen durch die Eucharistie selbst zu „Händen des Auferstandenen“, die dessen Gegenwart, Barmherzigkeit und Frieden in der Welt bezeugten. Beim anschließenden Regina Coeli rief er dazu auf, gerade in einer von Konflikten geprägten Welt treu und engagiert an der eucharistischen Feier teilzunehmen. Von dort aus könnten die Gläubigen als Zeugen der Liebe und als Träger der Versöhnung in ihren Alltag zurückkehren.

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