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Auftakt der Ulrichswoche: Bischof Meier warnt vor Nachrichten-Abstinenz

Zwischen Nachrichtenflut, Künstlicher Intelligenz und digitalen Filterblasen sieht der Augsburger Bischof Bertram Meier eine wachsende Herausforderung für die Gesellschaft.

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Andreas Nachbar
2 min Lesezeit
Auftakt der Ulrichswoche: Bischof Meier warnt vor Nachrichten-Abstinenz
(c) Bildnachweis: Screenshot | YouTube | Bistum Augsburg

Der Augsburger Bischof Bertram Meier hat davor gewarnt, sich angesichts der Informationsflut im Internet bewusst von Nachrichten zurückzuziehen. Beim Auftakt der Ulrichswoche kritisierte er die zunehmende Verbreitung von Echokammern und Filterblasen im Internet und rief dazu auf, sich kritisch mit Informationen auseinanderzusetzen, persönliche Begegnungen zu pflegen und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

Bischof Meier mahnt zu kritischem Umgang mit Nachrichten statt Verzicht

Der Augsburger Bischof Bertram Meier sieht den Verzicht auf regelmäßige Nachrichten kritisch. Angesichts der Vielzahl an Informationsquellen und der zunehmenden digitalen Vernetzung steige zwar die Zahl der Menschen, die sich bewusst von Nachrichten fernhalten. „Doch es war noch nie sinnvoll, den Kopf in den Sand zu stecken“, sagte Meier.

Statt Informationen aus dem Weg zu gehen, müsse die Gesellschaft diese kritisch prüfen und Verantwortung übernehmen, forderte der Bischof. Besonders die im Internet entstehenden „Echokammern und Filterblasen“ bereiteten ihm Sorgen. Dort bestehe die Gefahr, dass Menschen die Realität ausblenden, sich in Verschwörungsmythen verlieren oder radikale Identitäten entwickeln.

Meier erinnerte daran, dass Menschen soziale Wesen seien und Gemeinschaft sowie Anerkennung suchten. Deshalb dürfe niemand in seinem Umfeld vereinsamen oder sich ausschließlich in der digitalen Welt bewegen. „Setzen wir nicht nur auf digitale Beziehungen, sondern pflegen wir auch weiterhin analoge Begegnungen“, appellierte er.

Als Gegenmittel rief der Bischof zu einem respektvollen Umgang miteinander auf. Sprache, Verhalten und Gestik sollten von gegenseitiger Achtung geprägt sein. Dabei verwies er auf die Worte des Apostels Paulus und dessen Aufruf zu Geduld, Hilfsbereitschaft und dazu, „einander und allen Gutes zu tun“.

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Überforderung durch digitale Informationsflut

Beim Auftakt der Ulrichswoche hat der Augsburger Bischof vor den Herausforderungen der modernen Medienwelt gewarnt. In seiner Predigt kritisierte er, dass die zunehmende digitale Vernetzung und die Geschwindigkeit der Nachrichten viele Menschen überforderten.

„Heute haben nicht wenige von uns den Eindruck, dass die Komplexität der Welt, die digitale Vernetzung auch der Mächtigen dieser Erde und die blitzschnelle Information von allen Winkeln des Planeten den einzelnen Menschen zunehmend überfordern“, sagte Meier.

Der Bischof stellte dabei die Frage, ob Menschen dem ständigen Druck ausgesetzt seien, immer online sein zu müssen. „Müsste ich nicht Tag und Nacht online sein, um nichts zu verpassen und wirklich mitreden zu können?“, fragte er. Gleichzeitig warnte er vor der Gefahr, durch manipulierte Inhalte getäuscht zu werden. Gerade mit Blick auf Künstliche Intelligenz und sogenannte Deepfakes müsse man damit rechnen, „zum Narren gehalten“ zu werden.

Die Ulrichswoche erinnert an den Bistumspatron der Diözese Augsburg. Bischof Meier nutzte den Anlass, um einen bewussteren und kritischeren Umgang mit digitalen Medien anzumahnen.


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