Bischof Bätzing würdigt Papst Franziskus als Menschenfreund
Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) reagierte mit großer Trauer auf den Tod von Papst Franziskus. Der Vorsitzende der DBK und Limburger Bischof, Georg Bätzing, nahm am gestrigen Nachmittag Stellung. Bischof Bätzing

Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) reagierte mit großer Trauer auf den Tod von Papst Franziskus. Der Vorsitzende der DBK und Limburger Bischof, Georg Bätzing, nahm am gestrigen Nachmittag Stellung. Bischof Bätzing würdigt Papst Franziskus als „großen Papst, Menschenfreund und Öffner von Türen“. Besonders hob er dessen Einsatz an den Rändern der Gesellschaft hervor. Seine große Stärke sei seine „Zugewandtheit zu den Menschen“ gewesen, beschrieb Bischof Bätzing den argentinischen Papst.
Papst Franziskus: Menschenfreund, Impulsgeber und umsichtiger Hirte
Der Tod von Papst Franziskus stürzte Katholiken weltweit in tiefe Trauer. Auch in Deutschland ist die Erschütterung über den Verlust spürbar. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz zeigte sich am Nachmittag des Ostermontags tief betroffen: „Mit dem Tod von Papst Franziskus verliert die Kirche einen großen Papst, einen umsichtigen Hirten und einen mutigen Erneuerer des kirchlichen Auftrags“, betonte Bätzing.
Papst Franziskus – der erste Jesuit und Lateinamerikaner an der Spitze der katholischen Kirche – galt mit seinem Anstoß zur Weltsynode als Reformer. Durch seine Menschennähe, die er von Beginn an ausstrahlte, wurde er zum Brückenbauer. Unvergessen bleibt sein Einsatz für Arme, Vergessene und Ausgegrenzte. „In tiefer Trauer verbeugen wir uns vor einem Papst, dem es ein Anliegen war, unter den Menschen zu sein und an die Ränder der Gesellschaft zu gehen“, würdigt Bischof Bätzing.
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Tatsächlich setzte Franziskus während seines Pontifikats mit mehreren apostolischen Schreiben klare Zeichen für eine barmherzigere und offenere Kirche. Mit seinen Enzykliken „Evangelii Gaudium“, „Laudato si’“ und „Fratelli tutti“ sowie seinen Schreiben zu Familie und Jugend setzte er weitreichende Impulse. Bischof Bätzing hebt besonders den „unumkehrbaren Weg einer synodalen Kirche“ hervor, den Franziskus mit den Weltsynoden 2023 und 2024 eingeleitet habe. Er habe starke Akzente gesetzt und „neue Wege des Miteinanders eröffnet“. „Seine Worte und Gesten bleiben uns Verpflichtung und Auftrag“, so der DBK-Vorsitzende.
Abschied in Dankbarkeit
Papst Franziskus wirkte menschennah als Seelsorger und geistlicher Begleiter in einer Zeit globaler Konflikte und Veränderungen. Für viele Gläubige war er ein Beispiel gelebter Nähe, Demut und Menschlichkeit. Immer wieder rief er zum Einsatz für Flüchtlinge, Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit, interreligiösen Dialog und Frieden auf. „Die Realität ist wichtiger als die Idee“, betonte der Bischof von Rom häufig.
Im Hinblick auf diesen Einsatz sagte Bischof Bätzing: „In der Stunde der Trauer und des Abschieds sind wir dankbar für einen Papst, der uns einen lebendigen Glauben vorgelebt und ein neues Bewusstsein für Barmherzigkeit – auch in der Kirche – vermittelt hat.“ Für viele wird dieses Pontifikat als Wendepunkt in Erinnerung bleiben. Durch seine Bescheidenheit, sichtbar auch im bewussten Verzicht auf Prunk, öffnete Franziskus Türen und erreichte selbst kirchenkritische Stimmen. Eine „verbeulte“, aber echte Kirche sei ihm wichtiger gewesen als eine glänzende, betonte Bischof Bätzing. Zum Abschluss würdigte er Papst Franziskus als „Menschenfreund und Menschenfischer“. „Voll Dankbarkeit nehmen wir Abschied von einem Papst, der nicht nur Worte fand, sondern auch Wege ging.“
Über Andreas Nachbar
Redakteur / Autor bei GodMag.
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