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Bischof Timmerevers geht in den Ruhestand – Dresden-Meißen steht vor einem Neubeginn

Nach zehn Jahren an der Spitze des Bistums Dresden-Meißen hat Bischof Heinrich Timmerevers seinen Amtsverzicht erklärt. Papst Leo XIV. hat ihn angenommen. Als Grund nennt der 74-Jährige die zunehmende Kraftanstrengung seines Amtes – nicht äußeren Druck oder gesundheitliche Probleme.

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Andreas Nachbar
3 min Lesezeit
Bischof Timmerevers geht in den Ruhestand – Dresden-Meißen steht vor einem Neubeginn
(c) Screenshot | YouTube | Bistum Dresden-Meißen

Mit dem 2. September 2026 endet eine Ära im Bistum Dresden-Meißen: Papst Leo XIV. hat den Amtsverzicht von Bischof Heinrich Timmerevers angenommen. Der 74-Jährige legt nach zehn Jahren die Leitung der Diözese nieder – aus freiem Entschluss und nach intensivem Gebet, wie er betont. Weder ein äußerer Anlass noch akute gesundheitliche Probleme hätten ihn zu diesem Schritt bewogen. Vielmehr brauche das Bistum eine Leitung mit uneingeschränkter Tatkraft – und die wolle er bewusst in jüngere Hände geben. Mit der Annahme des Rücktritts ist die Sedisvakanz eingetreten; das Domkapitel übernimmt vorübergehend die Leitung und muss innerhalb von acht Tagen einen Diözesanadministrator wählen.

Abschied nach zehn Jahren

Seit dem 27. August 2016 steht Bischof Timmerevers an der Spitze des Bistums Dresden-Meißen. Zuvor war er als Weihbischof des Bistums Münster und als Bischöflicher Offizial in Vechta tätig.

Der Festgottesdienst des langjährigen Diözesanbischofs am kommenden Samstag, 5. September, um 10.30 Uhr in der Dresdner Kathedrale erhält nun eine besondere Bedeutung. Ursprünglich war die Feier als Fest zum 25. Bischofsweihe-Jubiläum von Heinrich Timmerevers geplant. Nach seinem Amtsverzicht wird sie zugleich zu seiner offiziellen Verabschiedung aus dem aktiven Dienst. Im Anschluss an den Gottesdienst ist ein Festakt im Haus der Kathedrale vorgesehen. Die Predigt hält der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Dr. Heiner Wilmer SCJ. Zu den Ehrengästen zählen zahlreiche Bischöfe aus dem In- und Ausland, darunter der Berliner Erzbischof Dr. Heiner Koch, der Erzbischof von Manaus, Leonardo Ulrich Kardinal Steiner OFM, sowie der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Tobias Bilz.

Timmerevers betont, dass seiner Entscheidung weder ein äußerer Anlass noch akute gesundheitliche Probleme zugrunde liegen. Er habe intensiv im Gebet um diesen Schritt gerungen. Die Verantwortung für das Bistum habe viel Kraft gekostet. Zugleich brauche die Diözese weiterhin eine Leitung mit uneingeschränkter Tatkraft. Deshalb wolle er die Verantwortung bewusst in jüngere Hände geben.

Dem Bistum will der emeritierte Bischof dennoch verbunden bleiben. In Dresden, wo er inzwischen zu Hause sei, wird er künftig in einer Mietwohnung leben. Auch im Ruhestand möchte er den Menschen in der Diözese als Seelsorger zur Verfügung stehen.

Suche nach einem Nachfolger beginnt

Mit dem Amtsverzicht von Heinrich Timmerevers ist der Bischofsstuhl von Dresden-Meißen vakant. Für diese sogenannte Sedisvakanz übernimmt zunächst das Domkapitel St. Petri die Leitung des Bistums. Innerhalb von acht Tagen muss es einen Diözesanadministrator wählen. Dieser verfügt über weitreichende Befugnisse, kann jedoch keine grundlegenden oder richtungsweisenden Veränderungen für das Bistum vornehmen.

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Parallel dazu beginnt die Suche nach einem Nachfolger. Dabei will das Domkapitel auch prüfen, in welcher Form der Handlungstext des Synodalen Wegs zur „Einbeziehung der Gläubigen in die Bestellung des Diözesanbischofs“ berücksichtigt werden kann.

Für die Bischofswahl in Dresden-Meißen gelten die Vorgaben des sogenannten Badischen Konkordats. In Rom werden die Empfehlungen des bisherigen Bischofs und die Vorschläge des Domkapitels geprüft.

Auf Grundlage der eingereichten Listen erstellt der Heilige Stuhl schließlich einen Dreiervorschlag, die sogenannte „Terna“. Darin muss mindestens ein Kandidat aus dem Bistum Dresden-Meißen vertreten sein. Aus diesen drei Kandidaten wählt das Domkapitel in freier und geheimer Abstimmung den neuen Bischof. Seine Ernennung erfolgt anschließend durch den Papst.



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Über Andreas Nachbar

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