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„Bleiben und bewahren“: Das Heilige Land im Mittelpunkt des Meetings in Rimini

Zwischen Krieg und Unsicherheit hält die Kirche im Heiligen Land an ihrer Präsenz fest. Beim Katholikentreffen in Rimini geht es um Christen in Gaza und Jerusalem, kleine Zeichen des Dialogs und die Hoffnung auf Frieden.

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Andreas Nachbar
3 min Lesezeit
„Bleiben und bewahren“: Das Heilige Land im Mittelpunkt des Meetings in Rimini
(c) Screenshot | YouTube | meetingdirimini

Das Heilige Land gehört zu den zentralen Themen des 47. Meetings für die Freundschaft unter den Völkern, das vom 21. bis 26. August in Rimini stattfindet. Unter dem Leitwort „L’amor che move il sole e l’altre stelle“ – „Die Liebe, die die Sonne und die anderen Sterne bewegt“ – richtet das Katholikentreffen den Blick auf Krieg, Konflikt und die Zukunft der christlichen Gemeinden in der Region. Zu den Höhepunkten zählen Gespräche mit dem Kustos des Heiligen Landes, Pater Francesco Ielpo OFM, dem Pfarrer von Gaza, Pater Gabriel Romanelli, und dem Lateinischen Patriarchen von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa. Auch Papst Leo XIV. wird die Teilnehmer am 22. August in Rimini treffen.

„Bleiben und bewahren“

Mit einem Konzert des „Yasmeen Choir“ im Teatro Galli beginnt am 21. August das 47. Meeting für die Freundschaft unter den Völkern in Rimini. Der Jugendchor des „Magnificat Institute“ in Jerusalem, einer Musikschule der Kustodie des Heiligen Landes, eröffnet das Treffen. In den folgenden Tagen geht es unter anderem um den Libanon, den israelisch-palästinensischen Konflikt und die Lage der Christen im Heiligen Land.

Am 24. August steht Pater Francesco Ielpo OFM, Kustos des Heiligen Landes, im Mittelpunkt eines Gesprächs über die Bedeutung des Heiligen Landes. Für ihn lässt sich die heutige Präsenz der Christen dort mit zwei Verben beschreiben: „bleiben und bewahren“.

Bleiben bedeute, das Schicksal der Menschen zu teilen, denen die Kirche anvertraut sei, und die Gemeinden auch in schwierigen Zeiten nicht aufzugeben. Bewahren wiederum heiße, eine Hoffnung zu schützen, „die nicht von schnellen politischen oder gesellschaftlichen Erfolgen abhängt“, sondern im Glauben an die Auferstehung Christi gründet.

Diese Haltung zeigt sich nach den Worten Ielpos auch im Alltag der Kirche. Sie unterhält Schulen, unterstützt Familien, Kinder, ältere Menschen und Bedürftige und hält am Gebet fest. Zugleich bemühe sie sich, die kleinen Zeichen von Dialog und Begegnung zu erhalten, die angesichts des Krieges leicht übersehen würden.

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„Wir sind gerufen, an einer verlässlichen Hoffnung und der Möglichkeit geschwisterlichen Miteinanders festzuhalten“, betont Ielpo. Gerade die kleinen „Keime des Dialogs“ gelte es zu pflegen. Sie stünden zwar nur selten im Mittelpunkt der Schlagzeilen, könnten aber „die Tür für den Frieden offen“ halten.

Hoffnung trotz Krieg

Gemeinsam mit Pater Gabriel Romanelli, dem Pfarrer der einzigen römisch-katholischen Gemeinde im Gazastreifen, wird Pater Francesco Ielpo am 24. August über die Bedeutung des Heiligen Landes sprechen. Anschließend stellt sich der Kustos des Heiligen Landes den Fragen von Studenten. Im Mittelpunkt stehen die Situation der christlichen Gemeinden, die Folgen des Krieges und die Frage, woher inmitten der Krise Hoffnung kommen kann.

Auch in den weiteren Gesprächen des Meetings richtet sich der Blick auf die Zukunft der Region. Am 26. August wird Kardinal Pierbattista Pizzaballa, Lateinischer Patriarch von Jerusalem, mit jungen Menschen über die Lage in Jerusalem und die Perspektiven für die Region sprechen. Dabei soll es auch um die Rolle der Christen und ihre Zukunft im Heiligen Land gehen.

Der Blick weitet sich an diesem Tag zugleich auf den Libanon. Im Mittelpunkt steht die Hoffnung auf einen Wiederaufbau nach den Jahren des Konflikts. Zu den Gesprächspartnern gehört der italienische Außenminister Antonio Tajani.


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Redakteur / Autor bei GodMag.

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