Einheit der Christen soll zum Zeichen des Friedens werden
Christen sollen nach den Worten von Papst Leo XIV. in einer von Kriegen und Spaltungen geprägten Welt gemeinsam für Frieden eintreten. Beim Empfang einer Delegation des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel hob er die Bedeutung der ökumenischen Zusammenarbeit und des gemeinsamen Glaubensbekenntnisses von Nizäa hervor.

Angesichts von Kriegen, wachsender Polarisierung und gesellschaftlichen Spaltungen hat Papst Leo XIV. die Bedeutung der christlichen Einheit als Beitrag zum Frieden hervorgehoben. Beim Empfang einer Delegation des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel im Vatikan betonte er, dass versöhnte Christen ein lebendiges Beispiel des Friedens sein und gemeinsam Verantwortung für die Zukunft der Menschheit übernehmen müssten.
Papst würdigt ökumenische Verbundenheit
Der Empfang der Delegation des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel sei für Papst Leo XIV. ein sichtbares Zeichen der engen Verbundenheit zwischen der katholischen und der orthodoxen Kirche gewesen. Er dankte dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. und dem Heiligen Synod für die Entsendung der Vertreter und sprach von einem Ausdruck der „Verbundenheit zwischen unseren Kirchen“.
In seiner Ansprache erinnerte der Papst zudem an seine Teilnahme am Andreasfest im vergangenen Jahr in der patriarchalischen Georgskirche im Phanar in Istanbul. Die Begegnungen mit Patriarch Bartholomaios hätten dazu gedient, „die Freundschaft zu vertiefen“ und den gemeinsamen Weg zur vollen Einheit der Christen weiterzugehen.
Besonders hob Leo XIV. die Feier zum 1700. Jahrestag des Ersten Konzils von Nizäa in İznik hervor, die auf Einladung des Ökumenischen Patriarchen stattfand. Die Zusammenkunft mit Vertretern verschiedener Kirchen und kirchlicher Gemeinschaften sei „ein beredtes Zeugnis für die Gemeinschaft“ gewesen, die bereits alle verbinde, die den Glauben an den dreifaltigen Gott teilen.
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Einheit als Beitrag zum Frieden
Papst Leo XIV. bezeichnete das Glaubensbekenntnis von Nizäa als „Fundament und Leitlinie“ des ökumenischen Weges. Es zeige, dass Einheit auch „in legitimer Vielfalt“ möglich sei. Mit Blick auf das Heilige Jahr 2033 äußerte er den Wunsch, dass alle christlichen Konfessionen den Weg bis zum zweitausendsten Jahrestag der Erlösung gemeinsam gehen.
Angesichts von Kriegen, wachsender Polarisierung sowie kulturellen und sozialen Spaltungen rief der Papst die Christen zu einem gemeinsamen Friedenszeugnis auf. Wenn sie „versöhnt und vereint im Bekenntnis zum einen Glauben“ seien, könnten sie „ein glaubwürdiges Zeichen des Friedens“ setzen und einen wichtigen Beitrag zu den Friedensbemühungen der Menschheit leisten. Zugleich warnte er: „Nicht nur die Glaubwürdigkeit der christlichen Botschaft“ stehe heute auf dem Spiel, „sondern die Zukunft der Menschheit selbst“.
Eine engere Zusammenarbeit der Kirchen sei nach den Worten des Papstes auch bei globalen Herausforderungen wie der Friedensförderung, dem verantwortungsvollen Umgang mit neuen Technologien und der Bewahrung der Schöpfung notwendig. Maßstab allen Handelns müsse die Verantwortung für „das Leben und die Würde jedes Menschen“ sein – insbesondere für die Jüngsten und Bedürftigsten.
Zum Abschluss dankte Leo XIV. der Delegation für ihren Einsatz zugunsten der christlichen Einheit und versicherte ihr sein Gebet unter der Fürsprache der Apostel Petrus und Andreas.
Über Andreas Nachbar
Redakteur / Autor bei GodMag.
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