Christenverfolgung

Erneute Kirchenschändungen in der Erzdiözese Tours

Drei Kirchen der französischen Erzdiözese Tours sind innerhalb weniger Tage Ziel schwerer Verwüstungen geworden. Neben Sachschäden kam es auch zur Entweihung des Allerheiligsten Sakraments.

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Andreas Nachbar
2 min Lesezeit
Erneute Kirchenschändungen in der Erzdiözese Tours
(c) Wikimedia Commons - Public Domain

Erneut sind mehrere katholische Kirchen in Frankreich Ziel von Vandalismus und Schändungen geworden. In der Erzdiözese Tours wurden innerhalb weniger Tage drei Gotteshäuser verwüstet, darunter eine Kirche in Tours selbst. Die Täter beschädigten unter anderem Opferstöcke, brachen einen Tabernakel auf und entweihten das Allerheiligste Sakrament. Die Erzdiözese kündigte daraufhin Sühne-Messen in den betroffenen Kirchen an.

Kirchenschändungen: Erzdiözese beklagt Gewalt und fehlenden Respekt

Betroffen sind Kirchen in Chambray-lès-Tours, Luynes sowie die Kirche der Heiligen Jeanne d’Arc in Tours. Nach Angaben der Erzdiözese wurden unter anderem Opferstöcke geplündert, Türen aufgebrochen, Kelche beschädigt und ein Tabernakel gewaltsam geöffnet. Dabei sei das Allerheiligste Sakrament entweiht worden.

Die Erzdiözese bezeichnete die Vorfälle als „schmerzhafte und verletzende“ Angriffe für die katholische Gemeinschaft. Sie zeigten, „in welchem Maße unsere Gesellschaft von Formen der Gewalt, der Kulturlosigkeit und des Mangels an Bürgersinn durchzogen ist, die Anlass zur Sorge geben“.

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Es handelt sich nicht um die ersten Schändungen dieser Art in der Region. Bereits im November 2024 waren vier Kirchen im Gebiet der Erzdiözese Tours betroffen. Erzbischof Vincent Jordy sprach damals von Menschen, die „manchmal ihren Hass auf die Kirche und auf das, wofür sie stehen könnte, zum Ausdruck bringen wollen“. Der Erzbischof beklagte zudem einen zunehmenden Verlust an Respekt gegenüber religiösen Orten. Solche Taten seien Ausdruck eines „Mangels an Kultur sowie einer Form der Verachtung für die Lebens- und Glaubensbeziehungen der Menschen“, erklärte Jordy.

Bürgermeister verurteilt Angriffe aufs Schärfste

Nach der Schändung einer katholischen Kirche in Chambray-lès-Tours hat Bürgermeister Michel Lamy die Tat scharf verurteilt. Die Vorfälle hätten bei ihm „tiefe Empörung“ ausgelöst und seien „schlichtweg inakzeptabel“, erklärte er. Über soziale Medien betonte Lamy, dass „nichts den Angriff auf eine Kultstätte rechtfertigen“ könne. Die Kirche sei „Teil unseres Erbes“ und habe für viele Menschen in der Gemeinde eine besondere Bedeutung.

Der Bürgermeister veröffentlichte zudem Bilder der Verwüstungen, auf denen unter anderem auf dem Boden verstreute Hostien und weitere Spuren der Schändung zu sehen waren. Er sprach der betroffenen Pfarrgemeinde, dem Priester François Xavier Olayemy Oniossou sowie allen erschütterten Gläubigen seine Unterstützung aus. „Ich verurteile diese Schändung aufs Schärfste“, erklärte Lamy. Der Respekt vor religiösen Orten sei „unabhängig von der jeweiligen Weltanschauung ein grundlegender Wert“ – in Chambray-lès-Tours ebenso wie überall sonst.


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