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Europas größte Marienstatue in Polen geweiht

Mehr als 50 Meter ragt die neue Marienstatue im polnischen Konotopie in den Himmel. Doch bei der Weihe ging es Bischof Krzysztof Wętkowski um weit mehr als um ein monumentales Bauwerk: Die Statue soll Menschen zum Gebet führen und ihren Blick auf Gott lenken.

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Andreas Nachbar
3 min Lesezeit
Europas größte Marienstatue in Polen geweiht
(c) Screenshot | YouTube | Te Deum

Im zentralpolnischen Konotopie ist am Samstag, dem Hochfest Mariä Himmelfahrt, Europas größte Marienstatue feierlich geweiht worden. Das mehr als 55 Meter hohe Monument ist nach den Worten von Bischof Krzysztof Wętkowski nicht nur ein weithin sichtbares Wahrzeichen, sondern vor allem ein Ort des Gebets. „Sie führt uns zu Gott“, betonte der Bischof während der Weihemesse.

Zu Mariä Himmelfahrt: Europas größte Marienstatue geweiht

Bei der Heiligen Messe und der Weihe betonte der Bischof der Diözese Włocławek, dass der Standort der Statue Unserer lieben Frau der Barmherzigkeit bewusst gewählt worden sei. „Der Ort, an dem wir uns befinden, ist kein Zufall; es ist ein Ort, an dem Pilger beten“, sagte Wętkowski. Die monumentale Marienfigur steht in der Nähe einer Kapelle, in der seit Jahrzehnten die Schmerzensmutter verehrt wird. Dorthin kommen Pilger aus den umliegenden Orten.

Die Statue erhebt sich zwischen den Feldern des kleinen Dorfes Konotopie, das knapp 140 Einwohner zählt. Mit ihren rund 55 Metern ist sie etwa 20 Meter höher als die bislang größte Marienstatue Europas bei Miribel in Frankreich. Auch die berühmte Christusstatue in Rio de Janeiro wird von der polnischen Statue überragt. In einer Höhe von mehr als 15 Metern befindet sich zudem eine Aussichtsplattform.

Für Bischof Wętkowski soll die Statue jedoch nicht allein durch ihre Größe beeindrucken. Als „Unsere Liebe Frau der Barmherzigkeit“ soll sie die Gläubigen daran erinnern, ihren Blick über das Irdische hinaus auf Gott zu richten. Maria „führt uns zu Gott“, sagte der Bischof in seiner Predigt.

Marienstatue soll den Blick auf Gott lenken

Bischof Wętkowski stellte die Botschaft der neuen Marienstatue in Konotopie in einen größeren geistlichen Zusammenhang. In seiner Predigt verwies er auf eine Aussage von Papst Leo XIV. in der Basilika Sagrada Família in Barcelona. Der Papst hatte dazu aufgerufen, beim Blick auf den „Turm Jesu Christi“ den Blick auf Christus zu richten, der „die Wahrheit Gottes und die Wahrheit über uns selbst offenbart“.

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Daran knüpfte Wętkowski unmittelbar an: „Hier in Konotopie richten wir unseren Blick nach oben, wir richten unseren Blick auf Maria, die uns zu Gott führt.“ Die „Muttergottes der Barmherzigkeit“ solle die Menschen an Gott erinnern. Mit ausgebreiteten Armen nehme Maria symbolisch die Menschen auf und lade sie ein, „den Blick zu Gott und zum Himmel zu erheben“.

Zugleich warnte der Bischof davor, dass viele Menschen heute ihren Blick ausschließlich auf das Irdische und auf sich selbst richteten. Die Statue solle daher nicht nur ein monumentales Bauwerk sein, sondern die Besucher zum Gebet und zur Hinwendung zu Gott bewegen.

Verbindung zur heiligen Faustina

Auch der Titel „Unsere Liebe Frau der Barmherzigkeit“ hat für die Diözese Włocławek eine besondere Bedeutung. In Świnice Warckie, ebenfalls im Gebiet der Diözese, wurde die heilige Faustina Kowalska geboren, die als Apostelin der Göttlichen Barmherzigkeit verehrt wird. Dort wurde sie zudem getauft und empfing ihre Erstkommunion.

Bischof Wętkowski dankte bei der Weihe den Stiftern und Initiatoren des Monuments, den Eheleuten Grażyna und Roman Karkosik. Sie stifteten die Statue als persönliches Zeichen der Dankbarkeit.

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