Frankreich bereitet sich auf Besuch von Papst Leo XIV. vor
Mit Jugendbegegnungen, großen Gottesdiensten und Botschaften zu Demokratie und Frieden will Papst Leo XIV. bei seinem Frankreich-Besuch Ende September Akzente setzen. Die Vorbereitungen in Paris, Lourdes und Metz laufen bereits auf Hochtouren.

Papst Leo XIV. wird im September erstmals in seinem noch jungen Pontifikat Frankreich besuchen. Wie der Pariser Erzbischof Laurent Ulrich bestätigte, führt die Apostolische Reise den Papst am 25. und 26. September nach Paris, wo Begegnungen mit Jugendlichen, Geistlichen und Gläubigen sowie eine große Freiluftmesse geplant sind. Weitere Stationen der Reise sind Lourdes und Metz. Nach Angaben der französischen Kirche will Leo XIV. dabei insbesondere Impulse zu Demokratie, Menschenrechten und Friedenssicherung setzen.
Bischof Jordy freut sich auf den Papstbesuch
Die katholische Kirche in Frankreich bereitet sich nach den Worten von Erzbischof von Tours, Vincent Jordy, „mit großer Freude“ auf den Besuch von Papst Leo XIV. Ende September vor. Zwar liege die organisatorische und geistliche Messlatte nach den jüngsten Papstereignissen in Madrid und Barcelona hoch, doch die Vorfreude auf die Apostolische Reise sei groß.
Im Mittelpunkt des Aufenthalts in Paris werde ein großes Treffen mit Jugendlichen stehen. Dieses solle an die Weltjugendtage unter Papst Johannes Paul II. anknüpfen und jungen Menschen Raum für Begegnung und Glaubensvertiefung bieten. Anschließend sei ein Gottesdienst für die Gläubigen vorgesehen. Nach Angaben Jordys stehe der Paris-Besuch zudem in engem Zusammenhang mit den Beratungen der französischen Bischöfe über die Rolle von Neu- und Wiedereingetretenen in der Kirche.
In Lourdes wird Leo XIV. mit der französischen Bischofskonferenz zusammentreffen. Darüber hinaus ist eine große Feier unter freiem Himmel am bekannten Wallfahrtsort geplant. Die letzte Station der Reise führt den Papst nach Metz im Osten Frankreichs.
Jordy hob insbesondere die politische und gesellschaftliche Dimension des Besuchs hervor. Der aus den USA stammende Papst wolle Europa wichtige Impulse zu „Demokratie, Menschenrechten und Friedenssicherung“ vermitteln. Angesichts der gegenwärtigen internationalen Spannungen und des Wettbewerbs der großen Machtblöcke USA, China und Russland komme dieser Botschaft „herausragende Bedeutung“ zu, betonte der Erzbischof.
Begegnung mit Jugendlichen und Geistlichen
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Das detaillierte Programm der Frankreich-Reise von Papst Leo XIV. nimmt Gestalt an. Am 25. September wird der Papst in der Kathedrale Notre-Dame de Paris eine Vesper feiern. Ulrich würdigte dabei auch die „pastorale und väterliche Fürsorge“ des Papstes für die Katholiken in Frankreich und bezeichnete die Auswahl von Paris als besondere Ehre. „Dass Papst Leo sich entschieden hat, im Rahmen seiner Reise hierher zu kommen, ehrt uns und verpflichtet uns“, betonte der Erzbischof.
Zugleich rief er die Gläubigen dazu auf, den Besuch nicht nur organisatorisch, sondern auch geistlich vorzubereiten. Die Kirche von Paris müsse „mit ganzem Herzen daran arbeiten“, die Voraussetzungen für eine Begegnung zu schaffen, die über die Grenzen der eigenen Diözese hinauswirke.
Vor der Vesper in Notre-Dame wird Leo XIV. zudem mit Priestern, Diakonen, Ordensleuten und Seminaristen aus ganz Frankreich zusammentreffen. „Der Heilige Vater wird euch entgegenkommen“, kündigte Ulrich an. Der Abend werde anschließend einer Begegnung mit jungen Menschen gewidmet sein.
Aufruf zur Unterstützung und zum Gebet
Mit Blick auf die Freiluftmesse von Papst Leo XIV. am 26. September im Zentrum von Paris rief Erzbischof Laurent Ulrich die Gläubigen zur Teilnahme auf. Er lade alle ein, sich der Feier „entweder durch ihre Anwesenheit, sofern es ihnen möglich ist, oder durch das Gebet“ anzuschließen, erklärte der Pariser Erzbischof.
Zugleich verwies Ulrich darauf, dass zahlreiche organisatorische Fragen noch geklärt werden müssten. Die Gläubigen seien eingeladen, sich bereits jetzt an den Vorbereitungen zu beteiligen. Insbesondere bat er um finanzielle Unterstützung, um die Unterbringung und Betreuung der vielen erwarteten Pilger sicherzustellen.
Darüber hinaus appellierte der Erzbischof an die Katholiken, die Vorbereitungen geistlich zu begleiten. „Ich bitte euch vor allem, euch dieser Vorbereitung im Gebet anzuschließen“, erklärte er. Die Fürbitte gelte sowohl dem Heiligen Vater als auch den zahlreichen Helfern, die an der Organisation der Papstreise mitwirken.
Über Andreas Nachbar
Redakteur / Autor bei GodMag.
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