Gebete

Gebetsanliegen im Juni: Sport als Ort der Begegnung und Geschwisterlichkeit

Sport ist nach den Worten von Papst Leo weit mehr als Wettkampf und körperliche Leistung. In seinem Gebetsanliegen für den Monat Juni würdigt er den Sport als Schule der Gemeinschaft und als Weg des Friedens.

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Andreas Nachbar
4 min Lesezeit
Gebetsanliegen im Juni: Sport als Ort der Begegnung und Geschwisterlichkeit
(c) Screenshot | YouTube | Vatican News

Sport ist nach den Worten von Papst Leo weit mehr als Wettkampf und körperliche Leistung. In seinem Gebetsanliegen für den Monat Juni würdigt der Pontifex den Sport als Ort der Begegnung, der Freundschaft und des friedlichen Miteinanders. In einer am Dienstag veröffentlichten Videobotschaft ruft er dazu auf, Fairness, Respekt und Geschwisterlichkeit in den Mittelpunkt sportlichen Handelns zu stellen und den Sport als universelle Sprache der Verständigung zwischen Menschen und Völkern zu verstehen.

Sport als Schule der Gemeinschaft

Mit seinem Gebetsanliegen für den Monat Juni nimmt Papst Leo XVI. ein Thema in den Blick, das ihm persönlich viel bedeutet: den Sport. In einer am Dienstag vom Vatikan veröffentlichten Videobotschaft betont er, dass sportlicher Erfolg nicht allein an Siegen gemessen werden dürfe. Entscheidend seien vielmehr Gemeinschaft, Respekt und das Bewusstsein, Teil eines größeren Teams zu sein.

Zu Beginn seiner Botschaft dankt der Papst dem „Herrn des Lebens“ für das Geschenk des Sports, für die Freundschaften, die auf dem Spielfeld entstehen, und für die Freude am gemeinsamen Spiel. Sport könne Menschen verbinden und wichtige Werte vermitteln.

Außerdem erinnert Leo daran, dass niemand seinen Weg allein gehen könne. „Im Leben wie im Spiel“ brauche der Mensch andere, um zu wachsen, Respekt zu lernen und Herausforderungen zu meistern. Gemeinsame Erfolge seien deshalb immer auch Ausdruck gelebter Gemeinschaft.

Die Vorstellung vom Sport als Instrument des Friedens hat eine lange Tradition. Bereits in der Antike sorgte der sogenannte Olympische Frieden dafür, dass während der Olympischen Spiele die Waffen schwiegen und Athleten sowie Besucher sicher reisen konnten. Sport wurde so zu einer Brücke des Dialogs und des friedlichen Zusammenlebens.

Weg des Friedens, nicht der Gewalt

Weiter wirbt der sportbegeisterte Pontifex für einen Sport, der Menschen zusammenführt, statt sie gegeneinander auszuspielen. Er wendet sich gegen eine Kultur der „sinnlosen Rivalität“ und beschreibt den Sport als „Schule der Geschwisterlichkeit“, als „Ort der Begegnung statt der Ausgrenzung“ sowie als „Weg des Friedens und nicht der Gewalt“.

Nach den Worten des Pontifex besitzt der Sport das Potenzial, zu einer universellen Sprache zu werden, die Kulturen miteinander verbindet und Völker einander näherbringt. Auf dem Spielfeld könnten Werte wie Respekt, Solidarität und persönliches Wachstum eingeübt werden, die weit über den sportlichen Wettbewerb hinaus Bedeutung haben.

In seinem Gebet zeichnet Leo das Bild eines Sports, der nicht trennt, sondern verbindet. Fairness, Zusammenhalt und gegenseitige Achtung seien Tugenden, die im Wettkampf erlernt und in die Gesellschaft hineingetragen werden könnten.

Zum Abschluss richtet der Papst eine Bitte an Christus: Jede Sportart möge zu einem Gleichnis für das Leben mit Gott werden – geprägt von Einsatz und Freude, von Demut in der Niederlage und Dankbarkeit im Sieg. Der Geist Gottes möge die Menschen zu „einem einzigen Team“ formen, das Gemeinschaft und Geschwisterlichkeit fördert.

Das Gebet im Wortlaut

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Herr des Lebens,

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wir danken dir für das Geschenk des Sports,
für alle, die dich durch den Einsatz ihres Körpers verherrlichen,
für die Freundschaften, die auf dem Spielfeld entstehen,
und für die Freude, als Mannschaft zusammenzuspielen.

Du lehrst uns, dass im Leben wie im Spiel
niemand allein gerettet wird.

Wir brauchen einander, um zu wachsen,
Respekt zu lernen, unsere Grenzen zu überwinden
und gemeinsam die errungenen Siege zu feiern.

Wir bitten dich, dass der Sport immer
eine Schule der Geschwisterlichkeit und nicht der leeren Rivalität sei,
ein Ort der Begegnung und nicht der Ausgrenzung,
ein Weg des Friedens und nicht der Gewalt.

Mögen alle, die spielen, trainieren oder anfeuern,
im Sport eine universelle Sprache entdecken,
die Kulturen verbindet, Völker vereint
und Respekt, Solidarität und persönliches Wachstum fördert.

Herr Jesus,

lass jeden Sport zu einem Gleichnis für ein Leben mit dir werden:
mit Freude und Einsatz zu wirken,
Niederlagen in Demut anzunehmen
und Siege dankbar zu empfangen,
im Bewusstsein des Sieges, den du uns durch deine Auferstehung geschenkt hast.

Möge dein Geist uns niemals fehlen,
damit wir als ein Team, vereint mit dir,
Gemeinschaft und Geschwisterlichkeit in unserer Welt aufbauen.

Amen.



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