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Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu

Zum Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu lädt Frater Patrice Eugene Rakotoniaina SCJ dazu ein, die unendliche Liebe Christi neu zu entdecken. Im Geist der heiligen Margareta Maria Alacoque zeigt er, wie Verweilen, Vertrauen und liebende Hingabe unser Herz verwandeln und zu Hoffnungsträgern in einer verwundeten Welt machen können.

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Redaktion
3 min Lesezeit
Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu
(c) Wikimedia Commons - Elcom.stadler - CC BY-SA 4.0

im Geist der heiligen Margareta Maria Alacoque

Liebe Geschwister im Herzen Jesu,

das Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu führt uns in die Mitte des Evangeliums: zur unendlichen Liebe Gottes, die in Jesus Christus sichtbar geworden ist. Für uns als Herz-Jesu-Priester ist dieses Fest nicht nur eine liturgische Feier, sondern eine Erneuerung unserer Berufung, aus dem Herzen Christi zu leben und zu wirken.

Die heilige Margareta Maria Alacoque, die auch meine Lieblingsheilige ist, empfing in Paray-le-Monial jene Offenbarungen, in denen Jesus sein Herz zeigte – ein Herz, das vor Liebe zu den Menschen brennt und zugleich durch Gleichgültigkeit, Undankbarkeit und Sünde verwundet wird. Seine Worte sind bis heute aktuell: „Siehe dieses Herz, das die Menschen so sehr geliebt hat.“

Das Herz Jesu ist kein bloßes Symbol frommer Frömmigkeit. Es ist Ausdruck der ganzen Person Christi. In seinem Herzen begegnen sich göttliche Liebe und menschliches Mitgefühl, Barmherzigkeit und Wahrheit, Hingabe und Treue. Wer auf das Herz Jesu schaut, erkennt, wie Gott den Menschen liebt: bedingungslos, geduldig und bis zum Äußersten.

Für uns alle und für uns als Herz-Jesu-Priester liegt darin eine besondere Einladung. Unser Dienst kann leicht von Aktivität, Erwartungen und Herausforderungen geprägt sein. Doch das Herz Jesu erinnert uns daran, dass Fruchtbarkeit nicht zuerst aus Leistung entsteht, sondern aus der innigen Verbindung mit Christus. Nur wer selbst vom Herzen Jesu geliebt wird und aus dieser Liebe lebt, kann glaubwürdiger Zeuge dieser Liebe sein.

Die heilige Margareta Maria lehrt uns drei Haltungen:

Erstens: Verweilen.
Sie verbrachte viele Stunden in der Anbetung. Dort lernte sie, auf die Stimme des Herrn zu hören. Auch wir brauchen Zeiten der Stille vor dem Allerheiligsten, um unser Herz vom Herzen Jesu formen zu lassen.

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Zweitens: Vertrauen.
Trotz Missverständnissen und Prüfungen hielt sie an der Gewissheit fest, dass Christus sie führt. Das Herz Jesu lädt auch uns ein, unsere Sorgen, Enttäuschungen und Grenzen in seine Hände zu legen. Sein Herz bleibt offen, auch wenn menschliche Sicherheiten schwinden.

Drittens: Sühne und Liebe.
Margareta Maria erkannte den Schmerz Christi über die Gleichgültigkeit vieler Menschen. Sühne bedeutet nicht düstere Selbstanklage, sondern liebende Antwort auf die Liebe Gottes. Jede Eucharistie, jedes Opfer des Alltags, jede geduldige Begegnung kann zu einer Antwort der Liebe werden.

Gerade in unserer Zeit brennt die Welt, herrschen Kriege und Ungerechtigkeit. Nun sehnen sich viele Menschen nach Annahme, Heilung und Orientierung und vor allem Frieden. Das Herz Jesu ist die Antwort auf diese Sehnsucht. Es brennt für uns und Es zeigt einen Gott, der nicht fern bleibt, sondern den Menschen nahekommt, seine Wunden berührt und ihm neues Leben schenkt. Ja und diese Hoffnung bleibt für uns und für die ganze Welt.

Bitten wir an diesem Hochfest, dass unser eigenes Herz dem Herzen Christi ähnlicher werde: demütig, barmherzig, offen und bereit zu dienen. Möge die Botschaft der heiligen Margareta Maria auch heute neu in uns lebendig werden, damit wir Werkzeuge der Liebe Gottes für die Menschen unserer Zeit sind.

Herr, lass uns denken und wollen wie du. Schaffe in uns ein neues Herz, und schenke uns einen neuen Geist, so dass wir eine offene Tür sind für Gott und die Menschen. Gebrauche du alles, was wir sind und haben, nach deinem Willen. Und dann lass uns immer mehr werden, wie du bist, so dass wir mithelfen, die Welt zu erlösen und zu erneuern. Amen.“1

Heiligstes Herz Jesu, wir vertrauen auf Dich. Amen.

Vivat Cor Iesu, per Cor Mariae

Frater Patrice Eugene Rakotoniaina Scj.

1 Thesaurus SCJ, Gebetbuch der Herz-Jesu-Priester (Dehonianer), S. 18. Hingabegebet Nr. 11

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