Papst Leo XIV. hat das Leitwort für den diesjährigen Welttag der Großeltern und Senioren bekannt gegeben: „Ich vergesse dich nicht“ (Jes 49,15). Der Gedenktag, der in diesem Jahr mit dem Fest der Großeltern Jesu zusammenfällt, soll ältere Menschen ermutigen, Trost spenden und ihre unverzichtbare Rolle in Familien und Gemeinschaften hervorheben. Zugleich lädt der Papst dazu ein, Generationen miteinander ins Gespräch zu bringen und der Einsamkeit im Alter aktiv zu begegnen.
Papst über Senioren: „Kostbarer Schatz und Segen“
Das Leitwort aus dem Buch Jesaja richtet sich besonders an ältere Menschen, die sich einsam oder von der Gesellschaft vergessen fühlen, und soll ihnen Trost spenden. Gleichzeitig erinnert es Familien und Gemeinden daran, Senioren als „kostbaren Schatz und Segen“ zu achten und aktiv in das Gemeinschaftsleben einzubeziehen.
Der Welttag der Großeltern und Senioren wurde 2021 von Papst Franziskus eingeführt und wird jährlich am vierten Julisonntag begangen. In diesem Jahr fällt er auf den 26. Juli – ein besonderer Tag im Kirchenkalender, da an diesem Datum auch das Fest der Heiligen Joachim und Anna, der Großeltern Jesu, gefeiert wird.
Zum diesjährigen Welttag der Großeltern und Senioren ruft Papst Leo XIV. die Gläubigen weltweit dazu auf, den Tag mit feierlichen Eucharistiefeiern in den Kathedralen jeder Diözese zu begehen. Nach Angaben des Vatikans bietet der Tag die Gelegenheit, „den Senioren die Nähe der Kirche spürbar zu machen und ihren Beitrag für Familien und Gemeinschaften zu würdigen“.
Welttag der Großeltern und Senioren: Hoffnung nicht verlieren
Beim vergangenen Welttag der Senioren rief Papst Leo XIV. dazu auf, die Generationen stärker miteinander ins Gespräch zu bringen und der „Wegwerfkultur“ entgegenzuwirken, die ältere Menschen oft an den Rand drängt. Im Jubiläumsjahr erinnerte er daran, dass „Hoffnung eine Quelle der Freude ist, in jedem Alter“. Zugleich betonte er: „Die Zerbrechlichkeit der Alten braucht die Kraft der Jungen, aber auch die Unerfahrenheit der Jungen das Zeugnis der Alten, um die Zukunft weise zu gestalten.“
Der Papst ermutigte die Gläubigen, „die Mauern der Gleichgültigkeit einzureißen, die oft die Älteren einsperren“, und sich aktiv dafür einzusetzen, Einsamkeit und Verlassenheit im Alter zu lindern. An die Großeltern und Senioren gewandt, ermutigte er sie, die Hoffnung nicht zu verlieren – selbst in jenen Momenten, in denen sie ihren Blick mehr in die Vergangenheit als in die Zukunft richten.
„Wir haben eine Freiheit, die uns keine Mühe nehmen kann: die des Liebens und Betens. Wir können alle, immer, lieben und beten“, betonte Leo. Weiter führte er aus, dass die Liebe zu den Angehörigen – sei es zum Ehepartner, zu den Kindern oder zu den Enkeln – auch im Alter nicht vergeht. Im Gegenteil, diese Zuneigung könne neue Kraft schenken sowie Hoffnung und Trost spenden. „Deshalb“, so Leo, „lasst uns besonders im hohen Alter im Vertrauen auf den Herrn beharren.“
