StartGlaubenKardinal Marx deutlich: „Der Krieg ist das schlimmste Unglück auf Erden“

Kardinal Marx deutlich: „Der Krieg ist das schlimmste Unglück auf Erden“

Mit eindringlichen Worten verurteilte der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, die Kriege in aller Welt. In einer Predigt im Pfarrverband Haidhausen rief er die Gläubigen dazu auf, angesichts von Gewalt, Lüge und Unwahrhaftigkeit nicht zu resignieren, sondern Zeichen der Hoffnung zu setzen. Dabei machte Marx deutlich: Krieg sei das größte menschliche Unglück, zerstöre Moral und hinterlasse Hass und Gewalt über Generationen hinweg. Dennoch lasse Gott die Menschen nicht allein.

Krieg „der große Zerstörer“

Der Münchner Reinhard Marx hat Gläubige aufgerufen, angesichts der aktuellen weltweiten Konflikte nicht zu resignieren. Beim Gottesdienst in der Münchner Pfarrkirche Sankt Johann Baptist betonte er, dass das Volk Gottes in einer von Lüge, Unwahrhaftigkeit und Gewalt geprägten Welt Zeichen der Hoffnung setzen müsse.

Gleichzeitig kritisierte Marx, dass Krieg heute scheinbar zum normalen Mittel der Politik werde. „Krieg ist das schlimmste Unglück, das auf Erden geschehen kann“, erklärte er. In diesem Zusammenhang gab er einen Einblick in sein persönliches Umfeld und verwies auf die Erfahrungen seines Vaters, der selbst zwölf Jahre im Krieg und anschließend in russischer Gefangenschaft war. Krieg zerstöre die Moral der Menschen. „Natürlich gibt es Freundschaften und Solidarität im Einzelnen, aber insgesamt ist Krieg der große Zerstörer“, so der Kardinal. Er warnte, dass Hass und Gewalt über Generationen weitergegeben werden und sich wiederholen könnten.

Weiter erklärte Marx, dass die „ganze Kette von Gewalt, Krieg, Hass und Sünde“ ihren Anfang in Lüge und Misstrauen nehme. Dieses Muster lasse sich auch heute erkennen, Verschwörungstheorien lieferten dafür einen aktuellen Beleg, so der Münchner Kardinal. „Wir leben in einer Welt, die nicht heil ist“, fasste Marx zusammen. Als Christ lebe man jedoch in der Hoffnung und wisse, dass man handeln könne. Es gelte, sich nicht den Mächten von Lüge, Unwahrhaftigkeit und Gewalt zu unterwerfen.

Hoffnung statt Gewalt: Marx ruft zur Besonnenheit auf

Der Kardinal betonte, dass es möglich sei, miteinander in Beziehung zu treten, ohne dass der eine den anderen beherrscht oder unterwirft. Daher sei es entscheidend, dass die Kirche weltweit die Botschaft der Hoffnung aufrechterhalte: Gott lasse die Menschen nicht allein. Die Rettung der Welt geschehe nicht durch Gewalt, Machtspielchen, Selbstgerechtigkeit oder Lügen, sondern durch Jesus, den Retter.

Marx bezog sich zugleich auf die aktuelle Lage in der Welt. Nachdem die öffentliche Aufmerksamkeit in den letzten Jahren vom Ukraine-Krieg und einem brutalen Konflikt im Heiligen Land geprägt war, rückt nun der Iran erneut in den Fokus. Die USA und Israel hatten Angriffe auf das Land durchgeführt, das im Gegenzug mit Angriffen auf Israel sowie auf arabische Staaten mit US-Militärstützpunkten reagierte – darunter fast alle Staaten der arabischen Halbinsel. Vertreter der US- und der israelischen Regierung rechtfertigten die Militäreinsätze als Präventivkrieg.

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