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Kardinal Pizzaballa: Taufe Jesu als Zeichen christlicher Einheit

Jordanien bereitet sich auf ein außergewöhnliches Jubiläum vor: 2030 jährt sich die Taufe Jesu Christi am Jordan zum 2.000. Mal. Kardinal Pierbattista Pizzaballa sieht darin ein weltweites Zeichen der Einheit der Christen.

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Andreas Nachbar
2 min Lesezeit
Kardinal Pizzaballa: Taufe Jesu als Zeichen christlicher Einheit
(c) Bildnachweis: Beitragsbild @ mboesch - Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Mit einer großen Jubiläumsinitiative bereitet sich Jordanien auf das Jahr 2030 vor: Dann jährt sich die Taufe Jesu Christi an der Taufstätte Al-Maghtas am Jordan zum 2.000. Mal. Gemeinsam mit König Abdullah II. und den Oberhäuptern der christlichen Kirchen stellte Kardinal Pierbattista Pizzaballa das Jubiläum als Aufruf zu geistlicher Erneuerung und ökumenischer Einheit in einer Zeit weltweiter Krisen und Spaltungen vor.

Auftakt für „Initiative 2030“

Jordanien hat offiziell mit den Vorbereitungen auf das 2.000-Jahr-Jubiläum der Taufe Jesu begonnen. Wie das christliche Portal Abouna berichtete, gaben Kirchenvertreter gemeinsam mit König Abdullah II. am Montag den Startschuss für die „Initiative 2030“. Das Jubiläum soll an der traditionellen Taufstelle Jesu am Jordan groß gefeiert werden.

König Abdullah II. erklärte, im Mittelpunkt der Vorbereitungen stünden der Ausbau der Infrastruktur sowie bessere Dienstleistungen für Pilger und Besucher der heiligen Stätte. Zudem eröffnete der Monarch zum Auftakt eine internationale orthodoxe Universität in Al-Maghtas. Die neue Einrichtung solle die symbolische Bedeutung des Ortes stärken und zugleich die Rolle Jordaniens als Modell für „Mäßigung und interreligiöse Harmonie“ unterstreichen.

Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, bezeichnete das bevorstehende Jubiläum als Anlass für „geistliche Erneuerung“ und eine Wiederentdeckung der Bedeutung der Taufe.

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Taufe Jesu: Aufruf zur Einheit

Bei dem Treffen in Jordanien standen nach Angaben der katholischen Nachrichtenagentur „Sir“ die geplanten Feierlichkeiten zum 2.000-Jahr-Jubiläum der Taufe Jesu im Mittelpunkt. Vertreter des Rates der Kirchenoberhäupter in Jordanien stellten dabei erste Initiativen für das Jubiläumsjahr 2030 vor. Zudem wurde über den Stand der Vorbereitungen an der historischen Taufstätte sowie über den Ausbau der Infrastruktur und der Dienstleistungen für Pilger beraten.

Kardinal Pierbattista Pizzaballa hob in seiner Ansprache die weltweite geistliche Bedeutung des Jubiläums hervor. Die Taufe Jesu sei „ein starkes Zeichen der Einheit der Christen“ und markiere zugleich „den Beginn der Mission Christi und unseres neuen Lebens in ihm“. Der Weg bis 2030 dürfe deshalb nicht nur als historisches Gedenken verstanden werden, sondern als „Aufruf zur geistlichen Erneuerung“ und zur Wiederentdeckung der eigenen Taufberufung.

Das Jubiläumsjahr könne, so Pizzaballa weiter, „zu einem starken Zeichen der Einheit für die ganze Welt werden“. Trotz aller Unterschiede seien Christen „in einer Taufe, einem einzigen Glauben und einem einzigen Gott vereint“. Gerade angesichts von Krisen, Spaltungen und Leid seien die Christen heute aufgerufen, Versöhnung, Zusammenarbeit und „brüderliche Liebe“ glaubwürdig vorzuleben.


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