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Kardinal Zuppi auf Friedensmission in der Ukraine

Mit einem Besuch in einem ukrainischen Gefangenenlager hat Kardinal Matteo Maria Zuppi seine zweite Reise in das vom Krieg gezeichnete Land begonnen. Der päpstliche Friedensgesandte setzt seine diplomatischen und humanitären Bemühungen fort.

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Andreas Nachbar
2 min Lesezeit
Kardinal Zuppi auf Friedensmission in der Ukraine
(c) Wikimedia Commons - Rasal Hague - CC BY-SA 4.0

Kardinal Matteo Maria Zuppi ist zu einer viertägigen Reise in die Ukraine eingetroffen. Im Mittelpunkt des Besuchs des päpstlichen Friedensgesandten stehen humanitäre Anliegen wie der Austausch von Gefangenen, die Rückführung verschleppter ukrainischer Kinder und die Unterstützung diplomatischer Bemühungen um ein Ende des Krieges. Zum Auftakt besuchte der Vorsitzende der Italienischen Bischofskonferenz ein Gefangenenlager in der Region Lwiw und traf dort mit inhaftierten Soldaten zusammen.

Auftakt im Gefangenenlager

Der Besuch Kardinal Matteo Maria Zuppis begann in der Haftanstalt Zachid-1 in der Region Lwiw. In der ehemaligen sowjetischen Einrichtung sind Kriegsgefangene untergebracht, die auf russischer Seite gekämpft hatten. Gemeinsam mit dem Apostolischen Nuntius in der Ukraine, Erzbischof Visvaldas Kulbokas, und dem ukrainischen Botschafter beim Heiligen Stuhl, Andrii Yurash, besichtigte der Kardinal die Unterkünfte, die Krankenstation sowie die Gefängniskapelle.

Yurash bezeichnete den Besuch als Zeichen der Transparenz. Die Offenheit der Einrichtung belege die Einhaltung internationaler Standards durch die Ukraine und unterstreiche deren „Bereitschaft zum Dialog“, schrieb der Botschafter in den sozialen Medien.

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Während des Rundgangs sprach Zuppi mit den Gefangenen, unter denen sich neben russischen Staatsangehörigen auch Angehörige weiterer Nationen befinden. Er überreichte ihnen kleine Geschenke, darunter ein Bild der Salus Populi Romani sowie einen Schlüsselanhänger mit dem päpstlichen Wappen. Dieser solle, so der Kardinal, Hoffnung schenken: „Dass Sie bald den Hausschlüssel benutzen können, um Ihr Heim zu öffnen und Ihre Lieben zu umarmen.“ Zugleich versicherte er den Inhaftierten, Papst Leo XIV. bete „für den Frieden und ein baldiges Ende des Krieges“.

Fortsetzung einer Friedensmission

Die Reise knüpft an Zuppis Friedensmission aus dem Sommer 2023 an. Im Auftrag des Papstes war der Kardinal damals zunächst nach Kyiv gereist und hatte in den folgenden Monaten Gespräche in Moskau, Washington und Peking geführt. Im Mittelpunkt der vatikanischen Initiative stehen humanitäre Anliegen wie die Freilassung von Kriegsgefangenen, die Rückführung aus Russland verschleppter ukrainischer Kinder sowie die Überführung gefallener Soldaten.

Den Abschluss seines Besuchs in der Haftanstalt bildete ein gemeinsames Gebet in der Gefängniskapelle. Dabei ermutigte Zuppi die Anwesenden, trotz der Erfahrungen des Krieges „die Hoffnung auf einen Neuanfang“ nicht aufzugeben. Zugleich mahnte er, „dem Hass keinen Raum zu geben“, und bekräftigte damit die Friedensbotschaft, die seine Reise durch die Ukraine prägt.

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