Glauben

Karwoche eröffnet: Bischof Meier betont Kreuzesnachfolge und Lebenssinn

Mit einem feierlichen Pontifikalamt am Palmsonntag hat im Augsburger Dom die Karwoche begonnen. Bischof Dr. Bertram Meier segnete zu Beginn die Palmzweige und führte die Gläubigen in einer Prozession durch

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Andreas Nachbar
2 min Lesezeit
Karwoche eröffnet: Bischof Meier betont Kreuzesnachfolge und Lebenssinn
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Mit einem feierlichen Pontifikalamt am Palmsonntag hat im Augsburger Dom die Karwoche begonnen. Bischof Dr. Bertram Meier segnete zu Beginn die Palmzweige und führte die Gläubigen in einer Prozession durch das Mittelschiff, die an den Einzug Jesu in Jerusalem erinnerte. In seiner Predigt stellte der Bischof den Sinn der Karwoche in den Mittelpunkt: Das Leben als Christ sei geprägt von Spannung zwischen „Bangen und Hoffen, zwischen Angst und Freude, zwischen Tod und Leben“ – und das Kreuz sei dabei unverzichtbar. Als Vorbild für gelebte Kreuzesnachfolge erinnerte er an den seligen Pater Rupert Mayer.

Bischof Meier: Kreuzesnachfolge als Lebensweg

Zum Auftakt der Karwoche hat Bischof Bertram Meier am Palmsonntag im Augsburger Dom die zentrale Bedeutung dieser besonderen Woche hervorgehoben. In seiner Predigt betonte er, dass Christen den wahren Sinn ihres Lebens nicht in fernen Urlaubsorten wie Florida oder Mallorca finden, sondern darin, als Jünger Christi seinen Spuren zu folgen. Dabei müssten sie die Spannungen des Lebens aushalten – zwischen „Bangen und Hoffen, zwischen Angst und Freude, zwischen Tod und Leben“. Ein unverzichtbarer Bestandteil dieses Weges sei das Kreuz: Ohne Karfreitag gebe es kein Ostern, ohne Kreuz keine Auferstehung.

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Als Beispiel gelebter Kreuzesnachfolge erinnerte Bischof Meier an den seligen Pater Rupert Mayer. Der Münchner Jesuit, der während des Dritten Reiches als Widerstandskämpfer aktiv war, habe die damit verbundenen Leiden am eigenen Leib erfahren. „Sein Leben war ein jahrelanger Kreuzweg“, betonte der Bischof. Besonders prägnant sei Maysers eigene Aussage: „Am Kreuz kommt niemand vorbei, sei es nun groß oder klein, und die, die es nicht tragen wollen, sind unglückliche Menschen.“

Karwoche – Höhepunkt der Fastenzeit

Für Mayer war das drückendste Kreuz die Internierung in Ettal, wo er nicht mehr aktiv für seinen Glauben eintreten konnte. Bischof Meier hob hervor: „Pater Rupert Mayer hat das Kreuz getragen. Er hat es weder verdrängt noch umgangen. Aber das Kreuz hat ihn geführt – durch die Dunkelheit hindurch, ins Licht des Ostermorgens.“ Die Gläubigen im Dom rief er auf, diesem Beispiel zu folgen: „Auch heute sind wir eingeladen, dem kreuztragenden Herrn zu folgen – in dieser Heiligen Woche und in unserem täglichen Leben.“

Am Palmsonntag, dem Sonntag vor Ostern, startet alljährlich die Karwoche. In diesen Tagen erinnert die Kirche mit besonderen liturgischen Feiern an das Leiden und Sterben Jesu; zugleich wird an die Einsetzung der Eucharistie und des Priestertums am Gründonnerstag gedacht. Die Karwoche markiert damit den Abschluss und Höhepunkt der 40-tägigen Fastenzeit.

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