KI, Lebensschutz und Synodalität: Themen der Herbst-Vollversammlung der DBK
Die Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz steht vor der Tür: In Fulda geht es um die Folgen der KI, ethische Grenzfragen rund um das menschliche Leben und das Verhältnis der Kirche zur Demokratie.

Wie soll es mit Künstlicher Intelligenz weitergehen? Wie soll die Kirche mit Leihmutterschaft und Fragen des Lebensschutzes umgehen? Und wie steht es um die Demokratie in Deutschland? Diesen und weiteren gesellschaftlich relevanten Themen widmet sich die Deutsche Bischofskonferenz bei ihrer Herbst-Vollversammlung vom 28. September bis 1. Oktober 2026 im Maritim Hotel am Schlossgarten in Fulda. 59 Bischöfe beraten unter der Leitung ihres Vorsitzenden, Bischof Dr. Heiner Wilmer, über Fragen, die weit über innerkirchliche Debatten hinausreichen.
Magnifica humanitas im Zentrum der Beratungen
Im Mittelpunkt der Beratungen steht eine Studieneinheit zur theologischen Bedeutung und Wirkung der Enzyklika Magnifica humanitas von Papst Leo XIV. Zugleich wollen die Bischöfe über „aktuelle Fragen des demokratischen Gemeinwohls“ in Deutschland beraten. Dabei dürfte auch das Verhältnis der Kirche zu den politischen Entwicklungen im Land eine Rolle spielen. In öffentlichen Stellungnahmen hat die Deutsche Bischofskonferenz wiederholt vor einer Wahl der AfD gewarnt und dabei die Bedeutung von Demokratie und Menschenwürde betont.
Darüber hinaus soll es um das Thema „Leben vom Anfang bis zum Ende“ gehen. Die Bandbreite reicht von der Leihmutterschaft über die Organspende und den assistierten Suizid bis zur Frage, welche Rolle Künstliche Intelligenz künftig in der Medizin spielen soll. Damit berührt die Vollversammlung einige der ethisch und gesellschaftlich umstrittensten Fragen der Gegenwart.
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Wahl der Vorsitzenden der neugestalteten Gremien
Neben den großen gesellschaftlichen und ethischen Fragen steht in Fulda auch eine Neuordnung innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz an. Nachdem die Vollversammlung im vergangenen Jahr beschlossen hatte, die Zahl der bischöflichen Kommissionen von 14 auf acht zu reduzieren, werden nun die Vorsitzenden und Mitglieder der neu zugeschnittenen Gremien gewählt.
Auf der Tagesordnung stehen zudem die „Aufklärung und Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs“, die Entwicklung der Erwachsenentaufen in Europa und aktuelle Fragen der Synodalität. Auch der eigene Auftritt in den sozialen Medien soll Thema der Beratungen sein. Der Sonderbeauftragte für Flüchtlingsfragen will den Bischöfen zudem einen aktuellen Bericht vorlegen.
Besondere Aufmerksamkeit dürfte schließlich der Eröffnungssitzung am 28. September gelten: Erstmals nimmt der neue Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Hubertus van Megen, an der Vollversammlung teil. Als Gast einer anderen Bischofskonferenz wird zudem der emeritierte Erzbischof Dr. Wiktor Skworc aus Katowice in Polen erwartet.
Über Andreas Nachbar
Redakteur / Autor bei GodMag.
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