„Kommt alle zu mir“: Papst Leo XIV. ermutigt zu christlicher Hoffnung
Mit dem letzten Angelusgebet auf dem Petersplatz vor der Sommerpause hat Papst Leo XIV. die Gläubigen zu Vertrauen und Demut aufgerufen. Vor tausenden Menschen sprach er über Hoffnung in Zeiten von Krieg und Leid, bevor er sich bis Ende Juli in die Sommerresidenz Castel Gandolfo zurückzieht.

Mit einem eindringlichen Appell zu Demut, Vertrauen und christlicher Hoffnung hat Papst Leo XIV. beim Angelusgebet auf dem Petersplatz zur Nachfolge Jesu aufgerufen. Angesichts von Krieg, Leid und persönlichen Krisen betonte das Kirchenoberhaupt, dass Christus Hoffnung, Befreiung und Vergebung schenke. Vor rund 18.000 Gläubigen erklärte der Papst, wahre Weisheit zeige sich nicht in menschlicher Überheblichkeit, sondern in der Demut – und der Weg des Glaubens eröffne selbst in den dunkelsten Stunden eine Perspektive der Erlösung.
Zwischen Demut und Hoffnung
Ausgehend vom Tagesevangelium betonte Papst Leo XIV., dass sich Gott nicht den „Weisen und Klugen“, sondern den „Unmündigen“ offenbare. Menschliche Weisheit könne in Arroganz und Hochmut umschlagen, wenn sie sich allein auf eigene Überzeugungen stütze und die Gegenwart Christi aus dem Blick verliere. „Die wahre Weisheit Gottes offenbart sich hingegen in der Demut“, sagte der Papst und erinnerte an die Einladung Jesu: „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid.“
Vor diesem Hintergrund verwies Leo XIV. auf die tröstende und erlösende Kraft Christi angesichts der Herausforderungen der Gegenwart. „Unter der Geißel des Krieges ist Christus Hoffnung“, erklärte er. Ebenso sei Christus „in der Knechtschaft Befreiung“ und „in der Stunde der Sünde Vergebung“. Darin liege die wahre Weisheit des Glaubens und der gemeinsame Weg der Jünger Christi.
Der Weg der Nachfolge
Papst Leo XIV. unterstrich, dass sich die Botschaft Jesu besonders an jene richte, die „mühselig und beladen“ seien. Nachfolge bedeute, auf die Liebe Christi zu antworten und seinen Weg bis zum Kreuz mitzugehen. Dabei sei das Christsein keine Last, sondern „eine Schule der Freiheit“, die auch in den dunkelsten Momenten Orientierung schenke.
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„Sein Joch hilft uns, nach jedem Sturz wieder aufzustehen“, sagte der Papst. Nur am Kreuz Jesu werde das Böse erlöst, und nur in seinem Leiden fänden die Menschen „Trost und Erlösung“. Das Kreuz sei tragbar, weil Christus es den Menschen nicht aufbürde, sondern es als Erster auf sich nehme und sie auf ihrem Weg begleite.
Zum Abschluss rief Leo XIV. die Gläubigen dazu auf, den Weg der Nachfolge gemeinsam als Jünger Christi zu gehen, und vertraute Kirche und Welt der Fürsprache Mariens an.
Letzter Angelus vor der Sommerpause
Mit dem Angelusgebet auf dem Petersplatz hat sich Papst Leo XIV. bis Ende Juli von den Gläubigen im Vatikan verabschiedet. Das Kirchenoberhaupt zieht sich für eine Sommerpause in die päpstliche Residenz Castel Gandolfo zurück, wo er bis zum 27. Juli bleiben wird. Die kommenden Angelusgebete wird Leo XIV. auf der Piazza della Libertà in Castel Gandolfo halten.
Über Andreas Nachbar
Redakteur / Autor bei GodMag.
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