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Mindestens 235 Tote nach schweren Erdbeben in Venezuela – Papst Leo stellt 100.000 Euro Soforthilfe bereit

Nach den schweren Erdbeben in Venezuela wächst die internationale Unterstützung. Neben Rettungsteams aus mehreren Ländern stellt auch Papst Leo XIV. über die Ortskirche 100.000 Euro Soforthilfe für die Betroffenen bereit.

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Andreas Nachbar
3 min Lesezeit
Mindestens 235 Tote nach schweren Erdbeben in Venezuela – Papst Leo stellt 100.000 Euro Soforthilfe bereit
(c) Screenshot | YouTube

Nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela mit mindestens 235 Todesopfern hat Papst Leo XIV. 100.000 Euro als Soforthilfe für die Betroffenen bereitgestellt. Die Mittel wurden über die Apostolische Almosenverwaltung an die Ortskirche verteilt. Während Rettungskräfte weiter nach Verschütteten suchen, haben zahlreiche Staaten internationale Unterstützung zugesagt. Der venezolanische Gesundheitsminister Carlos Alvarado meldete neben den Hunderten Todesopfern auch mehr als 4.300 Verletzte.

Suche nach Überlebenden dauert an

Die Rettungsarbeiten in den Erdbebengebieten Venezuelas laufen unter Hochdruck weiter. Nach Angaben von Parlamentspräsident Jorge Rodríguez sind mindestens 200 Menschen unter den Trümmern lokalisiert. Die tatsächliche Zahl der Verschütteten könnte jedoch deutlich höher liegen und nach Schätzungen in die Tausende gehen.

Rettungsteams konnten bereits Dutzende Überlebende bergen, darunter zwei verletzte Kleinkinder im besonders schwer betroffenen Bundesstaat La Guaira. Ihre Mutter wird weiterhin vermisst. Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez appellierte an private Unternehmen, Bagger und schweres Gerät für die Bergungsarbeiten bereitzustellen.

In einer Fernsehansprache rief Rodríguez den nationalen Notstand aus. Die zuletzt veröffentlichten Opferzahlen berücksichtigen den Bundesstaat La Guaira noch nicht, den die Regierung zum Katastrophengebiet erklärt hat. Die Erdbeben zählen zu den schwersten in Venezuela seit mehr als 100 Jahren. Die Erschütterungen waren bis in den brasilianischen Amazonasraum und nach Kolumbien zu spüren; in mehreren Städten wurden Gebäude vorsorglich evakuiert.

Internationale Unterstützung läuft an

Nach der schweren Naturkatastrophe erhielt Venezuela zahlreiche internationale Hilfszusagen. Argentinien, Chile, Panama und Uruguay boten der Regierung umgehend Unterstützung an. Auch die USA kündigten an, Such- und Rettungsteams sowie medizinische und humanitäre Hilfe in das Katastrophengebiet zu entsenden. Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez dankte den Vereinigten Staaten und weiteren Ländern für ihre Solidarität.

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Auch Italien entsandte bereits ein rund 40-köpfiges Team des Zivilschutzes nach Venezuela. Die Einsatzkräfte umfassen vor allem Spezialisten für die Rettung Verschütteter sowie Fachleute für Logistik, Lagekartierung und Kommunikation. In den kommenden Tagen sollen weitere Kräfte der Gesundheitsdienste und der Feuerwehr per Lufttransport folgen. Für den Transport werden auch Flugzeuge der italienischen Luftwaffe eingesetzt.

Die Auswirkungen der Erdbeben reichten über die Landesgrenzen hinaus. In den brasilianischen Amazonasstädten Manaus, Belém und Macapá wurden Medienberichten zufolge Gebäude vorsorglich evakuiert. Auch in den karibischen und nordöstlichen Regionen Kolumbiens waren die Erschütterungen zu spüren. Das US-Tsunamiwarnzentrum gab zwischenzeitlich mehrere Tsunami-Warnungen heraus, hob diese jedoch kurze Zeit später wieder auf.

Papst Leo stellt Soforthilfe bereit

Auch der Vatikan sicherte seine Unterstützung zu. Papst Leo XIV. stellte den Erdbebenopfern eine Soforthilfe in Höhe von 100.000 Euro zur Verfügung. Die Mittel wurden über die Apostolische Almosenverwaltung den Vertretern der katholischen Kirche im Land übergeben und sollen den Betroffenen unmittelbar zugutekommen.

Wie die vatikanischen Medien berichteten, fiel die Entscheidung nach Beratungen mit dem Apostolischen Nuntius in Venezuela, Erzbischof Alberto Ortega Martín, sowie dem Erzbischof von Caracas, Raúl Biord Castillo. Zugleich betonte der Vatikan, dass die Lage weiterhin aufmerksam verfolgt werde. In Abstimmung mit der Ortskirche sollen in den kommenden Tagen weitere Hilfsmaßnahmen entsprechend den Bedürfnissen der Bevölkerung geprüft werden.


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