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Misereor-Fastenaktion von Bischof Overbeck in Essen eröffnet

Am Sonntag eröffnete Bischof Franz-Josef Overbeck in Essen die diesjährige Misereor-Fastenaktion mit einem Gottesdienst. Misereor engagiert sich dort, wo Armut besonders gravierend ist. Im Rahmen der Fastenaktion stellt das Hilfswerk

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Andreas Nachbar
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Misereor-Fastenaktion von Bischof Overbeck in Essen eröffnet
(c) Bildnachweis: Beitragsbild @ Ralphs_Fotos - pixabay user_id:1767157

Am Sonntag eröffnete Bischof Franz-Josef Overbeck in Essen die diesjährige Misereor-Fastenaktion mit einem Gottesdienst. Misereor engagiert sich dort, wo Armut besonders gravierend ist. Im Rahmen der Fastenaktion stellt das Hilfswerk zahlreiche Materialien und Aktionsangebote zur Verfügung, um den Menschen in der Fastenzeit die Möglichkeit zu geben, sich für globale Gerechtigkeit einzusetzen. Die diesjährige Kampagne legt einen besonderen Schwerpunkt auf Sri Lanka und trägt das Motto: „Auf die Würde. Fertig. Los!“.

Misereor-Fastenaktion mit einem Fokus auf die Menschenwürde

In seiner Predigt betonte Bischof Overbeck, dass die Fastenaktion in diesem Jahr auf die Menschenwürde hinweist, „die häufig mit Füßen getreten wird“. Dies geschieht, wenn Menschenrechte missachtet werden und Menschen durch Hunger und Durst zur Unterwerfung gezwungen werden, erklärte er. Wer für die Menschenrechte eintritt, „lebt im Sinne Jesu und schützt die tief im Menschen verwurzelte Menschenwürde“, so der Bischof. Dieses Ziel sei nicht einfach zu erreichen, fuhr er fort. „Viele Menschen wissen, wie fehlerhaft sie sein können, und gerade ein so großes Programm kann in den Schatten gestellt werden.“

Es gehe jedoch darum, zu erkennen, „welches Brot wirklich sättigt“. Es sei wichtig zu bezeugen, dass „alle Macht in Gott ihren Ursprung hat und dass das Dienen ihm gegenüber uns letztlich bereichert“, sagte Overbeck. Die Versuchung Jesu in der Wüste, die im Evangelium dieses Sonntags beschrieben wird, verdeutliche, dass derjenige, der dem Heiligen Geist folgt, „nicht zu den Mächtigen dieser Welt“ gehört. Er zähle „nicht zu denen, die ein goldenes Zeitalter versprechen, die durch Lügen und Absprachen menschenverachtend handeln oder die das Recht des Stärkeren durch die Stärke des Rechts ersetzen“.

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„Der Geist Gottes weht, wo er will“

Overbeck rief dazu auf, zu denen zu gehören, „die erkennen, dass wir in einer Welt der Armen, der Hungrigen, der Leidenden und der vom Krieg Zerschundenen leben und in diesen Menschen Gott dienen“. Wer diesem Geist folge, werde nicht nur beten, sondern auch sehr praktisch, sozial im Sinne des Guten im Menschen wirken. Derjenige stehe für die Würde eines jeden Menschen ein, die von Gott stammt. Wer dem Heiligen Geist folgt, begreife den Alltag als einen Dienst an den Menschen, so der Bischof.

Dieser Dienst gelte allen Menschen – den Migranten, Arbeitslosen, Vertriebenen, Rechtlosen und denen, die sich für Gerechtigkeit und Barmherzigkeit einsetzen. Da der Geist Gottes dort weht, wo er will, müsse man sich „von starren Denkweisen und der Tendenz befreien, uns zu verschließen und abzusondern“, erklärte Overbeck weiter. Dies erfordere eine Loslösung von einer „ungebührlichen Verabsolutierung der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe oder Gemeinschaft“. Bischof Overbeck hoffte, „dass wir um Gottes und der Menschen willen jeder Herrschaftsordnung dieser Welt gegenüber kritisch bleiben“.

Abschließend betonte er, dass wir Zeugen der Hoffnung auf eine neue Welt des Glaubens und der Gerechtigkeit seien.

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