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Nach Frankreich-Reise: Erwachsenentaufen als Impuls für die Kirche

Frankreich erlebt einen bemerkenswerten Anstieg bei den Erwachsenentaufen. Eine Delegation der Deutschen Bischofskonferenz hat sich vor Ort ein Bild von dieser Entwicklung gemacht – und sieht darin wichtige Impulse für die Zukunft kirchlichen Lebens. Besonders digitale Glaubensangebote und soziale Medien spielen dabei eine zunehmend bedeutende Rolle.

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Andreas Nachbar
3 min Lesezeit
Nach Frankreich-Reise: Erwachsenentaufen als Impuls für die Kirche
© Deutsche Bischofskonferenz/Christiane Kolfenbach

Die stark steigende Zahl von Erwachsenentaufen verändert das kirchliche Leben in Frankreich nachhaltig. Nach Gesprächen mit Bischöfen, Katechumenen, Neugetauften und Seelsorgern zeigt sich eine Delegation der Deutschen Bischofskonferenz beeindruckt von der Dynamik dieser Entwicklung. Die wachsende Zahl von Menschen, die sich bewusst für den christlichen Glauben entscheiden, prägt zunehmend das Leben der Pfarreien und stellt die Kirche zugleich vor neue pastorale Herausforderungen. Besonders auffällig: Viele Menschen finden heute auch über soziale Medien und digitale Glaubensangebote ihren Weg zur Kirche.

Taufe: Deutsche Bischöfe beeindruckt von Frankreichs Dynamik

Fünf Tage lang haben Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz in Frankreich nach Antworten auf eine Entwicklung gesucht, die dort derzeit große Aufmerksamkeit auf sich zieht: Immer mehr Erwachsene lassen sich taufen. Vom 8. bis 12. Juni besuchten Mitglieder der Jugendkommission und der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz das Erzbistum Paris sowie die Bistümer Créteil und Saint-Denis. Auf dem Programm standen Gespräche mit Vertretern der Französischen Bischofskonferenz, Taufbegleitern, Katechumenen, Neugetauften und Wissenschaftlern. Die Erkenntnisse der Reise sollen nun in die weiteren Beratungen der Deutschen Bischofskonferenz einfließen.

„Die Begegnungen in Frankreich haben uns beeindruckt“, resümierte der Vorsitzende der Pastoralkommission, der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf. Die Delegation habe erlebt, „wie Menschen den Weg zum Glauben finden“, und dabei bewegende Zeugnisse von Neugetauften gehört. In den Gesprächen sei deutlich geworden, dass die hohe Zahl von Erwachsenentaufen weit über ein statistisches Phänomen hinausgehe. Vielmehr verändere sie das Leben der Gemeinden und präge zunehmend die pastorale Wirklichkeit vor Ort. Nach Einschätzung der Delegation trägt diese Entwicklung bereits zur Transformation vieler Pfarreien bei – nicht neben den Gemeinden, sondern aus deren Mitte heraus.

Zugleich stellt die Aufnahme zahlreicher Neugetaufter die Kirche vor neue Fragen. Wie Gemeinschaft gestaltet werden kann, wie Beteiligung gelingt und wie Menschen nach der Taufe im Glauben begleitet werden können, gehört nach den Eindrücken der Delegation zu den entscheidenden Zukunftsthemen der Kirche in Frankreich.

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Digitale Kanäle werden zu Orten der Begegnung

Ein weiterer Schwerpunkt der Reise war der Austausch mit Vertretern der Französischen Bischofskonferenz. Im Sekretariat der Bischofskonferenz traf die deutsche Delegation unter anderem Bischof Olivier Leborgne, Präsident der Kommission „Initiation et Vie Chrétienne“, Catherine Chevalier, Verantwortliche für Katechese, Katechumenat und Familien, sowie den Lyoner Erzbischof Olivier de Germay.

In den Gesprächen stand vor allem die Frage im Mittelpunkt, wie die Kirche die wachsende Zahl von Neugetauften begleiten kann. Nach Angaben der Delegation wurde dabei deutlich, dass die Aufnahme neuer Gläubiger die Gestalt des kirchlichen Lebens nachhaltig verändert. Zugleich stellt diese Entwicklung die Gemeinden vor neue Herausforderungen. Themen wie Gemeinschaft, Beteiligung und die Vertiefung des Glaubens nach der Taufe gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Eindrücke sammelten die deutschen Bischöfe auch bei Begegnungen mit zwei katholischen Influencern. Dabei zeigte sich, dass Menschen heute auf ganz unterschiedlichen Wegen mit dem christlichen Glauben in Kontakt kommen. Neben Gottesdiensten und persönlichen Gesprächen spielen authentische Glaubenszeugnisse eine wichtige Rolle. Zunehmend werden aber auch soziale Medien und digitale Formate zu Orten der Glaubensbegegnung. Die Vielfalt dieser Zugänge habe die Delegation besonders beeindruckt, hieß es im Rückblick auf die Reise.


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