Vatikan

Nächste Reise von Papst Leo XIV.: Uruguay bereitet sich auf Papstbesuch vor

Noch vor der offiziellen Bestätigung aus Rom laufen in Uruguay bereits die Vorbereitungen auf Hochtouren: Kardinal Daniel Sturla spricht von einem historischen Ereignis und nennt erste mögliche Stationen der geplanten Reise von Papst Leo XIV. Der Besuch soll nicht nur die katholische Kirche, sondern das gesamte Land erreichen.

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Andreas Nachbar
3 min Lesezeit
Nächste Reise von Papst Leo XIV.: Uruguay bereitet sich auf Papstbesuch vor
(c) Wikimedia Commons - Romina sismondi - CC BY-SA 3.0

Der lang erwartete Papstbesuch in Uruguay nimmt konkrete Formen an. Der Erzbischof von Montevideo, Kardinal Daniel Sturla, hat bestätigt, dass Papst Leo XIV. im November in das südamerikanische Land reisen wird. Eine offizielle Ankündigung des Heiligen Stuhls steht zwar noch aus, doch die Ortskirche hat nach Angaben Sturlas bereits mit den Vorbereitungen begonnen. Neben Uruguay soll die Reise auch Argentinien und Peru umfassen.

Papstbesuch in Uruguay weckt Vorfreude

In der katholischen Kirche Uruguays wächst die Vorfreude auf den angekündigten Besuch von Papst Leo XIV. Bei einer Pressekonferenz am Sitz der uruguayischen Bischofskonferenz erklärte Kardinal Daniel Sturla, man sei „sehr erfreut über den Besuch von Papst Leo“.

Die Einladung an den neuen Papst sei unmittelbar nach dessen Wahl im Mai ausgesprochen worden, berichtete Sturla. Schon bei der ersten Begegnung habe er Leo XIV. gebeten, Uruguay zu besuchen. „Heiliger Vater, wir erwarten Sie“, habe er ihm gesagt und daran erinnert, dass Papst Franziskus weder Uruguay noch Argentinien bereist habe.

Nach Angaben des Kardinals soll die Reise im November stattfinden. Er nannte als möglichen Zeitraum Anfang bis Mitte November, zwischen dem 5./6. und dem 10./16. November. Geplant sei eine Südamerikareise, die neben Uruguay auch Argentinien und Peru umfassen könnte. Eine offizielle Bestätigung des Heiligen Stuhls steht zwar noch aus. Sturla zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass die Reisepläne „sicherlich Ende Juli“ offiziell bekannt gegeben werden.

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Weiter unterstrich er die Bedeutung des Papstbesuchs weit über die katholische Kirche hinaus. „Wir freuen uns sehr, dass der Papst kommt“, sagte der Erzbischof und betonte, die Reise sei „für das ganze Land“ von großer Bedeutung. Zwar gelte Uruguay als stark säkular geprägt, doch „der Papst ist der Papst“ und besitze eine enorme Ausstrahlung. „Der Papst ist eine übergreifende Persönlichkeit“, sagte Sturla. Deshalb werde Uruguay Leo XIV. „mit offenen Armen“ empfangen – ungeachtet möglicher Kontroversen.

Vorbereitungen laufen

Zu den möglichen Stationen der Reise nannte Kardinal Sturla Montevideo und Florida mit dem Nationalheiligtum der Virgen de los Treinta y Tres, der Schutzpatronin Uruguays. Darüber hinaus sei ein Besuch im norduruguayischen Paysandú im Gespräch. Noch sei jedoch nichts entschieden. Man wolle „keine falschen Erwartungen wecken“, betonte der Kardinal.

Die Vorbereitungen auf den Papstbesuch seien bereits angelaufen. Nach Angaben Sturlas habe eine vom Papst entsandte Delegation Montevideo, Florida und Paysandú besucht, um sich vor Ort ein Bild zu machen.

Als möglicher Höhepunkt gilt eine Heilige Messe in Florida. Dort wird am 8. November das Fest der Virgen de los Treinta y Tres gefeiert. „Es wäre ein großartiges Geschenk für die Jungfrau Maria und für uns alle“, sagte Sturla mit Blick auf eine mögliche Messfeier mit Papst Leo XIV.

Geplant ist nach den Worten des Kardinals auch eine Begegnung mit Uruguays Präsidenten Yamandú Orsi. Dieser habe dem Papst die Einladung persönlich überbracht. Daher werde Leo XIV. „zweifellos“ auch mit dem Staatsoberhaupt zusammentreffen.

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