Papst Leo besucht Lampedusa – Hotspot für die Aufnahme von Migranten
Für die italienische Küstenwache ist der Besuch von Papst Leo XIV. auf Lampedusa mehr als nur ein Termin. Kommandant Flavio Verde spricht von einem Zeichen der Nähe und Anerkennung für die Frauen und Männer, die täglich Menschen aus Seenot retten. Dabei erinnert er sich an den prägenden Besuch von Papst Franziskus im Jahr 2013.
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Wenn Papst Leo XIV. an diesem Samstag Lampedusa besucht, reist er zu einem Ort, der wie kaum ein anderer für Flucht, Migration und Seenot im Mittelmeer steht. Fast genau 13 Jahre nach der Reiste von Papst Franziskus erinnert sich die italienische Küstenwache an dessen Besuch und versteht auch die Visite seines Nachfolgers als Ermutigung für ihren täglichen Einsatz zur Rettung von Menschenleben auf See.
Erinnerung an Franziskus
Die Freude des Kommandanten der Küstenwache, Flavio Verde, über den bevorstehenden Papstbesuch ist groß, durfte er doch bereits vor über einem Jahrzehnt die Reise von Papst Franziskus hautnah miterleben. Damals, am 8. Juli 2013, setzte Papst Franziskus gleich zu Beginn seines Pontifikats auf Lampedusa ein starkes Zeichen: Mit einem Kranz, den er ins Meer warf, gedachte er der Menschen, die auf der Flucht über das Mittelmeer ihr Leben verloren hatten.
Für die Küstenwache sei dieser Besuch von nachhaltiger Bedeutung gewesen, sagt Verde. Franziskus habe den Blick der Welt auf den Wert jedes einzelnen Menschenlebens auf See gelenkt und zugleich das Bewusstsein für die Verantwortung derjenigen gestärkt, die täglich Rettungseinsätze durchführen.
Lampedusa bezeichnet der Kommandant als „Steg Europas ins Mittelmeer“ – einen strategisch und humanitär bedeutsamen Ort. Entsprechend bleibe die Seenotrettung der Kernauftrag der italienischen Küstenwache. Maßstab ihres Handelns sei allein der Schutz des menschlichen Lebens. Gerettet werde jeder Mensch, der auf See in Not gerät – unabhängig von Herkunft oder Status.
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Vorfreude auf Leo XIV.
Wie der Kommandant ausführt, hätten sich die Einsatzmöglichkeiten der Küstenwache auf Lampedusa in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert. Mehr Personal, zusätzliche Patrouillenboote und erweiterte operative Kapazitäten hätten dazu beigetragen, den besonderen Anforderungen an diesem zentralen Ort im Mittelmeer besser gerecht zu werden. Der Insel habe die Küstenwache „stets besondere Aufmerksamkeit gewidmet“, betont Verde.
Entsprechend groß ist die Vorfreude auf den Besuch von Papst Leo XIV., der an diesem Samstag, fast auf den Tag genau 13 Jahre nach Franziskus, nach Lampedusa kommt. „Wie die gesamte Insel erwarten wir diesen Besuch mit großer Freude und mit großem Stolz“, sagt der Kommandant.
Für die Einsatzkräfte sei der Papstbesuch weit mehr als ein symbolischer Termin. Er werde als Zeichen der Nähe und als Anerkennung für den täglichen Dienst all jener verstanden, die auf See Menschenleben retten.
Über Andreas Nachbar
Redakteur / Autor bei GodMag.
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