Papst Leo XIV. an Jugendtreffen im Irak: Seid Licht und Friedensstifter
Angesichts von Krieg und Unsicherheit hat Papst Leo XIV. den jungen Christinnen und Christen im Irak Mut zugesprochen. In einer Videobotschaft an das Ankawa-Jugendtreffen in Erbil rief er sie dazu auf, ihren Glauben zu vertiefen, Hoffnung zu schenken und als Friedensstifter Verantwortung in Kirche und Gesellschaft zu übernehmen.

Mit einer Videobotschaft an das Ankawa-Jugendtreffen in der Erzdiözese Erbil hat Papst Leo XIV. junge Christen im Irak ermutigt, trotz Krieg, Unsicherheit und Instabilität Hoffnung zu verbreiten und sich als „Licht Christi“ und Friedensstifter einzusetzen. Zugleich rief das Kirchenoberhaupt die Jugendlichen dazu auf, ihre Beziehung zu Gott durch Gebet, Sakramente und Vertrauen zu vertiefen und sich mutig an der Sendung der Kirche zu beteiligen.
Papst Leo ermutigt Jugendliche: „Habt keine Angst“
Papst Leo XIV. hat die jungen Christen im Irak ermutigt, sich trotz der schwierigen Lage im Land als Hoffnungsträger und Friedensstifter zu verstehen. In seiner Videobotschaft an das Ankawa-Jugendtreffen in Erbil rief er sie auf, „das Licht Christi“ auch dort leuchten zu lassen, wo die Finsternis „manchmal überwältigend erscheinen kann“. Zugleich versicherte er den Jugendlichen: „Habt keine Angst! (...) Ich bin bei euch; die Kirche ist bei euch.“
Der Papst betonte, dass junge Menschen, verwurzelt in der Nächstenliebe, in besonderer Weise dazu berufen seien, Frieden zu stiften und Menschen zusammenzuführen. Auch wenn sie ihre Lebensumstände oder die Herausforderungen ihres Alltags nicht immer beeinflussen könnten, könnten sie sich „immer dafür entscheiden, den Frieden Christi in euren Herzen herrschen zu lassen“, sagte Leo XIV.
Das Ankawa-Jugendtreffen in der Erzdiözese Erbil gilt als das größte christliche Jugendfestival im Irak. Vom 8. bis 11. Juli kommen dort junge Menschen aus verschiedenen Regionen des Landes zu gemeinsamen Gottesdiensten, Begegnungen und Glaubensveranstaltungen zusammen.
Mit Blick auf das Treffen äußerte der Papst die Hoffnung, dass die Teilnehmenden in ihrer Freundschaft mit Jesus und untereinander wachsen. Gerade die Jugend sei eine Lebensphase, „die von dem Wunsch geprägt ist, Großes zu vollbringen und die Welt zu verändern“, so das Kirchenoberhaupt.
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„Vertraue auf Jesus“
Unter dem diesjährigen Motto „Mission“ erinnerte Papst Leo XIV. die Jugendlichen daran, dass die Kirche den Auftrag habe, der Welt zu dienen, indem sie das „Licht Christi“ weitertrage und Menschen in die Gemeinschaft mit Gott führe. Voraussetzung dafür sei jedoch eine persönliche Glaubensbeziehung. „Um an der Mission teilzunehmen, müssen wir zunächst eine lebendige Beziehung zu Gott entdecken. Wir müssen ihn kennenlernen“, erklärte der Papst.
Den jungen Menschen riet er, ihr Leben auf das „feste Fundament der Liebe Gottes“ zu bauen und sich von Christus führen zu lassen. Für eine tragfähige Beziehung zu Gott seien insbesondere das Gebet, die Sakramente sowie Beichte und Eucharistie wichtig. „Vertraue auf Jesus; höre auf ihn im Gebet und durch die Führung anderer“, ermutigte Leo XIV. die Teilnehmer.
Zugleich betonte das Kirchenoberhaupt, Glaube sei weit mehr als eine Hilfe zur Bewältigung von Krisen. Er bedeute, „die Wirklichkeit und das Leben in der Wahrheit“ anzunehmen und die Welt mit Gottes Augen zu sehen. Auch wenn Gott nicht sichtbar sei, könnten Gläubige darauf vertrauen, dass er sie auf ihrem Lebensweg begleite.
Zum Abschluss seiner Videobotschaft appellierte der Papst an die Jugendlichen: „Zweifelt niemals an der Güte Gottes und fürchtet euch nicht vor dem Plan, den der Herr für jedes eurer Leben hat!“
Über Andreas Nachbar
Redakteur / Autor bei GodMag.
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