Papst Leo XIV. an US-Jugendliche: Wahrer Friede und Freude kommen von Gott
Nicht soziale Medien, Reichtum oder oberflächliche Beziehungen führen nach den Worten von Papst Leo XIV. zu dauerhaftem Glück. Bei einem großen katholischen Jugendtreffen in den USA warb er für ein Leben aus dem Glauben, ermutigte junge Menschen zur Suche nach ihrer Berufung und rief dazu auf, Frieden in die Welt zu tragen.

Papst Leo XIV. hat junge Katholiken in den USA dazu aufgerufen, ihr Glück nicht in sozialen Medien, Drogen, Reichtum oder oberflächlichen Beziehungen zu suchen. In einer Videobotschaft an die diesjährige Steubenville Youth Conference betonte er, wahrer Friede und vollkommene Freude seien Geschenke Gottes, die Menschen durch Glauben, Gebet und die Begegnung mit Christus erfahren könnten. Zugleich ermutigte der Papst die Jugendlichen, über ihre persönliche Berufung nachzudenken und sich für Kirche und Gesellschaft einzusetzen.
Frieden als Gabe Gottes annehmen
Papst Leo XIV. hat junge Katholiken in den USA dazu aufgerufen, sich für Gottes Wirken zu öffnen und Frieden in ihrem persönlichen Umfeld zu verbreiten. In seiner Ansprache betonte das Kirchenoberhaupt, dass „wahrer Frieden und vollkommene Freude“ nicht aus eigener Kraft entstehen, sondern Geschenke Gottes seien. „Wahrer Frieden und vollkommene Freude sind Gaben Gottes, die uns zuteilwerden, wenn wir uns ihm öffnen und auf seine Kraft vertrauen, uns zu verwandeln“, erklärte der Papst.
Die Steubenville Youth Conference, die heuer ihr 50-jähriges Bestehen feiert, zählt zu den größten katholischen Jugendtreffen in den USA. Die von der Franziskanischen Universität Steubenville organisierte Veranstaltung bringt junge Menschen zu Vorträgen, Gebetszeiten, Anbetung und Beichtgelegenheiten zusammen.
In seiner Botschaft verwies der Pontifex auf den heiligen Franz von Assisi, für den Frieden und Freude zentrale Themen gewesen seien. Hätten die Jugendlichen Franziskus im 13. Jahrhundert in Assisi getroffen, hätte er sie vermutlich mit den Worten „Pace e bene“ – „Friede und alles Gute“ – begrüßt, sagte der Papst. Zugleich regte er dazu an, das eigene Verhalten kritisch zu hinterfragen: „Wünsche ich den Menschen, mit denen ich in Kontakt komme, wahren Frieden? Behandle ich andere so, dass ich ihnen Frieden schenke?“
Es sei nicht immer einfach, anderen mit Freundlichkeit und Gelassenheit zu begegnen, räumte Leo XIV. ein. Gerade in schwierigen Situationen könne das eigene Verhalten „eher Frustration und Konflikte als Frieden hervorrufen“. Der heilige Franziskus habe seine Freude und Friedfertigkeit jedoch nicht aus sich selbst bezogen. Vielmehr sei Frieden ein Geschenk Gottes, das Menschen empfingen, wenn sie Christus in ihr Herz einließen.
Daraus erwachse zugleich ein Auftrag, betonte der Papst. Christen seien berufen, „Werkzeuge seines Friedens“ zu werden und diesen in ihren Familien, Gemeinschaften, Ländern und in der ganzen Welt weiterzutragen. Leo XIV. verband seine Worte mit einem Appell an die Jugendlichen, den Glauben glaubwürdig zu leben und die Freude des Evangeliums weiterzugeben.
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Jugendliche sollen Gottes Ruf folgen
Weiter warnte er junge Menschen davor, ihr Glück in sozialen Medien, Konsum oder einem auf Äußerlichkeiten ausgerichteten Lebensstil zu suchen. Auch betonte er, dass wahre Freude und echter Friede nur in der Beziehung zu Gott zu finden sei.
In diesem Zusammenhang rief er die Jugendlichen dazu auf, die Zeiten der Stille während des Glaubenstreffens zu nutzen, „um den Frieden Christi zu entdecken“. Zugleich kritisierte er die zunehmende Abhängigkeit von digitalen Medien. Die Freude, von der der heilige Franz von Assisi gesprochen habe, lasse sich nicht finden, indem man „stundenlang vor einem Bildschirm sitzt oder jeden Tag endlos durch die sozialen Medien scrollt“. Stattdessen gehe dadurch oft wertvolle Zeit verloren, die für Gebet, Freundschaften, Familie, Bildung oder sportliche Aktivitäten genutzt werden könnte.
Ebenso deutlich wandte sich der Papst gegen die Suche nach Glück in Drogenkonsum, Alkoholmissbrauch, Promiskuität, oberflächlichen Beziehungen oder einer „Besessenheit vom eigenen Image“. Auch Reichtum, Schönheit, Ruhm oder Gesundheit könnten keine dauerhafte Erfüllung schenken. „Eines Tages werden wir all dies hinter uns lassen“, gab er zu bedenken.
Die Quelle echter Freude liege vielmehr in der Gewissheit, von Gott geliebt zu sein. „Nur die Liebe Gottes kann uns wahre und vollkommene Freude schenken“, betonte der Papst. Wer darauf vertraue, dass Gott sich um seine Kinder kümmere, könne auch schwierigen Situationen mit Zuversicht begegnen und den Mut nicht verlieren.
Abschließend ermutigte Leo XIV. die Jugendlichen, ihr Leben ganz in Gottes Hände zu legen und über ihre persönliche Berufung nachzudenken. Die Kirche brauche heute Missionare, Familien, Priester und Ordensleute, die glaubwürdige Zeugen des Evangeliums seien. Wer sich von Gott gerufen fühle, solle sich nicht von Angst leiten lassen, sondern antworten: „Hier bin ich, sende mich!“
Sehen Sie die Botschaft hier:
Papst Leo XIV.: Botschaft an Steubenville Youth Conference (USA) - 20. Juni 2026
Über Andreas Nachbar
Redakteur / Autor bei GodMag.
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